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  Around the Rocky's 2014 Teil 5        (Tag 17)   (Tag 18)   (Tag 19)   (Tag 20)   (Tag 21)    (Tag 22)

 

Samstag, 12.07.2014 (Tag 17) – Im Reich der Mormonen 

Wenn man den Yellowstone National Park besucht, faehrt man ueblicherweise auch durch den Grand Teton National Park. Ich habe das bereits zweimal so gemacht und mir gefaellt dieser Park ausgesprochen gut. Ich habe aber auch immer bereut, dass ich nie genug Zeit hatte, um den Park wirklich anzusehen und mir vorgenommen, beim naechsten Besuch mehr zu tun, als nur durchzufahren. Sylvia gefaellt so etwas sowieso ueberhaupt nicht.

 

So standen wir gestern Abend vor der Entscheidung, entweder die direkte und schnellste Verbindung nach Salt Lake City zu nehmen und noch ein wenig von der Stadt zu sehen, oder aber durch den Grand Teton zu hetzen, fast 100 Meilen Umweg in Kauf zu nehmen und erst spaet abends in Salt Lake City anzukommen. Wir sind ja ganz grosse National Park Fans, man koennte uns als chronische Sammler von National Parks bezeichnen, und der Grand Teton fehlt uns noch auch unserer gemeinsamen Liste. So haben wir uns auch gestern Abend bis nach Mitternacht den Kopf zerbrochen, wie wir fahren wollen. Es war die bisher schwerste Entscheidung des Urlaubs, denn ein bisschen Grand Teton ist vielleicht besser als gar kein Grand Teton.

 

Irgendwann sind wir dann zu dem Entschluss gekommen, dass wir den Besuch verschieben werden – so schwer es uns auch gefallen ist. Es ging dabei weniger um die 100 Meilen, die wir uns gespart haben, sondern eher darum, dass wir nur in Stress gekommen waeren, wenn uns die Zeit davon rennt. Und das waere mit 100%iger Sicherheit passiert.

 

Also sind wir heute Morgen nach dem Fruehstueck gleich in Richtung Salt Lake City gestartet. Der Kaffee war heute – uebrigens gestern auch schon – deutlich besser, was darauf hindeutet, dass bei der Maschine vorgestern wohl das Kaffeepulver ziemlich aus war. Wir ueberqueren nach knapp zehn Meilen die Grenze zwischen Montana und Idaho, wo Sylvia wieder mal ein Stueck das Steuer uebernimmt. Unser Fernausloeser kommt an der Staatsgrenze auch wieder reichlich zum Einsatz...

 

 

 

 

 

USA 2014 07
 

   

 

In Idaho Falls halten wir fuer einen Cappu bei Starbucks und sehen uns kurz die bekannten und namensgebenden Wasserfaelle der Stadt an. Muss man nicht zwingend gesehen haben, aber wenn man schon mal da ist…

 

  

 

Die weitere Fahrt ist wenig spektakulaer, gegen halb eins halten wir auf einem Rastplatz zur Brotzeitpause an, dann geht es direkt weiter bis zu unserem heutigen Hotel. Wir erreichen das Baymont Inn Airport in Salt Lake City genau um 15.00 Uhr. Es ist das guenstigste Hotel dieser Reise und fuer den Preis absolut zu empfehlen. Die Zimmer sind zwar nicht gerade umwerfend, aber sauber und ausreichend gross. Wir sind zufrieden.

 

Um viertel vor vier sind wir in Downtown der ca. 185.000 Einwohner-Stadt, in deren Ballungsraum mehr als 1,1 Millionen Menschen zuhause sind. Die Mormonen haben sie 1847 gegruendet und auch heutige ist sie gepraegt von dieser Glaubensrichtung. Direkt in Downtown liegt Temple Square, was wir uns zunaechst ansehen. Wir laufen auf dem Gelaende herum und knipsen unsere Bilder aus allen Himmelsrichtungen.

 

  

 

Das beeindruckendste Gebaeude ist natuerlich der Salt Lake Temple. Eine kleine Slideshow zum Temple Square ist hier zu finden).

 

  

 

  

 

Danach geht es zum State Capitol, dem man eine gewisse entferne Aehnlichkeit mit dem US Capitol nachsagt. Das koennen wir jetzt nicht unbedingt bestaetigen. Das Capitol in Washington ist doch wesentlich beeindruckender und die Front unterscheidet sich deutlich. Nichtsdestotrotz ist auch das Capitol von Utah ein tolles Gebaeude und sicher eines der schoeneren State Capitols.

 

  

 

Nach einem kleinen Shopping-Stop bei Kohl’s fahren wir 14 Meilen quer durch die Stadt, um im Outbacks Steakhouse zu Abend zu essen. Doch wahre Menschenmengen vor dem Restaurant lassen uns nicht Gutes ahnen. Ewige Wartezeiten, die wir heute einfach nicht in Kauf nehmen wollen. Also nehmen wir uns auf dem Rueckweg zum Hotel eine Pizza mit uns essen „zuhause“.

 

  

 

Das Bad im Pool ist dann eine willkommene Abfrischung fuer einen richtig heissen Tag in Salt Lake City.

 

  

 

Hotel/Motel:

Baymont Inn Airport Salt Lake City

Fruehstueck:

Ja

free WiFi:

Ja

Bewertung:

Sehr gut

 

 

Temperatur

36°C

Gefahrene km:

587

 

 

Sonntag, 13.07.2014 (Tag 18) – Wir schmelzen!

 

Kurz nach acht Uhr starten wir unsere heutige Fahrt. Die Interstate 15 fuehrt von Salt Lake City direkt nach Las Vegas, allerdings wollen wir uns ein klein wenig Zeit nehmen fuer einen State Park. Das Tempolimit ist anfangs mit 80 Meilen pro Stunde prima, wir kommen sehr schnell voran. Sylvia uebernimmt eine zeitlang das Steuer, spaeter wieder ich.

 

 

In St. George halten wir gegen halb ein Uhr fuer einen kurzen McDonalds-Besuch an und lassen uns Zeit mit dem Essen. Gleich beginnt das WM-Finale, doch dafuer bleibt uns keine Zeit. Die Temperatur hat hier die 40°C-Marke geknackt und ist damit noch etwas hoeher als in Salt Lake City. Das sollte aber noch lange nicht alles gewesen sein…

 

 

Die Temperatur steigt ununterbrochen weiter an, mit jedem Hoehenmeter nach St. George, den wir verlieren, wird es heisser. Erneut wechseln wir die Seiten und Sylvia steuert uns in Richtung Valley of Fire State Park. Die Temperatur ist hoellisch: 46,7°C misst unser Thermometer, spaeter wird das im Visitor Center auch noch mal bestaetigt.

 

  

 

  

 

Viel Bewegung im Freien kann man sich da leider nicht zumuten. Maenner, da kann man nicht mal die Kakteen waessern – das verdunstet schon, bevor es den Boden erreicht! Nur kurze Spaziergaenge sind moeglich, dann freut man sich im Auto auf die kuehle Luft aus der Klimaanlage und eine eiskalte Coke.

 

  

 

  

 

So wird unser Besuch hier wesentlich kuerzer als geplant, was wir sehr bedauern. Denn der Park ist wirklich wunderschoen und auf jeden Fall einen Abstecher wert. Fuer uns bedeutet das, wir kommen wieder! Wenn die Temperaturen wenigstens mal unter 40°C sind. Eine Slideshow zum Valley of Fire ist hier zu finden.

 

  

 

  

 

Heraus aus dem Feuertal geht es zurueck auf die Interstate. Irgendwo zwischen Valley of Fire und Las Vegas erreichen wir in einer Senke die sagenhafte Temperatur von 47,8°C! Damit koennten wir fast dem Tal des Todes Konkurrenz machen!

 

  

 

Bis wir Las Vegas gegen viertel vor vier Uhr erreichen, sinkt die Temperatur wieder. Hier hat es Gott sei Dank wieder nur 116°F, also 46,7°C. Prima, dann muessen wir ja nicht so schwitzen…

 

  

 

Wir haben im Paris vorgebucht, weil wir dieses Jahr auch mal zentral am Strip sein wollten. Bei unserem letzten Besuch waren wir im Luxor, also ziemlich am Anfang des Las Vegas Boulevard. Die Wege sind weniger weit als damals, vom Luxor bis Treasure Island laeuft man schon eine Weile. Das Paris ist genau gegenueber dem Bellagio, die Wasserspiele also in greifbarer Naehe.

 

  

 

  

 

Von unserem Zimmer sind wir begeistert: es liegt in der 24. Etage und geht ueber das Eck, wir koennen somit in zwei Richtungen sehen. Der spektakulaerere Blick geht natuerlich ueber den Strip, von unserem Fenster aus ueberblicken wir den Bereich vom Mandalay Bay bis zum Bellagio. Sogar die halben Wasserspiele koennen wir sehen. Voll cool.

 

  

 

 

 

Wir lassen uns das Gepaeck aufs Zimmer bringen, ein Service, der im Preis inbegriffen ist, dann geht’s zum ersten Mal auf den Strip.

 

  

 

  

 

Auf den letzten beiden Bildern sehen wir uebrigens einen der groessten Bauflops in der Geschichte von Las Vegas: das zur MGM-Gruppe gehoerende Hotel "The Harmon"! Baubeginn war 2007, Fertigstellung 2009. Doch es hat niemals eroeffnet. Untersuchungen nach der Fertigstellung haben ergeben, dass das Gebaeude einem Erdbeben nicht standhalten und einstuerzen wuerde! Nach jahrelangen Diskussionen wurde dann angeordnet, dass es abgerissen werden muss. Mittlerweile wurde begonnen, das Gebaeude wieder zu demontieren, momentan wird die Fassade abgebaut. Im naechsten Jahr soll es dann ganz von der Skyline von Las Vegas verschwunden sein. Kosten: 30 Millionen US-Dollar. Schon irre...

 

  

 

  

 

Wir laufen bis zum Hard Rock Cafe, essen hier zu Abend und sparen mit unserer Rewards-Karte 15 Dollar.

 

  

 

Sogar fuer morgen und uebermorgen haben wir noch ein Guthaben. Danach statten wir M&Ms World einen Besuch ab, bevor wir den Rueckweg antreten.

 

  

 

 

Schliesslich bummeln wir ueber den abendlichen Strip bis zum Bellagio zurueck und sehen uns die Wasserspiele an, dann fallen wir gegen halb ein Uhr muede in unser riesiges Bett.

 

  

 

  

 

  

 

  

 

Hotel/Motel:

Paris Las Vegas

Fruehstueck:

Ja

free WiFi:

Ja

Bewertung:

TOP!

 

 

Temperatur

47,8°C

Gefahrene km:

731

 

 

Montag, 14.07.2014 (Tag 19) – We don’t get drunk, we get awesome

 

Eine kleine Uebersicht: was liegt wo?

 

 

 

Endlich mal etwas laenger schlafen… Ich konnte Sylvia ueberreden, heute mal erst um acht aufzustehen.

 

Prima, da fuehl ich als Langschlaefer mich gleich viel wohler! Nach dem Fruehstueck bei Nosh im Ballys fahren wir zu den Prime Outlets North, wo wir den Vormittag mit letzten Einkaeufen verbringen.

 

Teilweise wirklich klasse Angebote, die wir noch einmal gnadenlos ausnutzen! Sylvia entdeckt einen kleinen Churros-Stand, da kann ich natuerlich nicht wiederstehen.

 

StepMap Las Vegas Strip 2014Las Vegas Strip 2014
 

     

 

     

 

Anschliessend fahren wir wieder zurueck ins Hotel. Die Tanknadel unseres Mietwagens steht schon fast auf null, aber wir brauchen ihn ja jetzt kaum noch. Gegen ein Uhr liegen wir am Pool unseres Hotels. Das Paris hat den Pool in der dritten Etage, darunter ist nur der Spa- und Wellness-Bereich und das Casino. Von unserer Liege aus sehen wir das Bellagio hinter dem Eiffelturm, doch auch der Blick auf die anderen Hotels ist klasse. Die Sonne versteckt sich hinter duennen Wolken, so koennen wir bei ca. 38°C ohne grosse Angst vor Sonnenbrand ein wenig relaxen. Das Wasser ist angenehm erfrischend und kuehler als erwartet, nach unserem Geschmack jedoch genau richtig fuer diese Aussentemperaturen.

 

  

 

Es ist bereits fast vier Uhr Nachmittag, als wir vor dem Aufzug des Eiffelturm stehen. Als Hotelgast ist es fast ein Muss, dass wir wenigstens einmal auf die Aussichtsplattform hinauffahren und den Blick ueber das Hotel und den Strip schweifen lassen. Die Fahrt dauert nicht allzu lange und beim Aussteigen schlaegt uns sofort wieder heisse Luft entgegen.

 

  

 

Vor drei Jahren haben wir auf dem Stratosphere Tower noch vor Kaelte gezittert, in diesem Urlaub ist das Gott sei Dank ganz anders. So koennen wir auch die Aussicht viel mehr und laenger genissen. Uns gefaellt es wirklich richtig super.

 

  

 

  

 

  

 

Kurz vor fuenf Uhr nachmittags stehen wir vor dem derzeit hoechsten Riesenrad der Welt: dem High Roller. Eigentlich sind wir furchtbar durstig, doch da vor uns an der Information nichts los ist, gehen wir gleich mal hin und fragen nach den Preisen.

 

  

 

Wir waren uns noch etwas unschluessig, ob wir gleich nach der Fahrt auf den Eiffelturm auch noch mit dem Riesenrad fahren wollen, vielleicht waere es Abends schoener. Aber da gerade immer noch Happy Hour ist, konnten wir nicht nein sagen… Eine Fahrt mit einer netten Bedienung, die uns auf der halben Stunde mit Drinks versorgt, so viel wir wollen - und das zum gleichen Preis wie die normale Fahrt - hoerte sich fuer uns einfach zu verlockend an.

 

  

 

  

 

  

 

Mehrere Jacky-Cola spaeter erreichen wir mit unserer Bedienung und zwei weiteren Gaesten in ausgesprochen guter Laune den hoechsten Punkt auf 168 Metern und sind auch von der Perspektive aus dem Riesenrad wirklich beeindruckt. Einfach klasse! Lange wird der Rekord allerdings nicht Bestand haben, denn es wird bereits an groesseren Riesenraedern gebaut. Uns ist das aber egal, denn mit dem aktuell hoechsten sind wir ja jetzt gefahren.

 

  

 

Eine Fahrt bei Dunkelheit waere sicher klasse, allerdings sollen die Gondeln da ziemlich voll sein. Muessen wir jetzt nicht unbedingt haben! Unsere Entscheidung, am Nachmittag zu fahren, war somit gar nicht so schlecht. Eine Slideshow zum High Roller gibt's auch *klick*.

 

  

 

 

 

Beim Aussteigen schlaegt uns die heisse Wuestenluft mit voller Wucht entgegen. Der erste Alkohol im Urlaub ueberhaupt und davon viel zu viel machen das spazieren durch die Hitze nicht gerade einfacher. Eigentlich wollten wir im Hard Rock Cafe noch einen Cocktail trinken... Was solls - unser neuer Leitspruch steht auf dem T-Shirt!

 

  

 

Um viertel vor sieben sind wir dann im Hard Rock Cafe und erholen uns langsam von unserem Alkohol-Schock. Das Essen ist wie immer sehr gut, auch heute haben wir wieder einen 15 Dollar Gutschein. Diese Rewards-Mitgliedschaft hat sich bereits heute wieder ausgezahlt. Prima.

 

  

 

  

 

Eine Stunde spaeter ueberlegen wir, wie wir nun zur Fremont Street kommen sollen. Fahren moechte ich nicht mehr, das ist einfach nicht vernuenftig. Also schnappen wir uns kurzer Hand ein Taxi und lassen uns chauffieren.

 

  

 

Die komplett ueberdachte Strasse haben wir 2011 bereits besucht und wir freuen uns sehr, wieder hier zu sein. Auch der Saxofonist ist wieder da. Seit vierzehn Jahren spielt er nun hier und scheint ganz gut im Geschaeft zu sein.

 

  

 

Mehrere Bands spielen ihre Musik, es ist wie immer am Abend gut voll und alle warten um kurz vor neun auf die Show: die Fremont Street Experience. Wir sehen die Lichtershow mit Musik von Bon Jovi und da es uns gut gefallen hat, bleiben wir danach noch eine weitere Stunde fuer die naechste Show, die ebenfalls rocklastig ist.

 

  

 

  

 

  

 

Kurz nach zehn lassen wir uns von einem Taxi direkt bei den Fountains of Bellagio absetzen, wo wir bis nach Mitternacht sitzen bleiben und mehrere Wassershows ansehen. Eine Slideshow zur Fremont Street ist hier zu finden.

 

  

 

Einfach ein gelungener Abschluss fuer einen tollen Tag! Leider habe ich im Hard Rock Cafe mein Souvenir-Cap aus dem Yellowstone liegenlassen. Das ist wirklich schade, denn das hat mir richtig gut gefallen. Lag wohl am Alkohol. Naja... Das Bett sieht uns heute erst nach halb zwei Uhr morgens, unser bisher laengster Tag in diesem Urlaub!

 

Hotel/Motel:

Paris Las Vegas

Fruehstueck:

Ja

free WiFi:

Ja

Bewertung:

TOP!

 

 

Temperatur

38°C

Gefahrene km:

19

 

 

Dienstag, 15.07.2014 (Tag 20) – Henna mit Schorf

 

Wieder stehen wir um acht auf und gehen zu Nosh zum Fruehstueck. Danach springen wir in unsere Badesachen und legen uns erst einmal an den Pool. Es ist auch heute wieder bewoelkt, die Sonne laesst sich nur selten blicken. Trotzdem sind bereits um neun Uhr morgens die Temperaturen wie gewohnt: 35°C im Schatten und leicht windig. Wir schwimmen eine Runde, legen uns auf unsere Liegen und geniessen die Ruhe. Es sind nur wenige Gaeste ausser uns da, scheinbar schlafen andere noch laenger!

 

  

 

Zurueck auf dem Zimmer erledigen wir den Online Check In und alle Formalitaeten fuer unser Gepaeck. Einzig die Bordkarten koennen wir mangels Drucker nicht ausdrucken. Nach reiflicher Ueberlegung entscheiden wir uns fuer ein Upgrade auf Economy Plus, da wir dort mehr Beinfreiheit und nur zwei Sitze in Reihe haben. Vielleicht schaffe ich es ja so tatsaechlich mal, ein wenig zu schlafen. Schoen waere es…

 

Gegen halb eins haben wir erstmal genug und laufen den Strip entlang in Richtung Wynn. Einmal quer durchs Harrahs, dann ein kleiner Stop bei Starbucks, vorbei an Madame Tussauds, dann erreichen wir das Venezian. Sylvia hat gestern - leicht alkoholisiert - damit begonnen, den netten "Kartenschnippern", die jedem vorbeigehenden Touristen Werbung fuer diverse "Dienstleistungen" aufdraengen wollen, die Karten freudestrahlend abzunehmen. Gibt ein tolles Memory-Spiel, meinte sie - und machte sich einen Spass daraus, die Dinger zu sammeln. Heute geht der Spass dann munter weiter... Auf diese Art und Weise nerven die Typen nicht mal mehr so.

 

  

 

Ein klein wenig bummeln wir am Canale Grande entlang, laufen ueber den Markusplatz und durch die Shops, ueberqueren den Strip und spazieren anschliessend durch das Treasure Island. Die beruehmte Piratenshow gibt es ja leider nicht mehr, nur noch die Schiffe stehen rum. Schade – Sylvia haette die Show gerne gesehen.

 

  

 

  

 

Wir sehen eine Ben & Jerrys Eisdiele und goennen uns erst einmal ein grosses Cookie Dough Eis.

 

  

 

Anschliessend geht’s vorbei am Mirage wieder zurueck in Richtung unseres Hotel. In den Forum Shops des Caesars Palace sehen wir uns aber noch schnell die Show mit dem Moving Statues an – echt cool gemacht.

 

  

 

  

 

Draussen sind wir wieder bedenklich nahe der 40°C-Marke und so beschliessen wir, dass es Zeit fuer eine weitere Runde im Pool ist. Ein paar Runden schwimmen, relaxen und in der Sonne, die sich jetzt wieder oefter zeigt, trocknen. So laesst es sich aushalten.

 

  

 

Kurz vor halb sieben sind wir aber wieder zurueck auf dem Strip und laufen Richtung Hard Rock Cafe.

 

   

 

Ich sehe zufaellig den Tattoo Inc. Laden, der uns bisher irgendwie nie aufgefallen ist und sage so beilaeufig und nicht ganz ernst gemeint zu Sylvia, wie cool es doch waere, sich in Vegas ein Tattoo als Urlaubs-Souvenir stechen zu lassen…

 

  

 

Eine Stunde spaeter stehen wir wieder vor dem Tattoo Inc. – nun jeder mit einem Tattoo! Naja, ein bisserl spinnen tun wir halt doch! Uebrigens – wir waren nicht wieder betrunken!

 

  

 

Im Hard Rock Cafe angekommen essen wir zu Abend, bevor wir zurueck am Zimmer unsere Koffer packen. Die Kofferwaage mag uns und sagt: passt alles. Wir haben auch all unsere Schaetze untergebracht, einschliesslich unserer neuen Memory-Karten.

 

  

 

Ein letztes Mal geht es gegen elf zurueck auf den Strip, noch einmal das Flair geniessen und noch ein paar Getraenke einkaufen, dann ist Schlafenszeit. Ein letztes Mal „Gute Nacht Amerika“, denn der Flieger zurueck wird morgen sicher nicht warten. Eine Slideshow zu Las Vegas ist hier zu finden.

 

Eine Zusammenfassung dieser Reise in tabellarischer Form mit Entfernungsangaben und einer kleinen Karte haben wir in unserem Downloadbereich eingestellt. Wer also diese oder eine aehnliche Runde selbst fahren moechte, kann sich das dort als pdf runterladen und noch mal in Ruhe ansehen.

 

Hotel/Motel:

Paris Las Vegas

Fruehstueck:

Ja

free WiFi:

Ja

Bewertung:

TOP!

 

 

Temperatur

39°C

Gefahrene km:

0

 

 

Mittwoch, 16.07.2014 (Tag 21) - Bye Bye America

Heute klingelt unser Wecker leider wieder etwas frueher. Um sechs Uhr stehen wir auf und gehen ein letztes Mal zu Nosh im Ballys fruehstuecken, dann packen wir unsere restlichen Sachen zusammen und lassen den Kofferservice kommen.

 

Check out geht dann schnell und problemlos, wir holen unseren Mietwagen und fahren zum Haupteingang des Hotel. Niemand da… Keine freundlichen Menschen, die unsere Koffen bringen wuerden, ueberhaupt ist es wie ausgestorben. So haben wir Zeit, unsere Route noch einmal Revue passieren zu lassen...

 

Nach einiger Zeit gehe ich zur Information und frage, ob uns jemand unsere Koffer bringen koennte, doch es dauert insgesamt mehr als 20 Minuten, bis wir endlich unser Gepaeck wieder haben. O.K., kein Problem, wir sind ja gut in der Zeit!

 

Die Rueckgabestation der Mietwaegen ist gut ausgeschildert, wir haben keine Probleme, dort hinzufinden. Allerdings steht unsere Tanknadel schon auf Anschlag leer, sodass wir fast noch ins Schwitzen geraten waeren. Aber das Benzin reicht aus, jetzt muss nur noch die Rueckgabe klappen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rockys 2014 neu

 

  

 

Unser Fahrzeugcode wird gescannt, wir werden gefragt, ob wir irgendwelche technischen Probleme oder Unfaelle hatten, das Fahrzeug inspiziert und schliesslich meint der sehr freundliche Mitarbeiter… Alles bestens, Rechnung Null Dollar, da unser Benzin bereits bezahlt ist. Schnell, freundlich, problemlos! So soll es sein. Unsere anfaenglichen Sorgen bezueglich Dollar waren voellig unnoetig. Wir hatten jetzt bereits mehrfach Fahrzeuge von Dollar und noch nie Schwierigkeiten. Natuerlich muss man bei Abholung des Fahrzeugs darauf achten, dass nicht zu viele Meilen auf dem Tacho, keine Schaeden am Fahrzeug und die Reifen in Ordnung sind, aber das versteht sich eigentlich von selbst. Das gilt fuer jeden anderen Anbieter genauso. Und wenn man unzufrieden mit dem Angebot ist, dann hilft ein freundlicher Mitarbeiter sicherlich weiter.

 

Mit einem Meilenstand von 6.742 haben wir unseren Traverse wieder abgegeben, somit sind wir exakt 4.439 Meilen gefahren! Das ist mit 7.144 Kilometer somit ziemlich genau das, was wir erwartet haben. Der Gesamt-Durschnittverbrauch lag am Ende mit 11,6 Litern auf hundert Kilometer sogar noch etwas besser als zur Mitte der Reise. Prima!

 

  

 

Der Shuttle-Bus bringt uns zum Airport, wir nutzen den Self Check In und geben unsere Koffer ab. Sie werden gewogen, aber nicht nachgemessen. Kein Problem also. Beim Sicherheits-Check gratuliert man uns zur Weltmeisterschaft – wie so oft in den letzten Tagen – und dann geht’s vorbei an zahlreichen Slotmachines zum Gate. Das Boarding verzoegert sich, auch der Start ist spaeter als angekuendigt. Wir verlieren eine halbe Stunde und haben in Chicago nicht viel Zeit. Hoffen wir mal, dass der Pilot ein wenig Gas gibt und Zeit gut macht.

 

  

 

Gluecklicherweise sitzen wir auf der richtigen Seite und haben einen sagenhaften Blick auf den Strip und Las Vegas, wir fliegen eine wunderbare Schleife rund um die Hotels. Klasse.

 

 

 

Unser Flugzeug ist uebrigens eine Boeing 737-800 mit 3-3 Bestuhlung und voll ausgebucht. Von Take off bis Touch down sind es drei Stunden und vierzehn Minuten – das hoert sich ganz gut an. Naja – wir werden sehen. Auf dem Weg nach Chicago haben wir teilweise heftige Turbulenzen, das Flugzeug wird wirklich ordentlich durchgeschuettelt.

 

  

 

Der Pilot macht tatsaechlich etwas Zeit gut, unser Anschlussflug startet um 18.05 Uhr Ortszeit. Es bleibt uns etwas weniger als eine Stunde, um zum Abfluggate zu kommen.

 

  

 

Und siehe da – die Zeit reicht locker aus! In London waeren wir jetzt vermutlich zweimal im Kreis geflogen, dann haetten wir – obwohl wir ja den Sicherheitsbereich nie verlassen haben – erneut durch irgendwelche Sicherheitskontrollen laufen muessen und somit vermutlich unseren Flug verpasst.

 

  

 

In Chicago laeuft es relativ entspannt ab: keine Warteschleifen ueber dem Airport, beim Anschlussflug keine erneute und voellig unnoetige Sicherheitskontrolle und relativ kurze Wege. Ganz gemuetlich kommen wir vom Ankunfts- zum Abfluggate, ohne Passkontrolle, ohne Sicherheitskontrolle. Klasse.

 

  

 

Vielleicht werden wir kuenftig oefter mal mit United fliegen, denn sowohl bei Hin- als auch bei Rueckflug haben uns Service und Leistung wirklich gefallen, das Umsteigen in den USA war problemloser und einfacher als erwartet.

 

  

 

Das Boarding geht zuegig voran, die Boeing 777 ist nicht ganz ausgebucht. Unsere Plaetze sind prima, nur der Fluegel versperrt leider ein klein wenig die Sicht nach unten. Aber wir wollen spaeter ja sowieso schlafen! Die Flugzeit bis Muenchen sind etwa acht Stunden. Sylvia goennt sich einen Cabernet Sauvignon, das servierte Essen ist wieder sehr gut und so sind wir wirklich richtig zufrieden mit United. Wir sind wohl im falschen Vielfliegerprogramm…

 

  

 

Unsere Economy Plus Sitze sind zwar nicht mehr die allerneuesten, aber bequem und der Platz ist super. Aber schlafen koennen wir trotzdem nicht. Komisch, wie das manche Leute so hinbekommen. Was solls – da muessen wir eben durch.

 

 

Donnerstag, 17.07.2014 (Tag 22) - Hello Germany

 

Mit ein paar Minuten Verspaetung landen wir gegen zehn Uhr in Muenchen und machen uns ein wenig traurig und muede auf den Weg nach Hause. Mit einigen neuen Souvenir-Magneten, ein paar Klamotten und einem Tatoo haben wir schoene Erinnerungsstuecke mitgebracht, der Vorrat an Altoids ist auch wieder aufgefuellt.

 

 

Nach knapp zwei Stunden Fahrzeit kommen wir gut zuhause an, raeumen schnell das Auto aus und holen unsere Haustiere ab. Mal sehen, wie lange wir dieses Jahr mit dem Jetlag zu kaempfen haben. Als wir die erste Trommel Waesche einschalten wollen, tut sich gar nichts. Unsere Waschmaschine hat sich wohl gelangweilt und sich deshalb das Leben genommen. Toll. Also muessen wir uns morgen erst einmal nach einer neuen umsehen. That’s life…

 

 

Fazit:

 

Eine Wahnsinns-Rundreise geht ohne Probleme zu Ende, es hat uns trotz der manchmal vielen Fahrerei super gefallen und wir sind uns sicher, wir kommen wieder zurueck – sofern Job, Geld und Gesundheit es zulassen. Die befuerchteten Probleme sind weitestgehend ausgeblieben! Eine blutige Zehe, ein Nagel im Reifen und ein verlorenes Cap sind zu verschmerzen, Kleinigkeiten, die zu so einer Reise auch dazu gehoeren. Die Hitze war manchmal zwar anstrengend, aber uns ist es so lieber, als wenn es zu kalt gewesen waere. Ein weiteres 2011 wollten wir auf keinen Fall riskieren.

 

Waere vorbuchen wirklich noetig gewesen? Ein klares Nein, denn in allen Hotels und Motels waren bei unserer Ankunft noch Zimmer zu haben. Einige waren spaeter dann zwar ausgebucht, aber das haette uns dann ja egal sein koennen. Das Vorbuchen spart den Stress am Abend mit der Suche nach einem Zimmer, das ist angenehm. Es nimmt einem aber auch die Moeglichkeit, flexibel zu sein. Und es kann zu Druck fuehren, weil man ja immer zu einem fixen Termin an einem bestimmten Ort sein muss. Wir werden kuenftig wohl eher wieder ohne Vorbuchen in die Staaten reisen.

 

Obwohl wir in diesem Jahr mit den umfangreichen Einstellmoeglichkeiten unserer Kamera experimentiert und teilweise viele Belichtungsreihen geschossen haben, kommen wir nur auf laeppische 12.000 Fotos… Ein Klacks. Da wartet noch viel Arbeit auf mich, die schoensten fuer unsere traditionellen Fotobuecher auszusuchen. Unseren Fernausloeser haben wir wirklich oft benutzt, die Anschaffung hat sich also gelohnt!

 

 

Zeit fuer etwas Statistik:

Auf unserer sechsten gemeinsamen USA-Reise haben wir unsere Fuesse immerhin in 10 Bundesstaaten gesetzt. Wir waren in

9 National Parks

2 National Monuments

2 National Recreation Areas

1 National Memorial

4 State Parks

6 sonstige Parks, Valleys oder Canyons. Und hatten trotz alledem eigentlich keinen grossen Stress.

 

Mit Denver waren wir nun im 20. Hard Rock Cafe in den USA, wir hatten mit 47,8°C unseren bisher heissesten Tag und waren mit 4.307 Hoehenmetern so hoch wie nie zuvor.

 

Unser Vacation Song 2014 war in diesem Jahr schnell gefunden: Tiesto feat. Matthew Koma mit Wasted. Er wurde rauf und runter gespielt und war fuer uns der Song dieses Urlaubs. Mal sehen, wann er Deutschland erreicht. Wer mit dem Begriff "Vacation-Song" nichts anfangen kann, hier haben wir dazu etwas geschrieben.

 

 

Ausblick:

 

Im naechsten Jahr dann ist eine deutlich kuerzere, aber hoffentlich nicht minder interessante Runde in Planung. Wobei die Highlights dieser Reise wirklich kaum mehr zu toppen sein duerften. Aber man weiss ja nie… Bis dahin – Danke fuers Mitlesen und bis zum naechsten Reisebericht!

 

 

E N D E

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