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  Sand & Stones 2018 - Teil 4                                                       (Tag 10)   (Tag 11)   (Tag 12)  

 

Dienstag, 03.07.2018 (Tag 10) - Endlich Slot!

 

Trotz des langen Abends gestern stehen wir wieder um halb sieben auf und checken nach dem Fruehstueck aus. Heute geht es wieder ein Stueck weiter, kurz nach halb acht verlassen wir schweren Herzens Moab, auch wenn wir sicher sind, nicht das letzte Mal hier gewesen zu sein.

 

Noerdlich von Moab geht es auf die Interstate 70, der wir bis zur Abzweigung nach Hanksville folgen. Hier verlassen wir die I70 und folgen dem Highway fuer etwa 30 Meilen. Dann zweigt rechts die Strasse zum Goblin Valley State Park ab, unserem ersten Ziel fuer heute.

 

  

 

  

 

  

 

Um viertel nach neun erreichen wir den kleinen State Park, nach der Entrance Station geht es nur wenige hundert Meter weiter zu einem relativ grossen Parkplatz. Von dort fuehren ein paar hoelzerne Stufen hinunter in das Tal der Goblins.

 

Eigentlich sind die Goblins nichts anderes als kleine Hoodoos, die es hier zu hunderten – ach was – wohl eher tausenden gibt. Sie erinnern ein wenig an Pilze oder auch Kobolde - und daher kommt auch der Name Goblin Valley - Tal der Kobolde. Es fuehren hier keine Trails durch das Tal, man kann sich voellig frei bewegen und sich selbst die schoensten Ecken suchen.

 

  

 

 

  

 

  

 

Wir knipsen unsere Fotos und erkunden sogar zwei kleinere Hoehlen, die erste von beiden hat es uns sofort angetan. Ein Sonnenstrahl faellt schraeg in die Hoehle ein und erzeugt in der staubigen Luft einen wundervollen Beam. Wir helfen noch etwas nach und hoffen, dass er auf den Fotos gut zu sehen ist.

 

  

 

  

 

  

 

  

 

 

  

 

  

 
Eine Slideshow zum Goblin Valley State Park mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden.

 

Gegen halb elf verlassen wir das Tal bereits wieder, denn unser zweiter Tagesordnungspunkt wird etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Kurz vor der Einfahrt ins Goblin Valley zweigt rechts eine Teerstrasse ab, die zum Parkplatz des Little Wild Horse Canyons fuehrt. Wir haben eigentlich mit einer Gravel Road gerechnet… naja, so geht’s jedenfalls schneller.

 

  

 

Nach den Hinweistafeln am Parkplatz des Trailheads ist der Little Wild Horse der populaerste Hike der San Raphael Swell, allerdings auch ein durchaus anstrengender. Der Round Trip durch den Little Wild Horse Slot Canyon fuehrt auf einem acht Meilen langen Loop ueber den Bell Canyon wieder zurueck zum Parkplatz. Bei mittlerweile wieder mehr als 35°C kann das schon heftig werden.

 

Veranschlagt werden offiziell vier bis sechs Stunden fuer den Loop. Gut, denken wir uns, dann schaffen wir es sicher in unter vier Stunden. Wir starten genau um 11.00 Uhr unseren Hike, bis zur Weggabelung Little Wild Horse und Bell sind es 0,5 Meilen. Wir halten uns rechts und laufen in den Little Wild Horse. Sehr schnell wird aus diesem Canyon ein wundervoller Slot, der gar kein Ende zu nehmen scheint.

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

 

  

 

  

 

Klasse – so haben wir uns das vorgestellt. Es mag nicht ganz so schoen sein wie der Peek a boo und nicht ganz so spektakulaer wir der Spooky, dafuer ist er aber deutlich laenger. Das macht richtig Spass!

 

  

 

 

  

 

Nach zwei oder drei kleinen Klettereinlagen erreichen wir das Ende des Slots und laufen nun immer den Wash entlang. Die Strecke scheint in der Hitze kein Ende zu nehmen und nach genau zweieinhalb Stunden erreichen wir eine Hinweistafel, die uns sagt, dass wir erst die Haelfte geschafft haben. Na dann Prost Mahlzeit.

 

  

 

  

 

  

 
Eine Slideshow zum Little Wild Horse Canyon mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden.
 

 

 

  

 

  

 

 

  

 

  

 

Immer wieder suchen wir uns eine der wenigen schattigen Punkte unter einem Strauch oder nahe eines Felsen, um kurz zu rasten und viel zu trinken. Einmal mehr sind unsere Backpack-Cooler Gold wert. Endlich erreichen wir das obere Ende des Bell Canyon und sind froh, dass es nun wieder zurueck in Richtung Parkplatz geht.

 

Ein wenig komisch fuehlen wir uns hier draussen schon, denn andere Hiker haben wir nur in den ersten Minuten gesehen. Den kompletten Loop ist ausser uns niemand gelaufen, alle anderen drehen im Slot nach kurzer Zeit wieder um.

 

  

 

  

 

  

 

Der Bell Canyon ist deutlich weniger spektakulaer, nur kurze Passagen sind Slots. Die meiste Zeit ist es "nur" ein Canyon, der sicher auch richtig toll ist, aber nicht unbedingt zu den must-do’s zaehlt. Wir sind der Meinung, der Little Wild Horse ist die deutlich schoenere Alternative, also am besten hineinlaufen, soweit man moechte und dann umdrehen. Dann kann man ja immer noch von quasi von vorne in den Bell Canyon laufen, die schoensten Passagen sind von dort sowieso relativ nah.

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

Auf den letzten Metern haben wir noch viel Zeit gutgemacht, wir schaffen den kompletten Loop in vier Stunden 15 Minuten. Nicht ganz unser gestecktes Ziel, aber in der Hitze immer noch zufriedenstellend. Erschoepft fallen wir in unsere Autositze und stellen die Klimaanlage hoch. Tut das gut…

 

  

 

  

 

  

 

Wir fahren nun nach Hanksville, sind aber fuers Abendessen noch zu frueh dran. 18 Meilen nach Hanksville in Richtung Capitol Reef National Park liegt das kleine Rodeway Inn Caineville, mitten im Nirgendwo. Ausser dem Motel gibt es hier… Nichts!

 

  

 

Wir checken ein und gehen erstmal an den Pool. Das Wasser ist eiskalt, naja, fuer uns zumindest. Das Thermometer zeigt 24°C, fuer uns eher gefuehlte achtzehn. Trotzdem schwimmen wir ein paar Runden und kuehlen uns endlich etwas ab.

 

Um kurz nach sechs Uhr abends fahren wir die 18 Meilen zurueck nach Hanksville, wo wir bei Duke’s Slickrock Grill gegen sieben Uhr ein prima Dinner verdruecken. Das Essen ist richtig lecker und wirklich auch etwas Besonderes – die Burger sind Pretzel Buns – also so etwas wie Laugensemmeln (Laugenbroetchen). So gefaellt uns das.

 

 

  

 

  

 

  

 

  

 

Anschliessend tanken wir an einer echt urigen Tankstelle unseren GMC voll und kaufen in der Felsenhoehle der Tanke noch Eis fuer unsere Kuehlbox. Die Motelbesitzer haben sich netterweise bereit erklaert, unsere zwei Saecke Eis bis morgen einzufrieren, sonst muessten wir morgen frueh nochmal nach Hanksville zurueckfahren. Spaeter sitzen wir mit der Chefin noch vor dem Office und unterhalten uns ueber Hunde, Katzen, Sonnenuntergaenge und Sternenhimmel. Das letzte Bier gibt's dann direkt vor unserem Zimmer - mit Erlaubnis der Besitzer.

 

 

 

  

 

  

 

USA 2018-10StepMapUSA 2018-10

 

Faehrt man am Rodeway Inn vorbei, wuerde man nicht erwarten, dass man hier so gut unterkommt. Die Zimmer sind richtig prima und die Besitzer unglaublich nett. Sehr empfehlenswert! Vielleicht kommen wir hierher tatsaechlich nochmal zurueck.

 
Aber fuer heute ist es nun wirklich erstmal genug, wir sind echt muede und Michael ist ziemlich geschafft. Aber er hat Glueck, denn fuer morgen sind keine weiteren Hikes geplant!

 

 

  Hotel / Motel: Rodeway Inn Caineville
    Fruehstueck: Ja            

 

    free WiFi: Ja   Temperatur:   38°C    
    Aussen-Pool: Ja   gefahrene Kilometer:   322 km    
       
   

Bewertung:

 

Gutes Motel nahe dem Capitol Reef National Park, eigentlich etwas zu teuer. Aber da es das einzige vernuenftige Motel weit und breit ist, ist der Preis dann doch wieder ganz o.k. Wichtig: Fuer Lunch oder Dinner muss man bis ins 18 Meilen entfernte Hanksville fahren.

 

 

 

Mittwoch, 04.07.2018 (Tag 11) - Burr Trail

 

Um halb sieben stehen wir wieder auf und gehen fruehstuecken. Unser Eis ist auch noch da und so koennen wir unsere Kuehlbox wie gewohnt bis obenhin auffuellen. Die Besitzer sind richtig nett und unterhalten sich mit den Gaesten, ein Paar aus Phoenix und eine Familie aus Kanada erzaehlen uns ihre bisherigen Erlebnisse.

 

Vom Motel bis zur Abzweigung Notom Road sind es nur etwa zehn Meilen, genau am Eingang zum Capitol Reef National Park biegen wir in diese kleine Nebenstrasse ab. Sie fuehrt parallel zum National Park nach Sueden, ist zu Beginn geteert und wird etwas spaeter zu einer relativ gut befahrbaren Gravel Road. Die Strasse fuehrt bis zur Bullfrog Marina am Lake Powell – deswegen manchmal auch Notom Bullfrog Road genannt. Bis dorthin sind es 66 Meilen.

 

 

  

 

  

 

  

 

So weit wollen wir aber gar nicht. Unsere Fahrt auf der Notom Road endet bereits nach 34 Meilen. Nach etwa der Haelfte der Strecke fuehrt die die Gravel Road in den Capitol Reef National Park, ohne hier jedoch besondere Highlights zu bieten.

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

Wirklich interessant wird es tatsaechlich erst nach den bereits genannten 34 Meilen, denn hier zweigt rechts der Burr Trail ab. Und diese Gravel Road wollen wir schon lange fahren. Die landschaftlich tolle Strasse fuehrt von hier bis nach Boulder, bereits letztes Jahr hatten wir das auf dem Plan. Aber da wir bei den Lower Calf Creek Falls bzw. dem Devils Garden zu viel Zeit verbraucht hatten, mussten wir das verschieben. Das es nun so schnell klappt, das verpasste nachzuholen, freut uns ganz besonders.

 

Ein Grossteil des Burr Trail ist geteert, nur das Stueck innerhalb des Capitol Reef National Parks ist Gravel Road. Und die beginnt – wenn man von der Notom Road kommt – absolut spektakulaer. Die Burr Trail Switchbacks fuehren in Serpentinen den Berg hinauf und erinnern ein wenig an den Moki Dugway, den wir letztes Jahr gefahren sind. Allerdings ist die Landschaft hier nach unserer Meinung deutlich schoener.

 

  

 

  

 

 

 

  

 

  

 

Eine Slideshow zum Burr Trail und den Switchbacks im Bereich Capitol Reef National Park mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden.

 

Wir geniessen den tollen Ausblick und fahren dann bis zur Grenze des Capitol Reef National Parks. Unmittelbar im Anschluss daran beginnt bereits Grand Staircase-Escalante National Monument und die Strasse ist ab sofort wieder asphaltiert.

 

  

 

  

 

Wir erkunden noch einen Teil der Wolverine Loop Road, drehen aber nach etwa neun Meilen wieder um und stoppen dann am Deer Creek Campground fuer eine kleine Brotzeit.

 

  

 

  

 

Etwas spaeter fahren wir durch den traumhaft schoenen Long Canyon und erkunden den Singing Canyon. Der ist allerdings nur wenige Meter lang und deshalb sind wir einige Minuten spaeter auch schon wieder zurueck am Auto. Kurz vor Boulder verlassen wir das Grand Staircase-Escalante National Monument, das im Prinzip bis direkt an die Ortsgrenze heranreicht.

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

 

 

 

An der einzigen Tankstelle des kleinen Ortes treffen wir doch tatsaechlich das Paar aus Phoenix aus unserem Motel wieder, die uns gleich wieder von ihren Erlebnissen heute im Capitol Reef erzaehlen. Voellig aus dem Haeuschen sind sie aber erst dann, als wir ihnen von unserem Besuch des Apache Trails und der Ghost Town Goldfield erzaehlen – denn hier haben die beiden geheiratet. Zufaelle gibt’s…

 

Von nun an geht es ueber den grandiosen Scenic Byway 12 in Richtung Escalante. Die Hoehenstrasse - sofern man sie so bezeichnen moechte - fasziniert uns jedesmal wieder, der Rundumblick ist fantastisch. Allerdings entscheiden wir uns, die Fahrt dieses Mal ein wenig zu filmen und weniger zu fotografieren. Fuer Fotos haben wir - wenn alles nach Plan verlaeuft - die naechsten Tage auch noch Zeit. Unser naechster Halt ist dann – wie im letzten Jahr auch schon – das Kiva Koffeehouse.

 

  

 

  

 

 

 

  

 

Dort trinken wir schnell einen leckeren Cappu, dann fahren wir ein kleines Stueck zurueck zum Escalante River Trailhead unterhalb des Cafes.

 

Da wir die Lower Calf Creek Falls ja bereits letztes Jahr gemacht haben, haben wir uns fuer dieses Jahr den naheliegenden Escalante River Trail herausgesucht. Auch hier gibt es einiges zu sehen, und deswegen halten wir am Parkplatz an und laufen los. Weit kommen wir allerdings nicht, denn das Wasser ist so herrlich und das Flussbett schoen sandig, sodass wir beschliessen, einfach eine Zeitlang im Fluss entlang zu laufen. Echt klasse hier. Den Trail koennen wir ja die naechsten Tage immer noch gehen.

 

  

 

  

 

  

 

  

 

 

  

 

 

  

 

Um kurz nach halb vier erreichen wir dann Escalante, wo wir wieder im Circle D einchecken. Robert, der Besitzer oder Manager oder so, erzaehlt uns sofort wieder, dass die Deutschen nach den Amerikanern immer noch Rang zwei in seiner Besucherstatistik belegen. Als wir ihm allerdings erklaeren, dass wir das schon wissen, weil wir ja letztes Jahr schon hier waren, ist die Statistikstunde auch schon wieder um. Jedenfalls freut er sich, dass wir auch in diesem Jahr wieder hier sind.

 

  

 

  

 

Nach dem Ausladen unseres Gepaecks fahren wir noch zu einem kleinen Abstecher in den Escalante Petrified Forest State Park, wo eine deutschstaemmige Mitarbeiterin unseren Eintritt kassiert und uns auf Deutsch einiges ueber den kleinen Park erzaehlt. Er liegt direkt am Reservoir, hier kann man schwimmen gehen oder auch mal ein Paddelboot ausleihen. Wir entscheiden uns, nur den eine Meile langen Loop zu laufen, denn so langsam bekommen wir Hunger.
 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 
Eine Slideshow zum Escalante Petrified Forest State Park mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden.

 

USA 2018 11StepMapUSA 2018 11

 

Schliesslich gehen wir im Supermarkt ein paar Kleinigkeiten einkaufen, dann aber geht’s endlich zu Escalante Outfitters! Auf den Besuch dort haben wir uns schon lange gefreut. Denn die Pizza da ist ein Knueller. Uns hat es besonders die Calzone angetan, dick gefuellt mit allen, was man haben moechte. Spitze!

 

  

 

Den Abend lassen wir dann auf der Veranda des Circle D bei einem Bud ausklingen. Auch darauf haben wir uns in diesem Jahr bereits lange vorher gefreut. Oft sind es tatsaechlich auch mal die kleinen Dinge, die einen so richtig gluecklich machen.

 

  

 

 

  Hotel / Motel: Circle D Motel Escalante
    Fruehstueck: Nein            

 

    free WiFi: Ja   Temperatur:   35°C    
    Aussen-Pool: Nein   gefahrene Kilometer:   209 km    
       
   

Bewertung:

 

In Anbetracht der wenigen Motels in Escalante geht das Preis-Leistungsverhaeltnis des Circle D in Ordnung. Schon aelter, aber sauber. Ultraschnelles WiFi und nette "Veranda".

 

 

 

Donnerstag, 05.07.2018 (Tag 12) - Flashback 2017 + 1 = 3

 

Da unser Fruehstueckslokal hier im Circle D erst um halb acht oeffnet, hat mich Michael ueberreden koennen, heute mal eine halbe Stunde laenger zu schlafen. Das Fruehstueck ist lecker, da gehen wir morgen sicher auch wieder hin. Letztes Jahr hatten die da ja gerade keinen Koch, also mussten wir im Outfitters essen.

 

  

 

Bereits um halb neun erreichen wir etwa fuenf Meilen ausserhalb von Escalante die Hole in the rock road und folgen ihr wie vor einem Jahr (Flashback 2017) fuer fast exakt 26 Meilen. Gestern wurde uns erzaehlt, dass die Strasse zwar ein ziemliches Waschbrett ist, ansonsten aber in ganz gutem Zustand waere.

 

Leider koennen wir das so nicht bestaetigen. Waschbrett stimmt, aber es gibt auch fuerchterliche Loecher und gut eine Meile vor der Abzweigung zum Dry Fork Trail ist eine extrem tiefe sandige Stelle, an der jedes Kind seine helle Freude haette. Wie wir da wieder zurueckkommen sollen, wissen wir noch nicht so genau, denn dann geht’s da auch noch bergauf.

 

  

 

Letztes Jahr war die Hole in the rock road deutlich besser, gleiches gilt auch fuer den Weg zum Dry Fork Trailhead. Der hohe Felsen, der quer ueber die ganze Fahrbahn geht, ist so stark ausgefahren, dass man aktuell nicht darueber hinweg kommt. Aber man kann ihn wenigstens umfahren, was wir dann auch machen. Sogar ein Jeep und ein grosser Pickup waehlen die sichere Variante und nehmen die Umfahrung.

 

Trotz des schlechten Zustands erreichen wir den oberen Parkplatz – fuer den High Clearance absolut Pflicht ist – bereits kurz nach halb zehn. Wir packen unsere Kuehlrucksaecke bis obenhin voll und beginnen mit dem Abstieg. Wir haben im letzten Jahr schon beschlossen, irgendwann hierher zurueck zu wollen, um besonders vom Spooky mehr Fotos zu machen. Aber so schnell haetten wir das damals nicht erwartet.

 

  

 

  

 
Die Warnhinweise oben am Parkplatz sollte man durchaus ernst nehmen - immer wieder kommt es in diesem Gebiet zu Todesfaellen, weil Wanderer die Risiken nicht oder nicht ausreichend kennen, zu wenig Fluessigkeit dabei haben oder sich schlichtweg ueberschaetzen.
 

 

  

 

Wenn man von oben hinunter schaut, dann kann man den Zugang zum Peek a boo eigentlich schon ganz gut sehen - wenn man weiß, wo man hinsehen muss. Da wir immer wieder mal gefragt werden, hier eine kleine Hilfe. Erstmal der Blick auf den Trail ins Tal, dann wo welcher Slot liegt:

 

 

  

 

  

 

  

 

  

 

Fast genau im 10.00 Uhr stehen wir vor dem Eingang zum Peek a boo und machen uns gleich an den Aufstieg. Wir koennen unsere Freude heute kaum zuegeln, uns macht dieser Slot Canyon einfach nur Mega Spass.

 

 

  

 

  

 

Ein Vater aus Washington State und sein Sohn schliessen sich uns an, da sie nicht so genau wissen, wie sie in den Spooky kommen sollen. Auch ein junges britisches Paerchen folgt uns. Ja, dann spielen wir eben ein wenig Fremdenfuehrer.

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

 

 

Eine Slideshow zum Peek a boo mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden.

 

Am oberen Ende angekommen folgen wir den Cairns zum Eingang des Spooky Gulch, den wir sofort und ohne Probleme wieder finden. Der Weg in diesem Jahr ist sogar ein paar Meter kuerzer als letztes Jahr, da wir uns etwas weiter rechts halten und deswegen den Wash fast direkt am oberen Eingang des Spooky erreichen. Unser GPS haetten wir bisher nicht gebraucht, haben es aber zur Sicherheit immer dabei.

 

  

 

  

 

Dieses Mal nehmen wir uns zum Filmen und Fotografieren deutlich mehr Zeit in diesem fantastischen Slot Canyon, an einige enge Passagen koennen wir uns gar nicht mehr erinnern. Einfach klasse hier, wir lieben diesen Hike durch die beiden Canyons einfach. Wie eng es im Spooky zugeht, kann man hoffentlich auf unseren Fotos etwas erahnen.

 

  

 

  

 

  

 

  

 

Die Engstelle, durch die wir uns letztes Jahr durchgequetscht haben, sieht in diesem Jahr irgendwie etwas anders aus. Eigenartig, aber vielleicht gibt es ja zwei Moeglichkeiten, den Abstieg zu bewaeltigen und wir haben dieses Mal irgendwie einen anderen Weg entdeckt. Bei der Enge in diesem Slot Canyon ist das aber eigentlich eher unwahrscheinlich. Komisch... na, vielleicht hat einfach jemand die Steine anders hingelegt...

 

 

Egal - jedenfalls schaffen wir den Abstieg auch in diesem Jahr wieder relativ problemlos und erreichen danach die richtig enge Passage des Spooky, auf die wir uns schon besonders gefreut haben.

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

 

 

Schade, dass wir um halb zwoelf schon am unteren Eingang stehen und uns auf den Rueckweg zum Auto machen muessen.

 

Eine Slideshow zum Spooky Gulch mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden.

 

Als wir am Peek a boo wieder vorbeikommen, ueberlegen wir tatsaechlich kurz, ob wir die Runde in zweites Mal laufen sollen, da wir aber noch was anderes vorhaben, verwerfen wir diesen Gedanken wieder.

 

  

 

  

 

  

 

  

 

Den Dry Fork Slot Canyon lassen wir in diesem Jahr aus, den haben wir letztes Jahr mehr als ausgiebig fotografiert und so koennen wir heute noch etwas Neues mit einbauen. Aber auf unserer kleinen Karte von den drei Slot Canyon, die hier liegen, ist er natuerlich mit drauf:

 

 

Um viertel nach zwoelf sind wir zurueck am Auto und fahren die Hole in the rock road zurueck in Richtung Escalante.

 

Auf halber Strecke ist ein Volvo liegen geblieben, der offensichtlich eines der grossen Schlagloecher nicht vertragen hat. Sieht irgendwie nicht mehr richtig gut aus. Unsere beiden Mit-Hiker aus Washington leisten Hilfe und erzaehlen uns, dass sie bereits Hilfe gerufen haben und die Liegengebliebenen mitnehmen nach Escalante. Der Abschleppwagen soll dann das Auto bergen. Prima, dann koennen wir ja weiter.

 

Etwa acht Meilen vom Beginn der Dirt Road entfernt oder 18 Meilen vom Abzweig zur Dry Fork Road zurueck kommt ein Cattle Guard mit einem relativ grossen Parkplatz unmittelbar links davor bzw. natuerlich rechts danach, wenn man von Escalante kommt. Hier stoppen wir und packen erneut unsere Kuehlrucksaecke.

 

  

 

Es ist nun viertel nach eins und wir haben zwischenzeitlich 38°C erreicht, was unseren nun anstehenden Hike nicht leichter macht. Hier gibt es kaum Schatten, trotzdem wollen wir die Tour in Angriff nehmen.

 

  

 

  

 

  

 

  

 

Am Ende des Trail, fuer den wir ca 75 Minuten brauchen, liegt der Eingang zum Zebra Slot Canyon. Dieses Mal kommt unser GPS tatsaechlich zum Einsatz, denn in dieser Hitze wollen wir keine unnoetigen Umwege nehmen. Wir finden den Zugang auf Anhieb und zwaengen uns durch den extrem engen Canyon, der an einer Stelle sogar ein klein wenig Kaminklettern von uns verlangt.

 

  

 

  

 

  

 

  

 

Der Slot endet fuer uns an einer Stelle, die wir nicht mehr erklettern wollen, allerdings sieht es so aus, als waere er an dieser Stelle sowieso bereits kurz vor dem Ende. Den besten Teil des Zebra Slot Canyons haben wir vermutlich gesehen. Also beschliessen wir, jetzt umzudrehen und uns auf den Rueckweg zu machen.

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

  

 

 

 

Das erste Stueck vom Canyon weg ist sehr sehr sandig und kostet doch einiges an Kraft. Den kleinen Abstecher zum ganz in der Naehe liegenden Tunnel Slot Canyon streichen wir aus diesem Grund heute komplett, er soll zwar auch ganz nett sein, aber noch kuerzer und deswegen koennen wir das heute ganz gut verschmerzen. Auch den kurzen Abstecher zu den Moqui Marbles verschieben wir auf ein anderes Mal. Zwei Gruende mehr, wieder nach Escalante zu kommen…

 

Auf dem Rueckweg liegen zwei weitere Hiker im Schatten der Felsen und machen Pause. Wir erschrecken ein wenig, denn die Frau sieht nicht gut aus. Sie ist stark uebergewichtig und bekommt kaum Luft, ihr Kopf ist feuerrot. Wir fragen, ob sie Hilfe brauchen, aber angeblich waere alles in Ordnung. Sie wollen nun doch nicht zum Slot, sondern machen dann lieber wieder kehrt. Der Weg zurueck zum Wagen dauert ca. 30 Minuten, Schatten gibt’s dann kaum mehr. Hoffentlich kommen die beiden gesund zurueck.

 

Wir erreichen unseren GMC gegen 16.30 Uhr und sind froh, nun die Klimaanlage einschalten zu koennen. Vormittags haben sich wenigstens noch ab und zu mal Wolken vor die Sonnen geschoben, nun am Nachmittag haben sie leider einen grossen Bogen um sie gemacht. Egal, wir sind froh, wenigstens den Zebra gesehen zu haben.

 

  

 

  

 

Eine Slideshow zum Zebra Slot Canyon incl. Trailhead mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden.

 

Alles in allem fuehlen wir uns in unserer Meinung bestaetigt: die beiden schoensten Slot Canyon im Suedwesten, die wir bisher gesehen haben, sind Peek a boo und Spooky Gulch. Moegen die Farben im Antelope fuer Fotografen vielleicht etwas kraeftiger, die Muster in den Felsen des Zebra etwas schoener und der Little Wild Horse viel laenger sein - fuer uns steht eben mehr das Erleben im Vordergrund. Uns gefallen Peek a boo und Spooky so gut, dass wir heute schon darueber gesprochen haben, irgendwann wieder hierher zu kommen, um eine weitere Runde durch beide zu drehen.

 

Kaum vom Parkplatz aus gestartet steht ein grosser SUV, dem doch tatsaechlich ein Reifen geplatzt ist. Die Familie hat das ganze Auto leer geraeumt, um an den Ersatzreifen zu kommen. Nur wenige Meter weiter kommt dann auch endlich der Abschleppwagen fuer den Volvo, der sich ganz schoen Zeit gelassen hat.

 

Nachdem ich an der Tankstelle einen Kaffee und ein Eis mitgenommen habe, fahren wir zurueck zu unserem Motel. Nach dem Duschen gehen wir heute ins Circle D Restaurant zum Abendessen und sind begeistert. Das New York Sirloin Steak, das Michael isst, schmeckt fantastisch, mein Chicken Club Sandwich ist ebenfalls richtig lecker.

 

  

 

  

 

USA 2018 Map10StepMapUSA 2018 Map10

 

Den Abend verbringen wir wieder auf der Veranda vor unserem Zimmer mit einem kuehlen Bud. Genau so haben wir uns das vorgestellt… einfach klasse.

 

 

  Hotel / Motel: Circle D Motel Escalante
    Fruehstueck: Nein            

 

    free WiFi: Ja   Temperatur:   38°C    
    Aussen-Pool: Nein   gefahrene Kilometer:   106 km    
       
   

Bewertung:

 

In Anbetracht der wenigen Motels in Escalante geht das Preis-Leistungsverhaeltnis des Circle D in Ordnung. Schon aelter, aber sauber. Ultraschnelles WiFi und nette "Veranda".

 

 

 

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