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  Desert & Dust 2015 - Teil 3                                                                 (Tag 8)   (Tag 9)   (Tag 10)
 

 
Sonntag, 14.06.2015 (Tag 8) – Geister und Apachen
 

Wie die letzten Tage auch sind wir die ersten beim Fruehstueck – sogar noch vor dem Fruehstueck selbst. Das wird erst Punkt Sieben aufgebaut, also muessen wir warten. Zehn nach sieben ist immer noch nicht alles da, Salz und Pfeffer fuer die Ruehreier fehlen auch noch. Der gute Eindruck ist leicht getruebt. Und – so schoen die Zimmer auch sind – die Klimaanlage ist die Hoelle. Viel zu laut – vor allem schaltet das Ding andauernd ein und aus. Ohne geht nicht, da es nachts auch 30°C sind – also mussten wir eben den Laerm ertragen.

 

USA 2015 Map 5StepMapUSA 2015 Map 5

 

Um halb acht starten wir zu Fry’s, kaufen schnell Eis fuer die Kuehlbox und Semmeln fuer die Brotzeit, dann fahren wir nach Apache Junction. Unser erster Halt ist die Goldfield Ghost Town. Ein netter, aber auch sehr touristischer Nachbau einer alten Westernstadt (Slideshow).

 

  

 

  

 

  

 

  

 

Auch wenn uns der Nachbau trotzdem irgendwie gefaellt, halten wir uns nicht allzu lange auf, fahren eine knappe Meile weiter und besuchen den Lost Dutchman State Park.

 

  

 

Wir suchen uns einen kurzen Trail aus, denn unsere Zeit ist heute wieder eher knapp bemessen und weitere Highlights warten schon. Etwa eine dreiviertel Stunde laufen wir durch den Park, dann aber muessen wir weiter (Slideshow).

 

  

 

  

 

Bei Apache Junction beginnt - wie der Name schon vermuten laesst - der Apache Trail. Diese Strasse ist der Number One Scenic Drive in Arizona und unter den Top 10 aller US-Scenic Drives. Wir sind gespannt…

 

 

Die Strasse windet sich in engen Kurven und Serpentinen durch die mit Saguaros bewachsenen Huegel, bereits hier sind wir begeistert.

 

  

 

Nach einiger Zeit erreichen wir den Canyon Lake, der voller Boote ist. Die Lage ist sowas von idyllisch, dass es schon fast kitschig wirkt. Echt der Wahnsinn.

 

  

 

  

 

  

 

Kurze Zeit spaeter ist es dann vorbei mit dem Teer – der Apache Trail wird fuer 22 Meilen zur Gravel Road: Und die hat es in sich. Nicht etwa, weil sie so fuerchterlich gefaehrlich oder vom Zustand her schlecht waere – ganz und gar nicht – das Problem sind die riesigen Pick Up Trucks mit ihren Bootsanhaengern, die einem immer dann entgegen kommen, wenn es gerade eng wird.

 

  

 

  

 

  

 

Endlos lange windet sich der Apache Trail durch die Berge, vorbei am Apache Lake immer Richtung Roosevelt Lake.

 

  

 

  

 

Das Ende der Gravel Road markiert der Roosevelt Dam, der den See aufstaut. Dieser Teil des Apache Trails zaehlt zweifelsohne zu den schoensten Strecken, die wir in den Staaten jemals gefahren sind. Sagenhaft. Auch hier haben wir eine Slideshow mit viel mehr Bildern gebastelt - *klick*).

 

  

 

Wer hier war, kann sich eigentlich den Saguaro National Park oder das Organ Pipe Cactus National Monument sparen – der Apache Trail ist landschaftlich viel viel schoener und Kakteen gibt es hier genauso viele - vor allem Saguaros.

 

  

 

 

 

Gegen 13.30 Uhr erreichen wir das Tonto National Monument. Bei 38°C ist der 15 minuetige Trail den Berg hinauf durchaus anstrengend, trotzdem gefaellt es uns. Die Cliff Dwellings sind zwar klein, dennoch sehenswert (Slideshow). Wir halten uns etwa eine Stunde auf, dann fahren wir weiter in Richtung Globe.

 

  

 

  

 

  

 

  

 

 

 

Von Globe nach Holbrooks geht es ueber einige Paesse, die Landschaft ist auch hier wirklich sehenswert. Beeindruckend fanden wir vor allem den Salt River Canyon.

 

  

 

  

 

Ueber Show Low und Snowflake geht es nach Holbrook. Um kurz nach 18.00 Uhr erreichen wir unser Hotel – das Best Western Arizonian Inn. Die Zimmer sind frisch renoviert, wir sind sehr zufrieden (mehr dazu, warum mit "schlecht" bewertet, morgen).

 

Abendessen gibt es heute mal bei Pizza Hut, danach noch schnell zum Safeway. Getraenke sind ziemlich alle… Es ist ziemlich genau 20.00 Uhr, als wir dann zurueck in unserem Hotel sind! Ein sagenhaft schoener Tag geht zu Ende, auch wenn wir heute wieder keine Rattlesnake gesehen haben. Im Internet hatten wir vor der Reise gelesen, dass es in der Gegend Apache Trail / Tonto National Monument viele geben soll, aber auch hier haben uns die Parkranger erzaehlt, dass es fuer die Schlangen zur Zeit viel zu heiss ist.

 

  

 

Hotel/Motel:

Best Western Arizonian Inn

Fruehstueck:

Ja

free WiFi:

Ja

Bewertung:

schlecht

 

 

Temperatur

38°C

Gefahrene km:

417

 

 
Montag, 15.06.2015 (Tag 9) – Panik, Action, Abenteuer
 

Um halb acht sind wir bereits wieder auf der Piste und sauer. Der Kuehlschrank in unserem Zimmer hat nicht gekuehlt und wir mussten unsere komplette Verpflegung deswegen wegwerfen. Die Eismaschine ist ebenfalls defekt. Im Fruehstuecksraum haben wir zwar das erste  Mal ueberhaupt Mehrweggeschirr, aber der Waffelautomat wurde sicher seit drei Tagen nicht mehr gereinigt. So ist der gute Eindruck von gestern dahin und wir korrigieren unsere Bewertung auf schlecht. Sehr schade...

 

USA 2015 Map 6StepMapUSA 2015 Map 6

 

Ich klemme mich wieder hinters Steuer, stoppe an der Tanke fuer Eis und dann geht’s in den nahegelegenen Petrified Forest National Park. Mehrere Trails entlang der Strasse fuehren zu den versteinerten Baeumen, eine wirklich interessante Sammlung haben die hier.

 

  

 

  

 

  

 

  

 

Allerdings gibt es diese Dinger auch in Holbrook ueberall zu kaufen. So richtig ueberspringen will der Funke nicht – bis auf eine Ausnahme: der Blue Mesa Trail ist absolut sehenswert und beeindruckt uns schwer.

 

Slideshow und viele Infos zum Petrified Forest NP

 

  

 

  

 

 

 

     

 

Gegen 12.00 Uhr mittags erreichen wir Winslow und essen kurz bei McDonalds eine Kleinigkeit. Nebenan gibt es guten Cappu fuer mich, dann fahren wir nach „Downtown“ Winslow.

 

 

Winslow – woher kennt man den Ort?

Ach ja – von den Eagles!

 

 

 

.....

Take it easy, take it easy

Don't let the sound of your own wheels

drive you crazy

Lighten up while you still can

don't even try to understand

Just find a place to make your stand

and take it easy

 

Well, I'm standing on a corner

in Winslow, Arizona

and such a fine sight to see

It's a girl, my Lord, in a flatbed Ford,

slowin' down to take a look at me...

 

Und nun stehen wir da – an der Ecke in Winslow Arizona! Das ist so cool…

 

 

 

 

 

 

    

 

Weniger cool ist der Barringer Meteor Crater ein paar Meilen weiter. Fast 40 Dollar Eintritt wollen die, damit wir in ein Loch hineinsehen duerfen. Nein, dazu haben wir ehrlich keine Lust. Wir haben ja ein durchaus gutes Ersatzprogramm. Um kurz vor halb drei erreichen wir das Walnut Canyon National Monument nahe Flagstaff.

 

  

 

Hier geht es auch wieder um Indianerbehausungen in den Waenden der Felsen, allerdings interessiert uns das nur am Rande. Der Trail in den Canyon – etwa eine Meile lang – ist klasse. Deswegen sind wir auch hier und bereuen den Abstecher nicht – lag ja eh auf dem Weg. Eine kleine Slideshow gibt es natuerlich auch vom Walnut Canyon - *klick*.

 

  

 

  

 

 

 

Ueber die Interstate 40 und dann 17 geht es weiter, bis kurz vor 16.00 Uhr endlich die Abzweigung zur Schnebly Hill Road kommt. Die Schilder am Anfang verheissen nichts Gutes, wir lassen uns aber nicht abschrecken.

 

  

 

12 Meilen Dirtroad – pah, da haben wir schon schlimmeres gemacht. Dachten wir… Die ersten vier, fuenf Meilen sind noch easy...

 

  

 

  

 

...aber dann! Man kann hier nicht mehr von einer Strasse sprechen, nicht mal mehr ein Weg oder auch nur etwas Aehnliches. Riesige Felsen blockieren die Strecke, im Schneckentempo und Zickzack faehrt Michael die Strasse hinunter. Die letzten fuenf Meilen, so etwa ab Schnebly Hill Vista, sind der blanke Horror.

 

   

 

Es kommen uns nur noch Jeeps von gefuehrten Touren entgegen, die uns fast schon entgeistert ansehen. Ich kann mir das Ganze sowieso nur noch von draussen mit ansehen. Diese letzten fuenf Meilen laufe ich fast komplett, von dem Geschuettel im Auto wird mir schlecht. Wir kommen mehrmals an die Grenzen, was mit unserem Auto moeglich ist, ganz zum Schluss stecken wir dann auch noch fest. Ohne Allrad ist diese „Road“ voellig irre, eigentlich reicht auch unsere Bodenfreiheit kaum aus fuer diese riesigen Felsen. Aber umdrehen geht nicht, also Augen zu und durch.

 

  

 

  

 

Irgendwie haben wir es dann tatsaechlich geschafft, ohne Schaeden am Auto wieder Teer unter die Raeder zu bekommen. Ganz nebenbei: die Landschaft hier ist grandios. Trotzdem: Leute, macht das auf keinen Fall mit eurem Auto oder einem Mietwagen. Unter keinen Umstaenden. Macht eine der Jeep-Touren mit oder mietet euch einen Buggy, aber fahrt diese Strasse nicht selbst im Mietwagen! Echt nicht! Michael fand das Abenteuer uebrigens klasse – nochmal fahren wuerde er die Strasse aber auch nicht.

 

  

 

  

 

 

 

Eine Slideshow zur Schnebly Hill Road ist hier zu finden! Nach mehr als zwei Stunden sind wir dann endlich in Sedona und suchen unser Hotel. Das Kings Ransom Hotel and Inn gibt es nicht mehr – es heisst nun Arabella Hotel Sedona. Wir kennen es schon, denn 2011 haben wir hier auch schon eine Nacht verbracht.

 

  

 

Abendessen gibt es heute bei der Oak Creek Brewery and Grill. Leckeres Essen in toller Umgebung – klasse. Dann bummeln wir noch kurz durch Tlaquepaque mit seinen Luxus-Shops und sind dann gegen halb neun zurueck auf unserem Hotel.

 

  

 

  

 

  

 

Hotel/Motel:

Arabella Hotel Sedona

Fruehstueck:

Ja

free WiFi:

Ja

Bewertung:

Prima

 

 

Temperatur

34°C

Gefahrene km:

365

 

 
Dienstag, 16.06.2015 (Tag 10) – In the heat of... Sedona
 

Nach einem leckeren Fruehstueck gehts um kurz vor acht schon wieder los. Ein kurzer Blick von der Terrasse des Fruehstuecksraumes ueber unseren Pool, dann machen wir uns auf den Weg! In den herrlichen Pool muessen wir heute aber unbedingt noch rein...

 

Ueber die Dry Creek Road erreichen wir gegen halb neun die Dirtroad 152 und bereits am Anfang lege ich mein Veto ein – hier werden wir heute definitiv nicht entlangfahren.

 

  

 

  

 

  

 

Leicht angesaeuert stellt Michael unseren SUV ab und wir laufen den Devils Bridge Trail vom Parkplatz aus los. Bereits nach wenigen hundert Metern sind wir durchgeschwitzt. Die Temperaturen haben die 30°C-Marke bereits wieder durchbrochen.

 

  

 

  

 

Als wir dann vom Trail wieder auf die Dirtroad einschwenken, sieht Michael sofort ein, dass wir gut daran getan haben, das Auto auf dem Parkplatz abzustellen. Die Strasse ist fuer normale Pkw und auch SUV nicht befahrbar. Nur mit einem Jeep oder Buggy macht es Sinn. Teilweise sind im Netz andere Informationen zu finden, doch dann muss sich die Strasse rapide verschlechtert haben. Also – Auto stehen lassen und gehen, auch wenn es schwer faellt.

 

  

 

  

 

 

Und die Strecke zieht sich… Bis zum hinteren „Buggy-Parkplatz“ laufen wir gute 45 Minuten, von hier sind es dann noch einmal knapp 30 Minuten bis zur Devils Bridge. Doch alle Anstrengungen lohnen sich, sobald man vor bzw. ueber diesem beeindruckenden Arch steht. Er ist einfach klasse.

 

  

 

  

 

  

 

 

 

Wir knipsen unsere Bilder und machen uns dann langsam auf den Rueckweg. Hier sind wir etwas schneller, da wir nicht mehr so viel fotografieren, trotzdem ist es bereits elf Uhr. Zweieinhalb Stunden waren mehr, als wir urspruenglich einkalkuliert hatten. Aber macht nichts! Eine Slideshow zum Devils Bridge Trail ist hier zu finden!

 

  

 

Wir steigen ins Auto und fahren den Oak Creek Canyon hinauf. An der grossen Bruecke, der Midgeley Bridge am Huckaby Trail, stoppen wir fuer ein paar Bilder...

 

  

 

...dann geht es weiter zu „Call oft he Canyon – West Fork of Oak Creek“. Der Trail hier ist sechs Meilen lang und landschaftlich voellig anders als der Devils Bridge Trail.

 

  

 

  

 

  

 

Wir wollen aber gar nicht allzu weit, nur geschaetzt eine knappe Meile laufen wir den Trail entlang, bis wir unser Ziel erreichen. Die Red Rock Secret Mountain Wilderness ist einfach der Hammer – die Landschaft wie gemalt (Slideshow West Fork of Oak Creek).

 

  

 

  

 

 

Gegen 13.00 Uhr sind wir dann nach einem kurzen Cappu-Stop am Slide Rock State Park angekommen. Der Parkplatz ist ueberfuellt und kostet ganze 20 Dollar. Wir drehen um und parken am Strassenrand. Ein kleiner Spaziergang und wir koennen von oben in den State Park blicken – jede Menge Menschen vergnuegen sich hier im Wasser. Gut, der geplante Spaziergang faellt fuer uns dann eben in selbiges und deswegen fahren wir weiter.

 

  

 

  

 

  

 

Noch einmal kehren wir zur Schnebly Hill Road zurueck. Wir spazieren einen Trail, und machen das, was wir gestern einfach nicht wirklich konnten: die Landschaft geniessen.

 

  

 

  

 

Und uns wundern, wie wir unser Auto ueberhaupt heil nach unten bringen konnten. Auf der letzten Meile sind dermassen grosse Felsen auf der Road, dass es fast unmoeglich erscheint, mit einem normalen SUV hier fahren zu koennen. Und prompt kommt uns ein PickUp Truck mit Plattfuss entgegen… Wir hatten echt Glueck gestern – das sieht sogar Michael ein!

 

  

 

  

 

Nachdem wir einige Zeit mit Bummeln verbracht haben, zieht es uns heute zu Picazzo’s Pizza. Hier waren wir schon 2011, und schon deswegen muessen wir wieder hierher zurueck. Ausserdem schmeckt uns die Piz hier echt gut…

 

  

 

  

 

Am Abend drehen wir bei mehr als dreissig Grad noch ein paar Runden im Pool, bevor wir gegen 23.00 Uhr erschoepft ins Bett fallen.

 

  

 

Hotel/Motel:

Arabella Hotel Sedona

Fruehstueck:

Ja

free WiFi:

Ja

Bewertung:

Prima

 

 

Temperatur

38°C

Gefahrene km:

90

 

 

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