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Rock the Keys 2019Teil 1Teil 2

  Rock the Keys 2019 - Teil 2

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Mittwoch, 06.11.2019 (Tag 4) - Biketour & Speedboats

 

Obwohl es auch heute erst wieder um halb neun Uhr Fruehstueck gibt, verlassen wir das Avalon bereits um kurz vor sieben Uhr – nicht, ohne uns vorher eine Tasse Kaffee in der Lobby mitzunehmen. Der Kapselautomat hier steht allen Gaesten 24 Stunden zur Verfügung.

 

Wir gehen ein paar Schritte – im Prinzip nur einen Block weit und einmal ums Eck – und schon stehen wir vor dem Southernmost Point. Das Licht ist um diese Uhrzeit zwar nicht ideal, dafuer ist man aber ganz alleine.

 

Southernmost Point

 

Der Southernmost Point gilt als suedlichster Punkt der kontinentalen USA. Die Betonung liegt hier auf dem Woertchen „gilt“, denn Key West ist ja eine Insel und deswegen kann der suedlichste Punkt des amerikanischen Festlands hier eigentlich gar nicht liegen. Genau genommen befindet sich dieser Punkt im Everglades National Park irgendwo beim kleinen Ort Flamingo.

 

Es kommt aber noch besser. Selbst wenn man vergisst, dass Key West eine Insel ist, wuerde der Southernmost Point nicht an dieser Stelle liegen. Dieser befindet sich naemlich dummerweise genau auf dem Gelaende des nebenan liegenden Stuetzpunktes der US Navy und damit auf einem fuer Touristen absolut gesperrten Gelaende.

 

Wuerde man alle Inseln der Keys mit einbeziehen, dann wuerde der Southernmost Point gar nicht auf Key West, sondern etwa 10 Meilen entfernt auf Balast Key liegen. Und wenn man nun alle Bundesstaaten mit einrechnen wuerde, dann liegt der Southernmost Point der USA sowieso auf Hawaii.

 

   

Definieren wir die Boje eben einfach mal als den "suedlichsten fest mit dem amerikanischen Festland verbundenen Punkt auf oeffentlich zugaenglichem Gelaende!"

 

Aber egal wo der Southernmost Point jetzt tatsaechlich liegen mag, die Boje am Ende der Whitehead Street, Ecke South Street hat sich zu einem absoluten Touristenmagneten entwickelt. Tagsueber hat man so gut wie keine Chance, hier in Ruhe einige Fotos machen zu koennen. Es bilden sich in der Regel lange Schlangen und nach zwei, drei Bildern sind schon die naechsten an der Reihe.

 

So hat sich der Southernmost Point zu der zweitmeist fotografierten Touristenattraktion von Florida gemausert. Nur ein Objekt wird haeufiger abgelichtet: Cinderella Castle in Disneys Magic Kingdom in Orlando.

 

An dieser Stelle stand bis zum Jahr 1982 ein Holzschild, auf dem zu lesen war: der suedlichste Punkt der suedlichsten Stadt der USA, Key West Fla. Erst im Jahr 1983 wurde die 3,66 Meter hohe Betonboje errichtet und bemalt.

 

 

   

Bisher hatten wir den Southernmost Point noch nie ganz fuer uns alleine. Dazu sollte man wirklich sehr frueh hier sein, dann kann man sich fuer seine Fotos auch entsprechend Zeit lassen und darf auch ein wenig Unsinn machen, ohne den Unmut anderer auf sich zu ziehen.

 

Und so nutzen wir die Gelegenheit und machen viele viele Bilder der Boje, die uebrigens in ganz neuem Glanz vor uns steht.

 

Hurricane Irma hat den Southernmost Point vor zwei Jahren stark beschaedigt und so musste dieser danach etwas ausgebessert und neu bemalt werden. Jetzt ist die Aufschrift wieder wunderbar lesbar, neben Southernmost Point Continental USA steht dort auch noch The Conch Republik, 90 Miles to Cuba und Key West, FL – Home of the sunset.

 

Sowohl die Aufschrift 90 Miles to Cuba als auch Home of the sunset waren auf der urspruenglichen Boje 1983 nicht zu finden, beides kam erst spaeter hinzu. Bei meinem ersten Besuch hier 1995 hat Home of the sunset zwar noch gefehlt, ansonsten waren die Unterschiede zu heute aber eher gering.

 

 

   
(1995) (2019)
 

 

Hartnaeckig halten sich auch Geruechte, man koenne an klaren Tagen von hier aus tatsaechlich Cuba sehen. Das ist schon aufgrund der Erdkruemmung nicht moeglich, dazu muesste man viel hoeher stehen. Ohne Hochhaus mit 45 bis 50 Stockwerken (mehr als 170 Meter) wird das also nix.

 

Hier gibt es uebrigens seit einiger Zeit auch eine offizielle Webcam, sodass unsere lustigen Fotos moeglicherweise gar nicht so unbeobachtet geblieben sind.

Gut, dass wir keine FKK-Fans sind...   

 

 

 

 

(Link zur offiziellen Webcam des Southernmost Point)

 

   

 

Sogar hier am Southernmost Point laufen Huehner umher. Sie sind ueberall in den Strassen von Key West zu finden und werden von den Einheimischen „Gipsy Chicken“ genannt, was soviel heisst wie „Zigeunerhuehner“.

 

Die Gipsy Chicken verkoerpern Key West wie kaum etwas anderes – sie sind farbenfroh, etwas wild und verrueckt, historisch, ein wenig laut und manchmal etwas nervig. Sie stolzieren durch die Strassen, manchmal sogar durch die Geschaefte und so mancher Hahn kraeht zu jeder Tageszeit.

 
   

Die Huehner wurden vor Jahrzehnten von Einwanderern mit nach Key West gebracht, die Eier und die Huehner selbst dienten als Nahrungsquelle. Die Haehne wurden auf den meist durchaus grausamen Hahnenkaempfen eingesetzt, doch dieses Spektakel wurde irgendwann verboten.

 

So wurde das bunte Federvieh einfach freigelassen und lebt seitdem in den Strassen von Key West. Die Population ist ueber Jahrzehnte so stark gewachsen, dass sie seit 2004 staatlich reguliert werden muss. Obwohl in manchen Jahren mehr als 1.000 Huehner gefangen und zu Farmen nach Zentralflorida abtransportiert werden, sind sie immer noch ueberall zu finden.

 

Man hat uns auch erzaehlt, dass man die kleinen Kueken bitte niemals anfassen soll, denn dann werden sie von ihrer Mutter entweder verstossen oder sogar getoetet. Natuerlich halten wir uns an diesen Rat, wir beschraenken uns wie immer nur auf Bilder.

 

Nach Hurricane Irma wurde schon befuerchtet, dass alle Gipsy Chicken und auch die Leguane ums Leben gekommen waeren, doch ein paar Tage spaeter waren alle wieder da. Leguane haben wir allerdings dieses Jahr noch gar keine gesehen.

   

   

 

Nachdem wir unsere ausgiebige Fotoorgie hier am Southernmost Point beendet haben, spazieren wir noch ein wenig in der naeheren Umgebung umher. "Southernmost Beach Resort" ist an sehr vielen Haeusern hier zu lesen, man hat den Eindruck, denen gehoert hier fast das ganze Viertel.

 

Am Ende der Duval Street liegt der Duval Pocket Park mit einem netten kleinen Beach. Das Wasser ist herrlich warm, selbst um diese Uhrzeit und noch ohne waermende Sonnenstrahlen wuerden Luft- und Wassertemperatur fuer ein ausgiebiges Bad ausreichen. Doch langsam macht sich der Hunger bemerkbar und so machen wir uns auf den Rueckweg zum Avalon.

 
   

   

   
   
   
   
   
   

 

Da Sabrina und Holger noch nicht da sind, haben wir noch Zeit fuer ein paar Fotos des Poolbereichs bei Tageslicht, aber dann gibt es Fruehstueck. Auch heute ist es wieder ausgesprochen lecker, die warmen Gerichte des Buffets scheinen taeglich leicht zu variieren.

 
   

   

 

Nach dem Essen schwingen wir uns auf unsere Fahrraeder und starten kurz vor zehn Uhr in Richtung Key West Cemetery. Der relativ grosse Friedhof darf sogar mit dem Fahrrad befahren werden und so radeln wir fast das gesamte Gelaende ab, um die Graeber zu besichtigen.

 

 
   

 

So manches ist hier etwas anders, als man es von deutschen Friedhoefen gewohnt sein duerfte. Neben den oberirdisch liegenden Grabstellen, die stellenweise leider in erschreckend schlechtem Zustand sind, sieht man hier auch mal Angehoerige, die im Klappstuhl sitzend Zeit neben den Graebern verbringen – fast wie in einem Kleingarten.

 
   

   

 

Andere Graeber werden zu Halloween geschmueckt und einige haben durchaus humorvolle Inschriften. Diese haben wir bei unserem letzten Besuch leider nicht gefunden, in diesem Jahr allerdings haben wir etwas mehr Glueck. Wenigstens zwei dieser Grabstellen, die direkt nebeneinander liegen, entdecken wir fast am aeussersten Ende des Friedhofs.

 
 

   

 

Danach geht es ueber die Margaret Street zur Flagler Station. Hier, am Ende der Margaret Street am Ferry Terminal, startete von sieben Jahren auch unsere Tour zu den Dry Tortugas (klick) und da die Ticketschalter noch immer hier sind, duerfte das auch heute noch so sein. Auch wenn wir die Yankee Freedom, die Faehre dorthin, heute nirgendwo liegen sehen.

 
   

   

   
 
   
   
 
   
   

Quelle: Leaflet | Map data © OpenStreetMap contributors, powered by MapSurfer.NET

Kartenmaterial: OpenStreetMap, Routenerstellung mit OpenRouteService, Lizenz CC BY-SA 4.0

 

Nun schieben wir unsere Raeder an der Uferpromenade entlang und landen so automatisch wieder an der gleichen Stelle, an der wir gestern den Hai gesehen haben. Und siehe da – er dreht hier noch immer seine Runden. Es scheint wohl sein zuhause zu sein… oder wenigstens sein bevorzugtes Jagdrevier.

 

   

   

 

Ueber den Sunset Pier, an dem heute wegen dem Weltmeisterschaftslauf der Speedboote die Hoelle los ist (weswegen wir dann auch nur ganz kurz bleiben), geht es weiter zum Mallory Square.

 

 
   

   
 
   
 
   
 

 

Da auch hier jede Menge Menschen an der Uferpromenade stehen, um die Boote vorbeirasen zu sehen, bleiben wir auch fuer einige Minuten hier. Wir sind jetzt zwar keine Fans, aber so etwas sieht man ja schliesslich auch nicht alle Tage. Und wie es der Zufall will, drehe ich gerade in dem Moment eine kurze Filmsequenz, als es zum wohl spektakulaersten Unfall dieses Renntages kommt.

 

   

   

   
   
   
   
   
 

 

Eine Slideshow zur 39. Super Boat World Championship 2019 in Key West mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden.

 

Nachdem wir uns vergewissert haben, dass es den Piloten auch wirklich gut geht, verlassen wir den Mallory Square und laufen durch den Sculpture Garden zurueck zu unseren Fahrraedern. Anschliessend radeln wir zum Little White House von Praesident Harry S. Truman, das heute ein Museum ist. Interessiert uns jetzt nicht ganz so, deswegen stoppen wir nur fuer ein paar Fotos.

 

   

   

   
   
   
 

 

Ein kleines Stueck weiter liegt der Fort Zachary Taylor Historic State Park. Hier – noch vor dem Eingang – ist so etwas wie die Basis der Rennteams. Ueberall stehen die LKW’s der Teams und riesige Bootsanhaenger mit Speedbooten darauf. Wir radeln einmal ueber das Gelaende und haben so die Moeglichkeit, diese PS-Monster einmal aus allernaechster Naehe zu begutachten.

 

   

   

   
   

 

Dann aber machen wir erstmal halt am Strand des State Parks. Sabrina, Sylvia und ich springen ins Wasser, waehrend Holger das Fotografieren uebernimmt. Der Beach ist heute viel besser besucht als 2016, da waren wir hier nahezu alleine unterwegs.

 

 

   

   

 

Nachdem wir genug im Wasser geplanscht haben, staerken wir uns im Imbiss mit einer Kleinigkeit und besichtigen im Anschluss Fort Zachary Taylor. Hier sehen wir dann endlich auch jede Menge Leguane, die sich allerdings gewohnt schuechtern verhalten. Fotos aus der Naehe sind da gar nicht so einfach.

 

   

   

   
   
   
   

 

Wir bummeln einmal durch das Fort und sehen vom Dach aus noch einmal den Speedbooten bei ihren Rennen zu. Dann steigen wir wieder auf unsere Fahrraeder und verlassen den State Park.

 

   

   

   
   
   
   
   
   

 

Eine Slideshow zum Fort Zachary Taylor Historic State Park mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden.

 

Da es bereits nach 16.00 Uhr ist, radeln Sabrina und Holger zurueck zu Fury Water Adventures und geben ihre Raeder ab, waehrend Sylvia und ich noch ein wenig durch die Souvenirgeschaefte bummeln. Dann aber geben auch wir unsere Bikes ab und laufen zurueck zum Avalon.

 

 

   

 

Nachdem wir uns unter der Dusche das Salzwasser abgewaschen haben, treffen wir uns gegen halb sieben wieder mit Sabrina und Holger auf dem Balkon fuer eine kurze Lagebesprechung. Na gut – fuer ein Bier – aber besprochen haben wir auch was…

 

 

Abendessen gibt es wieder im Hard Rock Cafe, im Anschluss bummeln wir auf der Suche nach der besten Live-Band wieder durch die Bars von Key West. Nachdem uns die Musik in der Bull & Whistle Bar am besten gefaellt, verbringen wir den Rest des Abends hier. Der Saenger kommt uns bekannt vor – gestern war er noch mit der Marshall Morlock Band unterwegs, heute sind sie nur zu dritt und spielen eine voellig andere Musikrichtung.

 

   

   

 

 

Nachdem unser Sommerurlaub ja schon Rock on 2019 heisst, haben wir uns ueberlegt, ob wir die Woche in Florida nicht doch noch umbenennen wollen. Dann brauchen wir aber auch eine neue... Geste.

 

Ja, so kennen wir das. Das passt...

Mal was anderes versuchen?

Nö - gefaellt uns irgendwie nicht!

Na gut, dann eben doch Rock the keys...

 

Wieder wird es weit nach Mitternacht, bis wir zurueck im Avalon sind und muede in unsere Betten fallen. Auch der heutige Tag war wieder ein Tag mit dem Praedikat: Absolut klasse!

 

Eine kleine Uebersicht, wo welche von uns besuchte Bar liegt, wollen wir aber noch nachreichen:

 

Quelle: Leaflet | Map data © OpenStreetMap contributors, powered by MapSurfer.NET

Kartenmaterial: OpenStreetMap, Routenerstellung mit OpenRouteService, Lizenz CC BY-SA 4.0

 

Eine Slideshow zu Key West mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden.

 

Und weil es uns in Key West so besonders gut gefaellt, haben wir fuer diese kleine Stadt eine eigene Seite zusammengestellt. Dort sind noch einmal viele Informationen zu finden - viel Spass beim Stoebern (klick).

 

 

  Hotel / Motel: Avalon Bed & Breakfast
    Fruehstueck: Ja            

 

    free WiFi: Ja   Temperatur:   32°C    
    Aussen-Pool: Ja   gefahrene Kilometer:   00 km    
       
   

Bewertung:

 

Unser allererstes Bed & Breakfast ueberhaupt. Die Lage an der Duval Street ist genial, die Zimmer sind prima und das Fruehstueck absolut klasse. Wuerden wir sofort wieder buchen!

 

 

 

Donnerstag, 07.11.2019 (Tag 5) - We're goin' to Miami...

 

Da das Fruehstuecksbuffet immer bereits etwas frueher aufgedeckt war, treffen wir uns heute bereits um 8.15 Uhr zum Fruehstuecken. Noch einmal geniessen wir das leckere Fruehstueck, dann raeumen wir unser Zimmer und verlassen etwas schweren Herzens das Avalon.

 

Nach wenigen Minuten stoppen wir gegen halb zehn Uhr schon wieder, weil wir bei Publix in Key West noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen muessen. Zufaellig entdecken wie die neue Zimt-Coke - die muessen wir doch gleich mal ausprobieren.

 

 

 

Dann aber fahren wir ueber den Overseas Highway zurueck in Richtung Festland. Unser erster geplanter Stopp ist auf Big Pine Key im National Key Deer Refuge. Direkt am Hwy 1 wurde ein nagelneues Visitor Center errichtet, doch da wir ja 2016 bereits im alten Visitor Center waren (klick), sparen wir uns den Besuch und fahren direkt in den Park.

 

Noch bevor wir das Blue Hole erreichen, sehen wir zwei Key Deers, jedoch ohne Fotos machen zu koennen. Schade – naja, das naechste Mal dann vielleicht.

 

   

   

 

Am Blue Hole leben eine handvoll Alligatoren, die heute allerdings leider ausgeflogen sind. Ein freiwilliger Parkhelfer steht an einem Aussichtspunkt mit einigen Flyern und Broschueren und beantwortet Fragen der Besucher.

 

Die Informationen, die wir von ihm bekommen, machen uns ein wenig traurig. Noch vor drei Jahren haben wir erzaehlen koennen, dass sich nach dem Bau des Schutzzaunes entlang des Hwy 1 der Bestand der Key Deers bei deutlich mehr als 800 Exemplaren stabilisiert hat, ein knappes Jahr spaeter zaehlte man sogar ueber 900 Exemplare.

 

Dann kann Irma… der Hurricane hat 2017 mehr als 150 Key Deers getoetet, und als ob das nicht schon schlimm genug waere, haben sich einige Key Deers einen gefaehrlichen Parasiten eingefangen, der weitere ca. 150 Tiere toetete.

 

So geht man aktuell von einem Bestand von 600 bis 650 Tieren aus, also etwa ein Drittel weniger als noch vor zwei Jahren. Ein herber Rueckschlag fuer die Schutzbemuehungen um das Key Deer.

 

Es werden auch trotz Schutzzaun noch immer Tiere ueberfahren, denn einige besonders schlaue Touristen fuettern die relativ zutraulichen Tiere aus dem Auto heraus. Keine gute Idee… Die Folge ist, dass die Tiere die Angst vor Autos verlieren und so immer wieder direkt in die Fahrzeuge hineinlaufen.

 

Wollen wir hoffen, dass sich der Bestand in den naechsten Jahren wieder erholen kann und das Key Deer weiterhin auf Big Pine Key zu finden sein wird.

 

 

Nachdem keine Alligatoren hier am Blue Hole zu sehen sind, kommt Sylvia auf die Idee, dass wir eigentlich genug Zeit haetten, um einen Abstecher zum Anhinga Trail zu machen. Dort ist schliesslich ein Hot Spot fuer Alligatorbeobachtungen, und da wir von unserem Sommerurlaub ja den America the beautiful annual Pass dabei haben, kostet uns der Eintritt in den Everglades National Park keinen mueden Dollar. Der Vorschlag ist klasse und wir sind alle dafuer, dort einen zusaetzlichen Stopp einzulegen.

 

Vorbei am Bahia Honda State Park passieren wir gegen halb zwoelf wieder die Seven Miles Bridge. Die alte Bruecke wird uebrigens gerade aufwaendig restauriert, die Stahltraeger bekommen eine relativ auffaellige blaue Lackierung verpasst. Vermutlich werden die Arbeiten das gesamte etwa drei Kilometer lange Teilstueck von Vaca Key bis Pigeon Key beinhalten, sicher sind wir da aber nicht.

 

   

   

   
   
   
   
   

 

Auf Vaca Key halten wir am Sunset Grill fuer einige Fotos. Auch hier waren wir bereits vor drei Jahren, der grosse Holzstuhl ist noch immer da, wenn auch nicht ganz an der gleichen Stelle.

 

   

   

 
   
   

 

Nachdem wir bei Annes Beach wieder keine Iguanas sehen...

 
   

 

...halten wir uns hier nicht lange auf und fahren weiter zum Midway Cafe. Wie der Name schon vermuten laesst, liegt es genau in der Mitte!

 

Von hier sind es 80 Meilen nach Miami und auch nach Key West. Das Cafe selbst ist wirklich richtig huebsch eingerichtet und auf jeden Fall einen kurzen Stopp wert.

 
 

   

 

Neben richtig gutem Kaffee gibt es hier auch den beruehmten hausgemachten Key Lime Pie, den Sabrina und Holger dann auch gleich mal versuchen. Ihr Urteil: Absolut Klasse! Sollte man mal probieren.

 
   

   

 
   

 

Gegen halb zwei verlassen wir das Midway Cafe und fahren ein kleines Stueck weiter bis nach Key Largo. Hier liegt die African Queen, das Dampfboot aus dem gleichnamigen Film aus dem Jahr 1951 mit Humprey Bogart und Katharine Hepburn. Und – es ist kein Nachbau, sondern tatsaechlich das Original aus dem Film.

 

Im Jahr 2012 wurde es umfassend restauriert, seitdem wird es als Touristenboot benutzt. Wir haben Glueck und das kleine Boot ist gerade tatsaechlich hier. Wir bleiben aber nicht sehr lange, denn der Everglades National Park wartet auf uns.

 
   

 

   

 

Kurz nach zwei Uhr sind wir schon wieder unterwegs und verlassen bald darauf die Keys. Ein wenig traurig, dass wir schon wieder zurueck sind, sind wir schon, aber die Freude auf die Everglades mit der Aussicht, Alligatoren zu sehen, gleicht das gluecklicherweise wieder etwas aus. Kurz vor drei erreichen wir den Park, wo wir am Welcome Sign natuerlich fuer unsere obligatorischen Fotos stoppen.

 

 

Eine viertel Stunde spaeter laufen wir den Anhinga Trail entlang und werden bitter enttaeuscht. Keine Alligatoren. Obwohl wir zu viert die Augen offenhalten, finden wir erstmal gar nichts.

 

Die relativ grossen Wasserflaechen sind fast vollstaendig mit Seerosen zugewachsen, was zwar recht nett aussieht, aber das Auffinden von Alligatoren nahezu unmoeglich macht. Als wir auf den Stegen entlanglaufen, macht sich schon fast so etwas wie Frustration breit.

 
   

   

   

 

Sylvia entdeckt schliesslich wenigstens einen einzigen einsamen Alligator, kein besonders grosses Exemplar, aber besser als gar nichts. Trotzdem sind wir ein wenig enttaeuscht ueber die Ausbeute. Schliesslich haben wir hier schon so einige beeindruckende Tiere gesehen.

 
   

   

   
   
   

 

Es hilft nichts, wir muessen weiter. Eine Slideshow zum Anhinga Trail im Everglades National Park mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden. Viele weitere Info's und Links zu allen Slideshows gibt es auch auf unserer eigenen Everglades-Seite *klick*.

 

Es geht zurueck nach Florida City und dort zu einer wunderschoen bemalten Wand, im Prinzip das Welcome Sign von Florida City – ein klasse Fotostopp. Das Motiv hat Sylvia bereits auf dem Weg nach Key West vor ein paar Tagen entdeckt und da wollte sie unbedingt noch stoppen. 

 
   

 

Kurz darauf halten wir im Florida Keys Outlet Center am Hwy 1. Die kleine Outlet hat nur relativ wenige Geschaefte und da wir auf dieser Reise eigentlich keine Klamotten kaufen wollten, weil wir uns im Sommer ja schon eingedeckt hatten, brauchen wir nicht allzu lange.

 

Auch Sabrina und Holger sind sehr schnell fertig, vermutlich hat uns alle der einsetzende Hunger angetrieben. Es ist bereits halb acht Uhr abends, als wir im Outback Steakhouse auf einen Tisch warten.

 

Das Warten lohnt sich im Outback eigentlich immer. Unser Essen schmeckt wieder einmal grandios, auch Sabrina und Holger sind begeistert. Vermutlich sind sie aber einfach froh, dass wir sie nicht wieder ins Hard Rock Cafe geschleppt haben…

 

 

 

Nach dem Essen muessen wir noch ein kleines Stueck bis zu unserem Hotel in Miami Beach fahren. Es ist bereits nach halb zehn Uhr abends, als wir im Avalon einchecken. Nein, das ist kein Schreibfehler, auch unser Hotel in Miami Beach heisst Avalon.

 

Es liegt direkt am Ocean Drive gegenueber des Lummus Parks und hat nichts mit dem Bed & Breakfast in Key West zu tun. Die heissen nur eben zufaellig gleich. Wir kennen dieses Hotel ja bereits von unserer 2016er Reise, damals waren wir ausgesprochen zufrieden.

 

Der Check In geht flott, unsere Zimmer liegen auf der zweiten und fuenften Etage. Nachdem wir unser Gepaeck verstaut haben, treffen wir uns wieder mit Sabrina und Holger und laufen ueber den Ocean Drive hinauf bis zu Fat Tuesday. Schliesslich brauchen wir ja eine kleine Staerkung fuer den langen Weg…

 

   

   

   
   

 

Am Royal Palm Hotel machen wir kehrt und schlendern wieder zurueck, vorbei an den Art Deco Gebaeuden bis zum Clevelander. Dort bruellt uns laute Musik entgegen und die Stimmung ist klasse. Da bleiben wir…

 
   

   

 

Der Cocktail im Krug, den wir uns teilen, ist mir leider zu bitter, deswegen weiche ich auf einen anderen aus. Der ist dann schon eher mein Geschmack, die anderen freuts… mehr fuer sie! Obwohl wir alle schon ziemlich muede sind, haben wir jede Menge Spass und halten erstaunlich lange durch.

 
   

   

   
 
   

 

Erst nach ein Uhr nachts sind wir zurueck auf unseren Zimmern und fallen muede in die bequemen Betten.

 

Quelle: Leaflet | Map data © OpenStreetMap contributors, powered by MapSurfer.NET

Kartenmaterial: OpenStreetMap, Routenerstellung mit OpenRouteService, Lizenz CC BY-SA 4.0

 

 

  Hotel / Motel: Avalon Miami Beach
    Fruehstueck: Ja            

 

    free WiFi: Ja   Temperatur:   32°C    
    Aussen-Pool: Nein   gefahrene Kilometer:   346 km    
       
   

Bewertung:

 

Auch in diesem Hotel waren wir bereits - und wir wollten unbedingt wieder her. Auch wenn die Zimmer etwas aelter sind, ist alles absolut sauber und gepflegt. Die Lage ist sowieso unschlagbar.

 

 

 

Freitag, 08.11.2019 (Tag 6) - Hangin' out at Wet Willie's...

 

Nachdem es gestern doch deutlich spaeter wurde, als urspruenglich erwartet, haben wir fuer heute keine festen Uhrzeiten zum Fruehstuecken ausgemacht. Wir sind etwas frueher dran und holen uns unsere Ration ab.

 

Und das ist tatsaechlich so. Ein Aufpasser prueft unsere Zimmernummer und erklaert uns dann ganz genau, was uns zusteht. Kaffee, ein Croissant, ein Ei… irgendwie scheint das Essen genau abgezaehlt worden zu sein. Etwas schade, denn viel ist es nicht. Aber geschmacklich ist es in Ordnung.

 
   

 

Nach dem Fruehstueck packen wir unsere Badesachen und gehen erstmal an den Strand. Sabrina und Holger wissen, wo sie uns finden koennen und wollen spaeter mal vorbeisehen.

 

Das Wasser ist herrlich warm und so gehen wir mehrfach in den Atlantik. Da gerade Ebbe ist, kann man ewig weit hineinlaufen, ohne schwimmen zu muessen. Nach dem Durchqueren einer kleinen Mulde kommt man wieder auf eine Art Sandbank, die so seicht ist, dass man sitzen kann. Klasse!

 
   

   

 

Kurz vor Mittag kommen Sabrina und Holger auf einen kurzen Abstecher zu uns. Allerdings wollen sie jetzt nicht ins Wasser, sondern erstmal ein wenig Sightseeing machen. Besonderes Interesse haben sie an den Lifeguard Stands, den Rettungsschwimmer-Huetten direkt am Strand. Von denen sieht keine wie die andere aus, deswegen sind sie ein beliebtes Fotomotiv.

 
   

   

   

 

Wir verabreden uns fuer den spaeteren Nachmittag wieder hier, denn auch wir wollen nach zwei Stunden am Strand jetzt ein wenig Sightseeing machen. Schnell das Salzwasser abgewaschen und los geht’s den Ocean Drive hinauf. Wir laufen auf der Seite des Lummus Parks, denn hier kann man die tollen Art Deco Hotels und Bars besser fotografieren.

 
   

   

   
   
   
   
 
   
   
   
   
   
   

 

Kurz vor dem Ende des Ocean Drive am Royal Palm Hotel stoppen wir bei Starbucks, denn Sylvia moechte einen leckeren Strawberry Frappucino. Genehmigt! Die Dinger sind aber auch lecker...

 
   

   

 

Dann aber geht es ueber die 15. Strasse zur A1A und dort entlang in Richtung Norden. Auch hier wimmelt es von Hotels und jeder Menge Fotomotiven. Spaeter erfahren wir, dass auch Sabrina und Holger hier in der Naehe unterwegs waren, fast haetten wir uns wieder getroffen.

 
   

   

   

 

Unser naechstes Ziel ist der Collins Park, denn hier gibt es etwas, was wir unbedingt ansehen wollen: den Miami Mountain!

 

Der 12,80 Meter hohe Miami Mountain ist ein Kunstwerk von Ugo Rondinone und steht hier seit dem Jahr 2016. Kurz vorher wurden bei Las Vegas seine Seven Magic Mountains aufgebaut, die wir bereits im Jahr 2017 besucht haben.

 

Leider scheint die feuchte Meeresluft den bemalten Steinen etwas zu schaffen zu machen, denn die Farben sind in den vergangenen drei Jahren wohl so sehr verblasst, dass das Kunstwerk neu bemalt werden muss. Die unteren Steine sind in Plastik gepackt und oben haben Arbeiter begonnen, den ersten Stein neu anzustreichen.

 

Schoener Mist – damit sind die Fotos leider etwas „verhunzt“, wie man in Bayern sagt, denn die Folie und die Hebebuehne mit den Arbeitern stoeren im Bild natuerlich ganz schoen. Naja, da kann man nichts machen.

 
   

 

Nach einem kurzen Abstecher zum Strand laufen wir an der A1A wieder zurueck und stoppen bei Sbarro fuer einen kleinen Imbiss. Danach geht es ueber den Ocean Drive wieder zurueck zum Hotel.

 
   

   

   

 

Gegen halb vier packen wir wieder unsere Strandstuehle und die Handtuecher und gehen zurueck an den Strand. Das Wasser ist immer noch herrlich, allerdings ist nun Flut. Damit ist der Wasserpegel um gut einen halben Meter hoeher als heute Morgen, was bedeutet, dass wir nicht mehr zur Sandbank laufen koennen. In der Mulde ist das Wasser so tief, dass es nur schwimmend geht.

 
   

 

Kurz darauf kommen Sabrina und Holger mit ihren Klappstuehlen und so verbringen wir den Rest des Nachmittags gemeinsam am Strand. Vor uns auf dem Meer fliegen kleine Flugzeuge mit Werbebannern vorbei und eines davon wirbt fuer die Party am Abend im Clevelander. Da war es gestern schon cool, also wollen wir da heute auch wieder hin.

 
   

 

Langsam macht sich aber der Hunger bemerkbar und so geht es kurz vor fuenf zurueck auf unsere Zimmer. Nach dem Duschen treffen wir uns wieder vor dem Hotel und laufen ein kleines Stueck den Ocean Drive hinunter – also nicht in unsere uebliche Richtung nach Norden, sondern nach Sueden.

 

Nur zwei oder drei Blocks entfernt liegt TGI Fridays, und hier wollen wir heute zu Abend essen. Vor drei Jahren waren wir hier das erste Mal und das Essen war richtig klasse. Auch heute werden wir nicht enttaeuscht, allen schmeckt es hervorragend und auch die Portionen sind absolut in Ordnung.

 
   

   

 

Jetzt haben wir jedenfalls die notwendige Unterlage fuer unsere heutige Tour durch die Bars von Miami Beach. Und mit der ersten, die wir besuchen wollen, habe ich noch eine Rechnung offen.

 

Wet Willie’s wurde eigentlich erst im Jahr 2003 richtig beruehmt, als die Band „B3“ einen Song veroeffentlichte, der mit einem Besuch im Wet Willie’s anfaengt. Zwar geht es bei „All the girls“ dann nicht mehr um die Bar, aber irgendwie ist die erste Zeile des Songtextes bei mir haengen geblieben.

 
   

 

Bereits 2016 wollten wir die Bar besuchen, doch es gibt hier strenge Vorschriften! Nur ohne Kopfbedeckung! Nein, ohne Witz – Birkenschuhe, kurze Hosen, Traegershirts – alles erlaubt, aber kein Hut, Cap oder Bandana. Und da sind die gnadenlos – die Muetze muss runter, sonst kommt man hier nicht rein.

 

Auch gestern hat man mich mit meinem Bandana abgewiesen, deswegen sind wir heute alle ohne Kopfbedeckung unterwegs. Und siehe da – wir duerfen rein. An der Bar holen wir uns unsere Daiquiris, die zwar sehr lecker sind, aber im Vergleich zu Fat Tuesday gesalzene Preise haben.

 

Mit unseren Bechern setzen wir uns im Obergeschoss auf die Terrasse und haben von da einen tollen Blick auf den Ocean Drive. Wenn wir uns hier allerdings so umsehen, gibt es so ueberhaupt keinen Grund fuer das Verbot der Kopfbedeckung, die Bar ist eigentlich absolut nichts Besonderes. Naja – egal – ich wollte sie eben einfach mal sehen.

 
   

 

 

Als wir kurz darauf am Clevelander ankommen, sind wir ein wenig enttaeuscht. Heute wollen sie tatsaechlich zehn Dollar pro Mann Eintritt – Frauen duerfen gratis rein. Hmmm – nicht cool. Wir ueberlegen kurz und hoffen, dass der Eintritt zu spaeterer Stunde dann wie gestern wieder kostenlos wird und laufen erstmal weiter.

 
   

 

 

Ein kleines Stueck zurueck liegt Mango’s Tropical Cafe, vor dem sich jeden Abend eine kleine Menschentraube bildet, weil leichtbekleidete Maenner und Frauen am Eingang tanzen und so Kunden locken wollen. Da der Eintritt nichts kostet, sehen wir uns das mal an, doch allzu lange bleiben wir nicht.

 

Auf der Tanzflaeche ist nichts los und auf der Buehne in der Mitte wechseln sich eher maessig sehenswerte Bikinigirls und Chippendales fuer Arme bei mexikanischer Musik mit ungelenken Bewegungen beim Vortanz ab. Muss man jetzt nicht unbedingt mal gesehen haben.

 

Irgendwie sind wir uns etwas unschluessig, wohin wir nun gehen wollen. Vor dem Palace war vorhin auch richtig gute Stimmung, als eine Drag Queen den Besuchern einheizte. Also werfen wir als naechstes hier einen Blick hinein, aber irgendwie ist jetzt auf einmal nicht mehr viel los hier.

 
   

 

Egal – um zehn Uhr oeffnet die Dachterrasse des Clevelander, Eintritt kostet es nicht. Das muessen wir uns allein schon wegen der Aussicht dort oben ansehen. Mit dem Aufzug geht es hinauf aufs Dach, wir sind mit bei den ersten, die heute oben ankommen.

 

Die Aussicht ist klasse, das Bier erwartungsgemaess teuer. Wir suchen uns einen Platz, wo wir in Ruhe unser Heineken trinken koennen – dieses Mal aus dem Plastikbecher, da Glas hier oben wohl verboten ist – und hoeren ein wenig der Musik zu.

 
   

   

 

Neben uns nimmt ein Latino Platz und fragt freundlich, wo wir denn herkommen. Die naechste Frage verbluefft mich dermassen, dass ich Holger unglaeubig ansehe. Wollte der uns tatsaechlich gerade Koks verticken?

 

Da ich nicht auf die Frage reagiere und immer noch etwas baff bin, versucht es der Latino nochmal bei Holger. Als wir dann dankend ablehnen, verdrueckt er sich genauso schnell wieder, wie er bei uns aufgetaucht ist.

 

Nachdem wir unser Bier getrunken und einige Fotos geknipst haben, verlassen wir die Dachterrasse wieder, um eventuell noch ein wenig unten im Clevelander zu bleiben. Doch dort kostet es immer noch zehn Dollar Eintritt und ab Mitternacht sollen auch die Frauen zehn Dollar zahlen.

 
   

   

 

Nach kurzer Beratung beschliessen wir, zu Fat Tuesday zu gehen. Wir haben Glueck und bekommen einen Platz draussen, wo wir den Rest des Abends verbringen. Unseres letzten Abends hier am Ocean Drive…

 

Eine Slideshow zum Ocean Drive von Miami Beach mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden.

 
   

 
   
 

Quelle: Leaflet | Map data © OpenStreetMap contributors, powered by MapSurfer.NET

Kartenmaterial: OpenStreetMap, Routenerstellung mit OpenRouteService, Lizenz CC BY-SA 4.0

 

Der Ocean Drive ist zwar nicht gerade guenstig, wer aber am Abend etwas weggehen moechte, sollte unbedingt hierbleiben. Hier ist bis tief in die Nacht hinein Party und immer was los. Vor allem braucht man das Auto nicht und kann so auch bedenkenlos mal etwas trinken.

 

Die kleinen Art Deco Hotels haben ausserdem ihren ganz eigenen, absolut sehenswerten Charme. Der Vorteil dabei ist, dass es nicht so viele Zimmer gibt wie in den grossen Hotelkloetzen, weswegen am Strand nicht so viel Rummel ist wie anderswo. Uns hat es wieder richtig gut gefallen, und auch wenn das Avalon kein Mega-Fruehstueck bietet, wuerden wir es jederzeit wieder buchen.

 

Eine Slideshow zum Ocean Drive in Miami Beach mit diesen und weiteren Bildern in einem etwas groesseren Format ist hier zu finden.

 

 

  Hotel / Motel: Avalon Miami Beach
    Fruehstueck: Ja            

 

    free WiFi: Ja   Temperatur:   34°C    
    Aussen-Pool: Nein   gefahrene Kilometer:   00 km    
       
   

Bewertung:

 

Auch in diesem Hotel waren wir bereits - und wir wollten unbedingt wieder her. Auch wenn die Zimmer etwas aelter sind, ist alles absolut sauber und gepflegt. Die Lage ist sowieso unschlagbar.

 

 

 

Samstag, 09.11.2019 (Tag 7) - The new guitar...

 

Der Wetterbericht hat es gestern bereits angekuendigt, jetzt ist es passiert. Als wir zum Fruehstueck gehen, regnet es tatsaechlich. Nach 32°C jeden Tag wird es heute hoechstens 24°C warm und dabei an der Kueste sogar relativ stuermisch werden.

 

Nachdem wir unser Zimmer geraeumt haben, treffen wir uns mit Sabrina und Holger zum auschecken. Waehrend wir darauf warten, dass unser Auto vom Valet Parking gebracht wird, ueberlegen wir, was wir heute bei dem Wetter machen koennten.

 

Eigentlich wollten wir nach Key Biscayne fahren, dort ein wenig spazieren und den Leuchtturm ansehen. Bei diesen Witterungsverhaeltnissen haben wir dazu aber irgendwie keine Lust.

 

   

 

Mein Alternativ-Vorschlag wird kurz gemeinsam ueberprueft und schliesslich fuer gut befunden. So machen wir uns, nachdem unser Gepaeck im Auto verstaut ist, auf den Weg nach Norden. Wir haben keine Eile und bleiben deswegen auf der A1A, so sehen wir noch einiges von Miami Beach, Sunny Isle Beach, Golden Beach und Hollywood Beach.

 

Dort geht es wieder ein kleines Stueck nach Westen und so erreichen wir genau um 12.00 Uhr mittags das Seminole Hard Rock Hotel & Casino Hollywood, Florida. Hier waren wir vor sieben Jahren bereits, allerdings hat sich seitdem einige getan.

 

Am Donnerstag, den 24. Oktober 2019, also vor gut zwei Wochen, hat hier das nagelneue und bisher absolut einzigartige Guitar Hotel eroeffnet. Da wir den Bau dieser Riesengitarre mit 36 Stockwerken bereits von Anfang an verfolgt haben, waren wir extrem neugierig auf das Gebaeude. Dass wir es jetzt schon so kurz nach Eroeffnung sehen, haetten wir allerdings auch nicht gedacht.

 

Die Gitarre ist schon von weitem zu sehen und tatsaechlich richtig beeindruckend. In den Erweiterungsbau haben die Seminole Indianer etwa 1,5 Milliarden Dollar gesteckt und damit ein Casino-Hotel in Las Vegas-Format errichtet.

 

 

   

 

Die Gitarre hat 1.200 Zimmer, einen riesigen Casino-Bereich mit - wie in allen Hard Rock Einrichtungen ueblich - jeder Menge Exponate aus Rock und Pop. Nahe der Lobby plaetschert eine Art Wasserfall von der Decke herunter - Wahnsinn. Richtig klasse angelegt.

 

   

   

 
   
   
 
   
   
 
   
 
   
   

 

Nicht weniger beeindruckend ist der Aussenbereich mit den Restaurants und der Pool-Area. Dazu gibt es eine riesige kuenstlich angelegte Lagune mit perfektem Blick auf das riesige Guitar-Hotel.

 

 
   

   
   
 
   
   

 

Zufaellig findet heute so etwas wie eine Lamborghini-Show statt. Als wir durch den Aussenbereich des Hotels schlendern, sehen wir einige dieser und anderer Supersportwagen beim Einfahren ins Hotel.

 

   

   

   
   

 

Natuerlich gibt es auch ein Hard Rock Cafe hier. Nachdem wir uns das Hotel ausgiebig angesehen haben, wollen wir dort noch schnell eine Kleinigkeit essen, doch auf einen freien Tisch muessten wir etwa eine dreiviertel Stunde warten. Das wird zu knapp, schliesslich muessen wir ein Flugzeug erwischen und wollen vorher noch im Walmart den freien Platz im Koffer fuellen.

 

Endlich kommt mir nun einmal meine Mitgliedschaft im Rewards-Programm zugute. Damit haben wir Priority Seating und duerfen sofort an den naechsten freien Tisch. Das Essen ist wie gewohnt lecker und auch Sabrina und Holger scheint unsere Vorliebe fuers Hard Rock Cafe nichts auszumachen.

 

   

   

   
   
   

 

Auch wenn das neue Guitar Hotel echt ein Knueller ist und wir gerne noch ein wenig Zeit hier verbringen wuerden, muessen wir nun aber los. Auf dem Weg zum Airport stoppen wir ein letztes Mal bei Walmart, fuellen unsere Koffer mit unseren Lieblings-Goodies und suchen im Anschluss jemanden, dem wir unsere Kuehlbox vermachen koennen.

 

Das gestaltet sich in diesem Jahr tatsaechlich etwas schwierig, doch kurz vor dem Rental Car Center finden wir schliesslich jemanden, der die Box und ein paar uebrig gebliebene Getraenke haben will.

 

Die Rueckgabe des Tahoe verlaeuft problemlos, faellige Schlussgebuehr: 0,00 Dollar. So muss es sein! Da die erste Tankfuellung inclusive war, bringen wir das Auto leer zurueck. Fuer die gesamte Strecke von 908 Kilometern reichte der Tank leider nicht ganz, doch die fuenf Gallonen, die wir zwischenzeitlich nachgefuellt haben, haetten wir am Ende nicht mal mehr ganz gebraucht. So lassen wir etwa zwei Gallonen ueber, die noch fuer ca. 45 Meilen gereicht haetten.

 

Die Bahn bringt uns zum Airport, der Check In geht flott, doch unsere Koffer muessen wir noch zahlen, denn das funktionierte vorab online leider nicht. Und das kostet nun maechtig Zeit, denn am Check In Schalter von Swiss Airlines haben sie kein Kreditkarten-Lesegeraet. Zahlen muessen wir am Schalter der Swiss Customer Care – doch die haben auch kein Lesegeraet! Echt jetzt?

 

Unsere Daten werden telefonisch weitergegeben und dann muss die Mitarbeiterin irgendwo am anderen Ende des Airports unsere Quittung holen. Sowas haben wir auch noch nicht erlebt. Nach gefuehlten Stunden der Wartezeit haben wir endlich alles erledigt und duerfen durch die Sicherheitskontrollen. Im Abflugterminal gibt es dann noch schnell einen letzten Frappucino von Starbucks, dann aber geht es an Bord unseres Fliegers.

 

Quelle: Leaflet | Map data © OpenStreetMap contributors, powered by MapSurfer.NET

Kartenmaterial: OpenStreetMap, Routenerstellung mit OpenRouteService, Lizenz CC BY-SA 4.0

 

 

Die Boeing 777-300 von Swiss ist gut gefuellt und startet relativ puenktlich um viertel vor acht. Da der Jetstream ordentlich weht, kuendigt der Flugkapitaen bereits vor dem Start an, dass wir frueher als erwartet in Zuerich landen werden.

 

   

 

Die Touch-Monitore von Swiss und das Info-System sind uebrigens erste Sahne. Selten haben wir so viel Infos zum Flug bekommen - und das auf einen Blick.

 

Nach dem Abendessen werden die Lichter gedimmt, Sylvia und ich greifen zu unserer Einschlaf-Geheimwaffe und versuchen dann, ein wenig Ruhe zu finden. Und siehe da – es klappt auch dieses Mal…

 

   

 

 

  Hotel / Motel: Avalon Miami Beach
    Fruehstueck: Ja            

 

    free WiFi: Ja   Temperatur:   24°C    
    Aussen-Pool: Nein   gefahrene Kilometer:   100 km    
       
   

Bewertung:

 

Auch in diesem Hotel waren wir bereits - und wir wollten unbedingt wieder her. Auch wenn die Zimmer etwas aelter sind, ist alles absolut sauber und gepflegt. Die Lage ist sowieso unschlagbar.

 

 

 

Sonntag, 10.11.2019 (Tag 8) - schon wieder da!

 

Wir werden zwar immer wieder mal wach zwischendrin, aber wir haben trotzdem einige Muetzen voll Schlaf abbekommen. Der Flug war relativ ruhig und selbst beim Sinkflug durch die Wolken wird es kaum unruhiger.

 

Kurz vor 10.00 Uhr und damit mehr als eine dreiviertel Stunde frueher als geplant landen wir in Zuerich. Jetzt haben wir natuerlich mehr als genug Zeit, denn der Anschlussflug nach Muenchen startet erst gegen halb zwei.

 

So bummeln wir ein wenig durch den Airport, auf dem wir heute das erste Mal sind, trinken einen Cappu und unterhalten uns ueber den viel zu schnell vergangenen Urlaub.

 

 

 

Auch unser Flug nach Muenchen startet schliesslich fast puenktlich, es wird der kuerzeste Flug, den wir je gemacht haben. Vom Take off bis zur Landung vergehen gerade mal 35 Minuten, die geflogene Strecke betraegt nur etwa 260 km.

 

   

 

In Muenchen geht dann alles schnell und reibungslos. Wir schnappen uns unsere Koffer, rufen den Shuttle-Service an und lassen uns zu unserem Auto bringen. Bereits vor halb vier sind wir dann unterwegs nach Hause.

 

Sabrina und Holger bleiben noch eine Nacht hier, morgen geht es dann aber auch fuer sie wieder zurueck in Richtung Heimat.

 

 

 

Fazit:

Unser dritter Kurzurlaub in Florida war wieder einfach nur spitze. Klar koennten wir es viel laenger aushalten und natuerlich vergeht eine Woche viel zu schnell, aber wir sind der Meinung, es lohnt sich trotzdem.

 

Diese Kurztrips unterscheiden sich natuerlich schon sehr von unseren regulaeren Reisen im Sommer. Hier steht das Vergnuegen deutlich mehr im Vordergrund, das Sightseeing bleibt bei nur einer Woche ein klein wenig auf der Strecke.

 

Doch ein paar Kleinigkeiten sehen wir uns trotzdem immer an, dieses Mal war mit dem Miami Mountain sogar mal etwas dabei, dass wir noch nicht kannten. Naja – nur das Gegenstueck dazu bei Las Vegas.

 

Die Runde, die wir gefahren sind, haben wir bereits recht gut gekannt. In dieser Ecke Floridas waren wir ja schon oefter und es wird sicher nicht das letzte Mal gewesen sein. Fuer einen Kurzurlaub von einer Woche war die zurueckgelegte Strecke von gut 900 Kilometern angenehm kurz und schoen abwechslungsreich.

 

 

 

Wir hatten jede Menge Spass, die Reise gemeinsam mit Sabrina und Holger war wirklich richtig klasse. Jeden Abend die Kneipen unsicher machen, gute Livemusik zu hoeren und ein klein wenig Party zu machen hat uns richtig gut gefallen. Und das, obwohl ich feiern eigentlich gar nicht mag…

 

Auch Sabrina und Holger haben die Reise nicht bereut und hatten genauso viel Spass wie wir. Zumindest glauben wir das... 

 

 

 

Ach ja – feiern – Geburtstag hatte ich ja auch… da wir jeden Tag quasi ein wenig gefeiert haben, ist das irgendwie untergegangen. Egal – ich werde ja schliesslich naechstes Jahr auch wieder 29…

  

 

 

So einen Geburtstag in unserem Lieblingsstaat zu verbringen, hat schon was. Wer weiss – vielleicht mach ich das beim naechsten "Runden" dann auch wieder. Oder bei Sylvia’s "Runden". Oder vielleicht Holgers "Runden"???

 

Doch bis dahin wird noch einige Zeit vergehen. Jetzt heisst es erstmal Nachbearbeitung der Reise, also Homepage aktualisieren und Fotobuch basteln. Und dann wird es eigentlich schon wieder Zeit, die Fuehler nach guenstigen Flugangeboten fuer 2020 auszustrecken.

 

Schliesslich wollen wir ja auch im naechsten Jahr wieder ein wenig ueber unser Lieblingsreiseland erzaehlen.

 

Bis dahin – vielen Dank fuers Mitlesen und bis zum naechsten Reisebericht hier auf usa-ecke.de

Sylvia & Michael   

 

 

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