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Suedstaaten 2013 Teil 1   

Donnerstag, 06.06.2013

 

Heute starten wir unsere fuenfte gemeinsame USA-Reise. Ein kleines Jubilaeum. Auch ganz neu ist der Versuch, einen Live-Reisebericht zu schreiben, der nach unserer Rueckkehr auf unsere Website kommt. Die bisherigen Reiseberichte haben wir erst hinterher geschrieben.

 

Im Augenblick sitzen wir gerade im Flugzeug nach Atlanta. Nach deutscher Zeit ist es jetzt kurz nach fuenf, in Atlanta elf Uhr Vormittag. Wir haben die Reiseflughoehe fast erreicht, denn gestartet sind wir um erst vor einer halben Stunde. Aber der Reihe nach.

 

Da unser Flug von Muenchen nach London erst um 12.55 Uhr startete, haben wir noch gut ausschlafen koennen und sind um 7.45 Uhr von zuhause aus in Richtung Freising losgefahren. Sehr gute Freunde von uns haben uns zum Airport gebracht, der Flug mit einem Airbus A319 startete puenktlich. Nach etwas mehr als 90 Minuten waren wir dann auch schon in London.

 

Genauso lange war auch der Aufenthalt in Heathrow, ausreichend Zeit, um zu unserem Gate C63 zu kommen. Die Boeing 777 startete mit leichter Verspaetung, aber fuer Londoner Verhaeltnisse wirklich gut. Beim Online Check In haben wir ein Upgrade auf Premium Economy Plus bekommen, das ist richtig klasse. Unsere Plaetze haben mehr Beinfreiheit als die anderen Economy Reihen, die Sitze lassen sich weit umlegen. Waere schon klasse, wenn wir das am Rueckflug auch haetten… Halt – soweit sind wir ja noch nicht! Der Urlaub hat gerade erst begonnen.

 

 

Die Flugroute nach Atlanta verlaeuft suedlich von Groenland und damit deutlich suedlicher als bei Fluegen in den Westen der USA. Allerdings geht der Flug nicht an der Ostkueste entlang, sondern ueber Neufundland und den Saint Lawrence River weiter im Landesinneren nach Sueden. Die Flugroute liegt damit ziemlich genau zwischen den Routen nach Los Angeles und Miami.

 

Wir landen puenktlich um halb acht Uhr Abends in Atlanta, Immigration geht sehr schnell – fast nichts los. Dafuer warten wir dann umso laenger auf unsere Koffer. Rein ins Shuttle und zu Alamo – auch hier geht alles sehr flott.

 

 

Das Mietauto ist ein blauer Ford Escape mit erst 6830 Meilen auf dem Tacho! Passt.

 

   

 

Unser Navi bringt uns dann zuverlaessig zu unserem ersten Hotel – dem LaQuinta Inn & Suites Airport. Die Zimmer sind riesig und sauber – also alles in Ordnung. Wir sind sehr zufrieden.

 

   

 

Im Anschluss fahren wir noch schnell zum Walmart Superstore und decken uns mit den ersten Lebensmitteln ein. Nach dem Duschen fallen wir gegen Mitternacht total erschoepft ins Bett! Aber zumindest heute hat alles wie am Schnuerchen geklappt.

 

Gefahrene km: 15

 

Freitag, 07.06.2013

 

Um sieben Uhr wachen wir auf – nicht schlecht, damit ist das Jetlag eigentlich kein Thema mehr. Nach dem Fruehstueck sind wir bereits um acht Uhr unterwegs Richtung Norden. Unser Navi hat uns aber erstmal geaergert – Ansagen in Deutsch gibt es nicht. Michael hat vergessen, das Language-Pack Deutsch aufzuspielen.

 

Wir fahren von Atlanta ueber Gainesville bis nach Tallulah. Dort ist ein kleines, uriges Geschaeft am Rande eines Canyon, wo wir eine kurze Pause einlegen.

 

 

Nach Franklin in North Carolina geht’s dann weiter bis nach Cherokee. Wie der Name schon vermuten laesst, ist hier ein Reservat der Cherokee Indianer. Die Ortschaft ist wirklich sehr sehr schoen, aber wir haben keine Zeit. Unser Ziel ist der Great Smoky Mountains National Park.

 

Slideshow und Infos zum Great Smoky Mountain N.P.

 

Gleich nach dem Ortsausgang von Cherokee beginnt der Park. Wir stoppen am Ocanaluftee Visitor Center und lassen uns von den Parkrangern auf der Map die besten Stellen zeigen, an denen die letzten Tage Schwarzbaeren gesehen wurden.

 

     

 

Die Parkroad fuehrt am Ocanaluftee River entlang immer den Berg hinauf. Wir erreichen die Abzweigung zum Clingman Dome, unser erstes Ziel, nach etwa einer guten halben Stunde. Die Berge liegen in den Wolken, es ist frisch hier auf ueber 2.000 Meter Hoehe.

 

  

 

Auf dem Sammelparkplatz ist verdammt viel los, trotzdem laufen wir den gut 800 Meter langen und steil bergauf fuehrenden Fussweg bis zum Observation Tower. Und wir haben Glueck. Nahe des Weges versteckt sich ein junger Schwarzbaer und sucht nach Nahrung. Ein zweiter soll auch ganz in der Naehe sein, der Parkranger erzaehlt uns, dass derzeit 12 Baeren immer um diese Stelle kreisen auf der Suche nach Futter. Schuld daran sind auch die Touristen, die immer wieder „versehentlich“ ein Sandwich liegen lassen. Auf einer Hinweistafel am Visitor Center haben wir gelesen, dass es etwa 1.800 Schwarzbaeren hier im National Park gibt.

 

 

Auf dem Observation Tower ist die Sicht gleich null. Mitten in den Wolken ohne jede Fernsicht ist das Erlebnis nur halb so schoen wie es sein sollte. Trotzdem haben wir den Fussweg nicht bereut – allein schon wegen des Baeren.

 

   

 

Wir fahren weiter durch die Great Smoky Mountains, ueberqueren die Grenze nach Tennessee und erreichen gegen 16.00 Uhr die kleine Stadt Gatlinburg, unmittelbar am Parkausgang. Nachdem wir uns ein Zimmer gesucht und getankt haben, geht’s zurueck in den Park auf die Laurel Creek Road, die zum Cades Cove Visitor Center fuehrt.

 

 

 

 

(Dieses und andere Videos findet ihr auch auf unserem Youtube-Channel). Das Ende der Strasse ist eine elf Meilen lange Loop Road. Das ganze Tal ist malerisch schoen, leider schlaegt gerade jetzt das Wetter um. Die Baeren, die hier heute gesehen wurden, haben sich wohl mit dem Einsetzen des Regens und des heftigen Gewitters verzogen. Also bleibt auch uns nur der Rueckzug.

 

  

 

Erst nach acht Uhr abends sind wir zurueck in Gatlinburg und erreichen im stroemenden Regen das Hard Rock Cafe. Es ist wesentlich groesser als erwartet und mit Live-Musik an diesem Abend richtig gut besucht.

 

     

 

Als wir so beim Essen sitzen, krabbelt eine Zecke an Sylvia’s Hals entlang. Gott sei Dank der einzige und noch nicht festgesaugt. Ganz schoen riesig, diese amerikanischen Zecken. Aber nix passiert, Michael hat sie erwischt, bevor sie zubeissen konnte.

 

Gegen Zehn sind wir dann zurueck im Hotel, dem Quality Inn Creekside nahe dem Ortseingang. Die Zimmer sind o.k., der Preis ist auch in Ordnung.

 

 

Da uns Gatlinburg super gefaellt, beschliessen wir, noch eine Nacht dranzuhaengen, falls das Wetter morgen wieder besser sein sollte. Mal abwarten.

(eine Slideshow zu Gatlinburg ist hier zu finden)

 

Gefahrene Km: 488

 

Samstag, 08.06.2013

 

Als wir heute aufstehen, ist das Wetter deutlich besser als gestern. Wir beschliessen, noch einen Tag in Gatlinburg ranzuhaengen und nochmal in den National Park zu fahren. Wir wollen unbedingt noch einen Schwarzbaeren sehen…

 

 

Bereits um acht Uhr morgens geht’s los, doch bereits auf dem Weg zu Cades Cove erleben wir eine Enttaeuschung: Die Loop Road ist bis zehn Uhr gesperrt und nur fuer Radfahrer frei. Als sie um zehn Uhr schliesslich oeffnet, stehen schon hunderte Autos Schlange – es ist ja auch Samstag, klar!

 

Wir lassen uns also Zeit und fahren gemuetlich in Richtung Loop Road. Mitten auf der Strasse liegt ploetzlich etwas im Weg, wir koennen gerade noch ausweichen. Eine kleine Schildkroete versucht, auf die andere Strassenseite zu krabbeln - gar nicht ungefaehrlich, bei dem Verkehr. Also helfen wir etwas nach!

 

   

 

Die Strecke ist landschaftlich wirklich wunderschoen, wir halten immer wieder an, um Bilder zu machen und etwas spazieren zu gehen. Wir haben ja noch Zeit.

 

     

 

Auf der Loop Road ist dann wie erwartet jede Menge Verkehr. Trotzdem entdeckt Sylvia im Wald vom Auto aus einen Schwarzbaeren nahe der Strasse. Wir halten an und versuchen ein paar gute Fotos zu bekommen. Leider ist er so scheu, dass er sofort die Flucht ergreift, als wir uns ihm naehern.

 

 

Da wir die komplette Loop Road schon gestern gefahren sind und so viele Autos unterwegs sind, nehmen wir eine andere Strecke ueber eine Schotterstrasse, die kaum jemand benutzt. So gefaellt uns das schon besser. Damit kuerzen wir zwar die Loop um eineinhalb Meilen ab, haben dafuer aber viel mehr von der tollen Landschaft.

 

   

 

Wir kommen an einigen alten Kirchen vorbei, die als historische Bauten im National Park weiterhin erhalten werden und teilweise auch zu besichtigen sind.

 

 

Ein paar Kilometer weiter entdecken wir noch einen jungen Baeren, der sich ueberhaupt nicht aus der Ruhe bringen laesst. Brav frisst er weiter, als wir bis auf wenige Meter an ihn herankommen und unsere Bilder machen. So wollen wir das!

 

   

 

Auf dem Rueckweg halten wir an einigen Stellen des Parks und geniesen die Natur. Die Wasserfaelle an mehreren Stellen und der Fluss entlang der Strasse sind immer wieder einen Stop wert.

 

   

 

 

Gegen halb zwei sind wir wieder zurueck und machen einen Abstecher nach Ober Gatlinburg (nicht Upper Gatlinburg!). Dann geht’s zum Pizza Hut fuer eine leckere Piz, bevor wir den ganzen Nachmittag durch Gatlinburg spazieren.

 

  

 

Eine tolle Atmosphaere hier, ueberall Shops und Attraktionen fuer die zahlreichen Besucher.

 

  

 

Mit einem Sessellift fahren wir dann auf einen Aussichtspunkt hoch ueber dem Ort. Dort hat man eine wirklich klasse Aussicht auf ganz Gatlinburg und die Berge rundherum.

 

  

 

Schliesslich besuchen wir noch Believe it or not (Slideshow), dann geht’s langsam zurueck ins Hotel. Auf dem Weg dorthin stoppen wir noch bei Ole Smoky Moonshine Holler. Dort gibt’s eine Gratis-Weinprobe bei Live Country Music! Einfach urig.

 

  

 

Mit einem Bierchen auf dem Balkon unseres Zimmers lassen wir den Tag dann langsam ausklingen.

 

Gefahrene Km: 118

 

Sonntag, 09.06.2013

 

Nach dem Fruehstueck checken wir aus und fahren in den Nachbarort Pigeon Forges, der nur etwa 5 Meilen entfernt ist. Gleich daneben ist Sevierville, wo eine Tanger Outlet ist.

 

  

 

Natuerlich ist die um halb neun Uhr noch geschlossen, also geht’s erst einmal zum Walmart zum Shoppen. Puenktlich um zehn Uhr sind wir dann auch wieder zurueck und Bummeln bis um 13.00 Uhr durch die Geschaefte der Outlet. Eine super schoene Anlage, ueberraschend gross fuer diese Gegend. Aber Gatlinburg, Pigeon Forges und Sevierville sind absolute Tourismusorte, es wimmelt von Geschaeften, Restaurants, Minigolfanlagen und Fahrgeschaeften. Ein echter Gegensatz zu den Great Smoky Mountains, den wir so nicht erwartet hatten.

 

      

 

Unsere Fahrt geht am Nachmittag ueber Knoxville weiter nach Chattanooga, immer wieder stockt der Verkehr.

 

  

 

Trotzdem kommen wir in Chattanooga gegen 17.00 Uhr an. Wir sind immer noch in Tennessee, die Grenze nach Georgia ist aber nur einen Steinwurf weit entfernt. Wir haben auch immer noch Eastern Time, allerdings ist auch hier die Grenze zur naechsten Zeitzone nur wenige Meilen entfernt.

 

Unser Hotel in Chattanooga ist ein LaQuinta Inn and Suites mit frisch renovierten Zimmern nahe Downtown. Preiswert und gut – so gefaellt uns das. Nach einem kurzen Essen bei KFC fahren auf den Lookout Mountain und besuchen dort den Point Park.

 

   

 

Der Blick auf Chattanooga und den Tennessee River ist klasse. Leider aergert uns heute den ganzen Tag schon wieder das Wetter. Der Himmel ist verhangen mit sehr tief liegenden Wolken, immer wieder regnet es ein wenig. Schon waehrend der Fahrt hat es heftige Gewitter mit Platzregen gegeben.

 

  

 

Leider reicht uns fuer einen Besuch der Ruby Falls und Rock City die Zeit nicht mehr, also geht es zurueck zum Hotel. Michael kraenkelt seit Freitag und es wird immer schlechter. Hoffentlich geht es morgen wieder besser, sonst ist unsere Reiseplanung in echter Gefahr (eine kleine Diashow zu Chattanooga und dem Lookout Mountain ist hier zu finden).

 

Gefahrene Km: 302

 

Montag, 10.06.2013

 

Die Nacht war unruhig, aber zumindest geht es heute Morgen etwas besser als gestern Abend. Also bleiben wir bei unserem Plan und fahren von Chattanooga los nach Lynchburg.

 

  

 

Wir ueberqueren die Zeitzone, haben jetzt nicht mehr Eastern Time, sondern Central Time. Das bedeutet, die Uhr muss eine Stunde zurueckgestellt werden.

 

 

Nach knapp zwei Stunden Fahrt erreichen wir gegen 9.45 Uhr die Jack Daniels Destillery in Lynchburg (hier geht's zu einer kleinen Slidehow).

 

 

  

 

Die Tour, die um 10.30 beginnt, dauert eine Stunde und 45 Minuten.

 

 

Hier erfahren wir alles Wissenswerte ueber den beruehmten Jack Daniels Tennessee Whiskey. Jack Daniels war auch die einzige Distillery, die eine eigene Feuerwehr hatte. Das wussten die Mitarbeiter allerdings selbst nicht, erfahren haben sie das erst durch die Quizsendung Jeopardy. Echt witzig

 

   

 

Wir stehen an der Stelle, an der das Wasser, aus dem der Whiskey gemacht wird, nach kilometerlangem Lauf durch den Fels, an die Oberflaeche kommt. Dieses Wasser ist angeblich ideal fuer die Erzeugung eines besonders guten Whiskeys!

 

   

 

Die Anlage ist wirklich riesig, allein die Lagerhallen mit den Whiskey Faessern sind unglaublich gross. Und davon gibt es derzeit 86!

 

 

 

 

Am Ende der Tour duerfen wir noch drei Sorten probieren, was uns natuerlich besonders gut gefaellt. Hier erfahren wir auch, dass die drei groessten Abnehmer der Welt die USA, Deutschland und Grossbritannien sind!

 

  

 

Nach einem kurzen Besuch im historischen Lynchburg machen wir uns um halb zwei auf den Weg nach Nashville.

 

  

 

Das Holliday Inn direkt am Broadway ist uns mit ueber 220 Dollar pro Nacht doch etwas zu teuer, aber nur eine Meile ausserhalb von Downtown ist ein Day’s Inn mit vernuenftigen Preisen. Kleines Manko: Es wird derzeit renoviert, allerdings nur zwischen neun Uhr morgens und fuenf Uhr nachmittags. Und da sind wir ja eh nicht da! Nach dem auspacken im Zimmer fahren wir zurueck zum Broadway und bummeln an den urigen Kneipen entlang.

 

  

 

Im Whiskey Bent Saloon goennen wir uns ein Cola und hoeren uns die Live-Band an, einfach klasse. Danach geht’s zum Abendessen ins Hard Rock Cafe.

 

  

 

Bei Einbruch der Dunkelheit schlendern wir noch einmal den Broadway entlang, besuchen eine Kneipe mit Live Musik, dieses Mal waehlen wir das Tootsies. Die Atmosphaere ist einfach sagenhaft und die Band wirklich spitze.

 

   

 

Zufaelligerweise treffen wir im Tootsies wieder das andere deutsche Paerchen, mit dem wir bereits in Lynchburg die Fuehrung gemeinsam gemacht haben. Da Michael langsam die Kraefte verlassen, fahren wir gegen neun zurueck zu unserem Hotel. So ganz fit ist er halt doch noch nicht (hier gibt's eine kleine Slideshow zu Nashville).

 

Gefahrene Km: 289

 

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