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  Around the Rocky's 2014 Teil 3                                 (Tag 9)   (Tag 10)   (Tag 11)   (Tag 12)

 

Freitag, 04.07.2014 (Tag 9) – Rein ins Getuemmel

 

Jeder hat so kleine Traeume, die er sich mal erfuellen will. Als ich vor 19 Jahren das erste Mal vor dem Skycoaster in Kissimmee stand, wollte ich den unbedingt irgendwann mal „fliegen“. Auch der Shafer Trail und der Trail zum Delicate Arch waren solche Traeume. Und ich wollte wenigstens einmal einen Independence Day in den USA miterleben. Sylvia auch – aber vor allem wegen den unschlagbaren Angeboten beim Sale.

 

   

 

Die Outlets oeffnen nicht vor 10.00 Uhr, so koennen wir heute endlich mal ausschlafen! Und Zeit haben wir auch genug – ist ja fast wie im Urlaub! Kurz vor halb neun geht es heute erst zum Fruehstueck, dann fahren wir gemuetlich nach Castle Rock. Etwa 40 Minuten Fahrzeit Richtung Sueden, dort sind die wirklich grossen und schoenen Outlets of Castle Rock. Independence Day Shopping! Die Laeden oeffnen gerade, die Parkplaetze sind noch relativ leer.

 

  

 

Innerhalb von einer Stunde ist alles voll, auf dem grossen Gelaende verlaufen sich die Besucher aber wunderbar. Nirgends ist Gedraenge. Wir shoppen in unseren Lieblingsgeschaeften und nutzen die ueblichen Angebote an Feiertagen voll aus.

 

 

  

 

Es ist bereits kurz vor vier, als wir uns wieder auf den Rueckweg machen. Ein weiterer Stop bei Best Buy und bei Walmart, dann geht es erstmal zurueck ins Hotel. Toll – bei Adidas haben sie die Alarmsicherung vergessen, deswegen hat es beim Verlassen wie verrueckt gepiept.

 

  

 

Doch die freundliche Dame am Ausgang hat die Kleidung nur lasch kontrolliert und dann gemeint, es passt schon. Fehlalarm. Super! Und nun? Keine Ahnung, wie man das Ding abbekommt. Ist angeblich mit Farbe gefuellt, beim gewaltsamen Oeffnen ist der Pulli hin.

 

Am Abend fahren wir wieder nach Downtown Denver. Ein letzter Besuch im Hard Rock Cafe, dann ein wenig durch Downtown bummeln. Wieder ist viel los, der Flair gefaellt uns wirklich gut hier.

 

  

 

Ueberall ist mittlerweile Feuerwerk, ich glaube, die Amerikaner freuen sich riesig, dass wir wieder da sind… Sylvia meint, vielleicht wegen Independence Day – was fuer ein Quatsch. Ich lass sie mal in dem Glauben!

 

Im Grossen und Ganzen haben wir uns vom Independence Day irgendwie etwas mehr erwartet. Tagsueber war davon gar nichts zu merken, es scheint ein Tag wie jeder andere zu sein. Es haengen auch nicht mehr US-Flaggen draussen, die Leute arbeiten wie immer und niemand wuenscht einen Happy Independence Day oder sowas. Zumindest hier in Denver. Vielleicht sollten wir am 4. Juli mal zu Sylvias Schwester nach D.C. Einzig das Feuerwerk und natuerlich einzelne Veranstaltungen am Abend wie ein grosses Konzert im Stadion von Denver zeigen, dass der Tag eben doch etwas Besonderes ist.

 

Erst weit nach zehn Uhr abends sind wir zurueck im Hotel und schauen noch ein wenig in Richtung Downtown, um die Show noch ein wenig zu geniessen. Fuer mich war es heute trotzdem ein schoenes Erlebnis, einmal den Independence Day in den Staaten zu verbringen. Wer weiss, ob das terminlich noch einmal klappt in den naechsten Jahren. Das Fotografieren haben wir vor lauter in den Himmel kucken voellig vergessen...

 

Hotel/Motel:

Baymont Inn & Suites Lakewood

Fruehstueck:

Ja

free WiFi:

Ja

Bewertung:

Klasse

 

 

Temperatur

31°C

Gefahrene km:

174

 

 

Samstag, 05.07.2014 (Tag 10) – Willkommen im Teletubbie-Land

 

Nach einem leckeren Waffelfruehstueck verlassen wir nach drei Tagen gegen 8.15 Uhr unser schoenes Hotel in Denver und machen uns auf den Weg nach Norden. Ein letzter Blick nach Downtown, und dann sind wir weg. Denver hat uns richtig gut gefallen, viel besser als erwartet. Die Lage ist schon klasse, sieht man nach Westen, blickt man auf die gewaltigen Gipfel der Rockys, sieht man nach Osten, sieht man… nichts. Der Horizont ist eine gerade Linie.

 

 

Wir ueberqueren gegen zehn Uhr vormittags die Grenze nach Wyoming und sind eine viertel Stunde spaeter in der Hauptstadt dieses Bundesstaates, in Cheyenne.

 

  

 

 

Mit etwa 60.000 Einwohnern ist Cheyenne eine der kleineren Hauptstaedte in den USA, das Capitol gefaellt uns aber sehr gut. Man kann direkt davor parken, sodass wir ein wenig drumherum spazieren und genug Zeit fuer Fotos haben.

 

  

 

  

 

Nach einem Stop bei Starbucks und Tanken setzen wir unsere Reise nach Norden fort. Jetzt ist wieder Sylvia an der Reihe und klemmt sich hinters Steuer. Das erste Mal duerfen wir hier 80 Meilen pro Stunde fahren, das sind immerhin ca. 130 km/h. Da kommt man schon ganz gut voran.

 

  

 

Nach Cheyenne ist die Landschaft wenig aufregend. Gruene Wiesen und Huegel soweit das Auge reicht. Wir sind im Teletubbie-Land angekommen (das soll jetzt nicht abwaertend sein – erinnert uns nur irgendwie dran…)! Naja, immerhin geht’s schnell vorwaerts.

 

 

Wir kommen vorbei an Wheatland, einem kleinen Ort an der Interstate. Hier habe ich vor 15 Jahren in einem Motel 6 mal uebernachtet. Das gibt’s sogar immer noch. Damals allerdings war das Wetter viel schlechter, unwetterartige Gewitter samt Tornadowarnung beim einchecken im Motel. Sirenen heulten und draussen ging scheinbar die Welt unter. Heute ist es trocken und heiss, so wie es uns gefaellt.

 

  

 

Um viertel vor eins sind wir an unserem zweiten Ziel des Tages: Fort Laramie National Historic Site. Dort machen wir erst einmal eine kurze Brotzeitpause, dann laufen wir gemuetlich ueber das Gelaende und besichtigen die Ruinen und erhaltenen bzw. renovierten Gebaeude.

 

  

 

  

 

  

 

  

 

Offiziershaeuser und Mannschaftsquartiere koennen zumindest durch Plexiglasscheiben von innen besichtigt werden. Ganz interessant, aber nicht unbedingt das Highlight unserer Reise. Eine kleine Slideshow zu Fort Laramie ist hier zu finden!

 

  

 

  

 

  

 

Um viertel nach zwei setzen wir unsere Fahrt fort und ueberqueren wenig spaeter die Grenze nach Nebraska. Unsere heutige Uebernachtung ist im Holiday Inn in der 14.000 Einwohnerstadt Scottsbluff.

 

  

 

Die Zimmer sind richtig schoen, doch leider haben sie nur einen Indoor-Pool. Bei 39°C haetten wir uns einen Aussenpool gewuenscht, aber man kann eben nicht alles haben.

 

 

Nachdem wir unsere Koffer auf unser Zimmer gebracht haben, geht die Fahrt zu unserem dritten Ziel heute weiter: das Scotts Bluff National Monument. Es ist nur acht Meilen entfernt, und schon von unserem Hotel aus zu sehen.

 

  

 

Eigentlich handelt es sich bei diesem Park um eine Klippe aus Sandstein suedlich des North Platte River. Sie war Mitte des 19. Jahrhunderts eine weithin sichtbare Markierung fuer den sogenannten Oregon-Trail. Ueber den Oregon Trail verlief die erste Siedlerroute ueber die Rocky Mountains, um den Westens der Vereinigten Staaten zu besiedeln. Mitte des 19. Jahrhunderts – etwa ab 1840 - zogen Pioniere aus dem Osten und der Mitte der USA rund 2.200 Meilen – also ca. 3.500 km - in Planwagen durch die Steppen, Wuesten und Berge, um neue Regionen Nordwesten zu besiedeln. Grosse Teile der Route wurden auch fuer Trecks in andere Teile des Westens genutzt. Der Name Scotts Bluff bezieht sich auf den Trapper Hiram Scott und die englische Bezeichnung fuer Klippe – Bluff.

 

  

 

Wir fahren den ca. zwei Meilen langen Mitchell-Pass hinauf, der durch drei Tunnels bis zu einem Parkplatz auf dem Gipfel des Berges fuehrt. (Eine Slideshow zu Scotts Bluff National Monument ist hier zu finden)

 

  

 

Dort laufen wir den gut einen Kilometer langen Wanderweg bis zu einigen Aussichtspunkten und haben einen wirklich super Blick auf Scottsbluff und die Umgebung. Wunderschoen anzusehen ist dabei auch der etwas abseits stehende Dome Rock. Ein zweiter Wanderweg mit ca. 4 km Laenge fuehrt wieder zurueck ins Tal und zum Visitorcenter mit angegliedertem Museum.

 

  

 

  

 

  

 

Ein Einheimischer auf dem Parkplatz warnt uns eindringlich davor, den markierten Trail zu verlassen. Vor zwei Wochen ist hier ein kleines Maedchen von einer Klapperschlange gebissen worden, die hier sehr zahlreich zu finden sind. Auch auf einigen Hinweisschildern wird vor dem Verlassen des Trails gewarnt. Schweren Herzens halten wir uns an den Ratschlag und sind besonders vorsichtig. Natuerlich wollen wir nicht unbedingt gebissen werden, aber sehen wuerden wir schon gern eine. Leider haben wir Pech, nur einmal hoeren wir hinter einer Buschgruppe ein Klappern, dass wohl von einer Rattlesnake gekommen ist. Schade.

 

  

 

  

 

Bei dem grossen Schmetterling muessen wir an Thomas vom Stammtisch denken und sind uns sicher, dass er mit dem Flattermann seine helle Freude haette. Scotts Bluff ist ein nettes kleines National Monument, dass uns gut gefallen hat. Nicht so spektakulaer wie einige andere Parks unserer diesjaehrigen Reise, aber trotz alledem sehenswert.

 

  

 

Auf unserem Weg zurueck stoppen wir bei Walmart fuer weitere Einkaeufe, da bei dieser Hitze unser Getraenkevorrat schon bedenklich zur Neige gegangen ist. Ausserdem brauchen wir fuer morgen ja auch wieder eine Brotzeit. Nur wenig weiter ist eine kleine Mall, in der auch ein Sportgeschaeft ist. Dort versuche ich mein Glueck und gehe mit meinem immer noch alarmgesicherten Adidas-Pulli hinein in der Hoffnung auf Hilfe. Leider haben die keine Alarmsicherung, aber am Ende der Mall bei Herbergers (oder so aehnlich), einem grossen Bekleidungsgeschaefft, koennten sie mir vielleicht helfen.

 

 

Tatsaechlich loese ich schon beim Eintreten einen Alarm aus und werde sofort von mehreren Verkaeuferinnen misstrauisch in Empfang genommen. Leute – ich bin doch reingekommen und nicht rausgegangen – nur die Ruhe. Nachdem ich mein Problem geschildert und den Kassenbeleg vorgelegt habe, entfernt eine nette Verkaeuferin die Alarmsicherung und ich darf gehen (ohne verhaftet zu werden).

 

Zum Abendessen fahren wir heute wieder mal zu Pizza Hut, gegen halb neun sind wir dann wieder zurueck in unserem Hotel.

 

Hotel/Motel:

Holiday Inn Express Scottsbluff

Fruehstueck:

Ja

free WiFi:

Ja

Bewertung:

Prima

 

 

Temperatur

39°C

Gefahrene km:

509

 

 

Sonntag, 06.07.2014 (Tag 11) – Die Luft ist raus - aber nur fast!

Um acht Uhr starten wir unseren heutigen Trip. Sylvia klemmt sich hinters Steuer und ist erstmal geschockt. Die Luftdruckanzeige unseres Autos sagt, niedriger Luftdruck hinten rechts. Nach einer kurzen Kontrolle, ob wir noch genug Luft im Reifen haben, stellen wir fest, dass fahren noch moeglich ist und suchen uns die naechste Tankstelle.

 

 

 

 

StepMap USA 2014 05USA 2014 05
 

Der Druck ist tatsaechlich sehr niedrig im Vergleich zu den anderen Reifen, also fuellen wir auf und machen uns mit gemischten Gefuehlen auf unsere Reise nach Norden. Im Bordcomputer entdecken wir die Druckanzeige und beobachten genau, ob sich der Druck veraendert. Wir haben zwar immer noch weniger als in den anderen Reifen, aber nur minimal und wenigstens konstant. O.K., dann warten wir mal ab, ob die Luft haelt. Anfangs ist die Fahrt wenig aufregend, es geht endlos lange immer geradeaus ueber das flache Land, kaum Ortschaften oder Menschen. Hoffentlich haelt der Reifen.

 

 

Erst mit dem Erreichen der State Line nach South Dakota wird es ein wenig abwechslungsreicher. Allerdings ist genau hier eine Baustelle und das Welcome-Sign wurde abmontiert – Gemeinheit. Naja – wir werden unser Foto schon noch bekommen. Etwas spaeter machen wir einen Fahrerwechsel und ich chauffiere uns fuer den Rest des Tages durch South Dakota.

 

  

 

  

 

Gegen halb zwoelf stehen wir im Visitorcenter des Wind Cave National Park in der Schlange, um Tickets fuer eine Hoehlentour zu ergattern. Wir schaffen es gerade noch, die 12.00 Uhr Tour zu buchen, eine von drei verschiedenen Fuehrungen, die angeboten werden. Die Natural Entrance Tour ist etwa 75 min lang und auf der mittleren Ebene der Hoehle, die auf drei „Etagen“ etwa 200 Meter in die Tiefe geht.

 

  

 

Derzeit sind ca. 220 km erforscht, wobei jedes Jahr bis zu 5 km neu hinzukommen. Schaetzungen gehen davon aus, dass maximal 50% des Hoehlensystems bisher kartographiert sind. Derzeit ist sie wohl die sechstgroesste Hoehle der Welt.

 

  

 

Unsere Tour ist beeindruckend, es geht auf vielen Stufen in das Innere der Hoehle hinab, enge Gaenge gefolgt von groesseren Hallen und umgekehrt. Immer wieder erzaehlt uns die Rangerin Einzelheiten zu Entdeckung und Entstehung.

 

  

 

Am Ende der Tour geht es aus 60 Metern Tiefe mit einem Aufzug in 20 Sekunden zurueck an die Oberflaeche. Damit ist der Aufzug der schnellste im ganzen Staat – so wurde es zumindest erzaehlt.

 

  

 

Nach der Hoehlentour sehen wir auf der Fahrt durch den National Park unsere ersten Bisons. Leider sind sie nicht direkt an der Strasse, aber immerhin nah genug fuer ganz passable Fotos. Eine Slideshow zum Wind Cave National Park ist hier zu finden.

 

  

 

 

Unsere Route fuehrt uns anschliessend durch den Custer State Park, wo wir einige Pronghorn (Gabelboecke oder Gabelhornantilope) entdecken. Und ueberall wimmelt es von Praeriehunden.

 

  

 

An der Blue Bell Lodge finden wir einen schoenen Platz zum Brotzeit machen und setzen und gemuetlich in den Schatten. Die Landschaft ist wunderschoen, doch wir muessen weiter.

 

  

 

Im Souvenirshop der Blue Bell Lodge wollen wir nur schnell einen Magneten kaufen, doch die Verkaeuferin ueberrascht uns mit einigen deutschen Saetzen. Sie war Anfang der Neunziger mit ihrem ersten Mann eineinhalb Jahre in Deutschland, der bei der Army in Vilseck nahe Amberg stationiert war. Wieder einer dieser lustigen Zufaelle, so schnell kommt man dann nicht wieder weiter.

 

  

 

Nach dem netten Plausch zeigt uns eine andere Verkaeuferin noch ein Bison, dass unmittelbar hinter dem Geschaeft in der Sonne liegt. Wir koennen relativ nahe an dieses riesige Tier heran und machen ausgiebig unsere Fotos.

 

  

 

Etwas spaeter kommen wir nach Custer und tanken unseren Traverse voll. Der Verbrauch haelt sich eigentlich noch in Grenzen, wenn man Groesse, Gewicht und Leistung betrachtet. Mit knapp 12 Litern pro 100 km ist er zwar nicht gerade sparsam, aber wir haetten schlimmeres erwartet. Kurze Reifenkontrolle, dann duesen wir zu unserem naechsten Ziel, dem Crazy Horse Memorial, ein Monument zu Ehren des Oglala-Lakota-Indianers Crazy Horse.

 

  

 

Der Eintritt kostet schlappe 11,00 Dollar pro Person, nur um das Museum und die Shops zu besichtigen. Eine Tour mit einem Van auf die Aussichtplattform wuerde weitere 145,00 Dollar kosten. Wir passen – das ist es uns nicht wert. Ich bin auch etwas ueberrascht, denn bei meinem ersten Besuch hier vor 15 Jahren hat sich die Skulptur so gut wie gar nicht veraendert. Ein wenig mehr Fortschritt haette ich schon erwartet.

 

Die Arbeiten werden von nur einer Indianerfamilie durchgefuehrt, Baubeginn war 1948 und es werden von jetzt an mindestens weitere 100 Jahre Bauzeit veranschlagt. Nach dem Tod des Familienoberhauptes Ziolkowski 1982 wurden die Arbeiten von dessen Frau weitergefuehrt, die im Mai 2014 verstarb. Nun sind sieben ihrer zehn Kinder damit beschaeftigt, das Monument weiter voranzubringen. Die letzten Jahre hat man aber vorwiegend am Museum gearbeitet. Die hier lebenden Lakota-Indianer sind allerdings sowieso nicht sonderlich begeistert, denn sie betrachten die Black Hills als heilig.

 

  

 

Ebenfalls in den Black Hills und eine knappe halbe Stunde entfernt ist das weltberuehmte Denkmal Mount Rushmore, das zwischen 1927 und 1941 errichtet wurde. Es zeigt von links nach rechts die vier Praesidenten George Washington (1. US-Praesident), Thomas Jefferson (3.), Theodore Roosevelt (26.) und Abraham Lincoln (16.). Jeder Kopf ist 18 Meter hoch! Wir bummeln eine gute Stunde ueber das Gelaende, machen zahlreiche Fotos und fahren dann weiter Richtung Rapid City. Eine Slideshow zu Mount Rushmore ist hier zu finden.

 

  

 

  

 

  

 

 

Am Fuss des Mount Rushmore ist Keystone, eine nette kleine Touristenfalle mit zahlreichen Shops, Motels und tollen Gebaeuden. Wunderschoen gemacht, zwar eben sehr touristisch aber uns gefaellts. Doch bleiben wollen wir nicht, denn unser Hotel ist ja schliesslich vorgebucht.

 

  

 

  

 

Unser heutiges Hotel ist das Days Inn, das wir gegen halb sieben am Abend erreichen. Die Zimmer sind noch o.k., alt und klein – aber sauber, allerdings hatten wir schon deutlich bessere in diesem Urlaub. Rapid City ist mit etwas mehr als 60.000 Einwohnern die zweitgroesste Stadt in South Dakota und bietet zahlreiche Moeglichkeiten fuer Touristen. Man koennte hier und in der Umgebung durchaus sehr viel mehr Zeit verbringen, als wir haben. Mal sehen, was wir morgen alles in den Tag reinquetschen koennen. Vorausgesetzt, unser Hinterreifen spielt mit!

 

Hotel/Motel:

Days Inn Rapid City

Fruehstueck:

Ja

free WiFi:

Ja

Bewertung:

Geht noch

 

 

Temperatur

28°C

Gefahrene km:

372

 

 

Montag, 07.07.2014 (Tag 12) – Nagelprobe fuer lehmige Berge

 

Gestern Abend haben wir noch gelesen, dass ab heute der White Rim Trail ab Kreuzung Shafer Trail – Potash Road wegen Ausbesserungsarbeiten geschlossen wird. Da hatten wir ja richtig Glueck, dass wir die noch fahren konnten! Die Baufahrzeuge haben wir ja stehen sehen, jetzt wissen wir auch, wieso… Und vielleicht auch, warum dass die Potash in so schlechtem Zustand war. Irgendwie muessen die Bagger ja zum White Rim Trail gekommen sein. Zur Erinnerung:

 

 

Weniger Glueck haben wir mit unserem Motel. Das Days Inn hat kleine, alte Zimmer (aber zumindest sauber) und das Fruehstueck in eigentlich indiskutabel. Toast ist das einzige, was es gibt! So etwas hatten wir noch nie. Einzig der Pool rettet fuer uns die Bewertung „maessig“. Schade, aber fuer zwei Naechte kommen wir klar damit.

 

 

 

Nach dem „Fruehstueck“ wollen wir unsere heutige Tour starten, aber der Bordcomputer unseres Autos meldet sofort wieder zu wenig Reifendruck rechts hinten. Na toll! Es bleibt uns nichts anderes uebrig, als zu einer Reifenwerkstatt zu fahren. Direkt gegenueber des Hotels ist TMA (Tire Muffler Alignment), keine 150 Meter entfernt! Um kurz nach halb acht sind wir dort, sofort kuemmert man sich um unser Problem. Keine halbe Stunde spaeter ist der Reifen geflickt, ein grosser Nagel war die Ursache fuer unseren schleichenden Plattfuss.

 

  

 

Ich zuecke meine Kreditkarte und bin baff: die Reparatur kostet gerade einmal 16 Dollar! Sechzehn… Da hatten wir mit deutlich mehr gerechnet! Auf den Flicken gibt es sogar lebenslange Garantie – also auf das Reifenleben bezogen… Klasse! Da kann man sich die teuere Reifenversicherung bei der Mietwagenfirma wirklich sparen. Wenn man natuerlich mitten im Nirgendwo einen Plattfuss hat, kann die Sache wieder ganz anders aussehen. Es ist auch wohl ueblich, dass solche Schaeden hier immer geflickt werden und nicht gleich der ganze Reifen erneuert wird. Wie auch immer – wir sind zufrieden, dass alles so schnell und problemlos behoben wurde.

 

  

 

Ein Gewitter zieht knapp an uns vorbei, nur ein paar Regentropfen erwischen uns. Allerdings zieht es genau in die Richtung unseres heutigen Ziels: dem Badlands National Park. Wir fahren um kurz vor halb neun los und treiben es unermuedlich vor uns her, doch wir sind trotzdem etwas schneller. Um nicht doch noch erwischt zu werden, biegen wir rechts ab und fahren ein wenig durch das Gebiet der Oglala-Lakota-Indianer in Richtung Suedeingang des Parks.

 

  

 

Dort durchquert man nur zweimal ganz kurz schmale Streifen des National Parks, die zwar ganz nett, aber nicht sooo spektakulaer sind.

 

  

 

Also drehen wir um und erreichen gegen halb elf den eigentlichen Parkeingang, wo die wunderschoene Panoramastrasse beginnt. Gleich zu Beginn geht es eine kleine Passtrasse hinauf und bietet einen atemberaubenden Ausblick auf die Badlands.

 

  

 

Der Name kommt daher, dass der hier vorkommende Boden fuer die Landwirtschaft voellig ungeeignet ist. Es ist extrem lehm- und tonhaltige Erde, aus denen auch die umliegenden Berge bestehen.

 

  

 

Von weitem sehen diese Berge fast aus, als waeren sie aus verschiedenen Gesteinsschichten, eigentlich ist es aber hauptsaechlich stark verdichteter Lehm. Eigenartig, darauf zu gehen. Aber der Anblick ist richtig klasse.

 

  

 

Es wundert uns eigentlich, dass man auf diesen Huegeln umherlaufen darf, da sie tatsaechlich sichtbar beschaedigt werden, aber an vielen Stellen fuehren kleine Wanderwege direkt ueber diese Berge. Einmal gibt es sogar die Moeglichkeit, auf einen Berg zu steigen und sich seinen eigenen Weg voellig frei zu suchen. Erstaunlich!

 

  

 

  

 

Wir halten an mehreren Aussichtpunkten, spazieren kurze Trails, immer ein Auge auf den Boden gerichtet. Ueberall wird vor Klapperschlangen gewarnt, aber leider sehen wir keine.

 

  

 

Gegen halb drei machen wir uns dann auf den Rueckweg nach Rapid City. Der Ausflug hat sich gelohnt, den Badlands National Park muss man unbedingt einmal gesehen haben. Hier noch ein paar Eindruecke von verschiedenen Viewpoints - und eine Slideshow zum Badlands National Park gibts hier.

 

  

 

 

  

 

  

 

 

Eine gute Stunde spaeter sind wir wieder zurueck und ueberlegen, wie wir den Rest des Tages fuellen wollen. Es gibt viele Moeglichkeiten, die Jewels Cave zum Beispiel ist die zweitgroesste Hoehle der Welt, ein Drive-Through-Zoo ist nicht weit entfernt, ebenso ein Reptilienzoo. Besonders reizen wuerde mich die 17 Meilen lange Iron Mountain Road, da wir aber sowieso viel Fahrerei in diesem Urlaub haben, entscheiden wir uns spontan, einfach nach Downtown zu fahren.

 

  

 

  

 

Hier ist der Presidential Walk, wo alle ehemaligen Praesidenten der USA als Bronzeskulpturen zu finden sind. An jeder Kreuzung stehen vier dieser Statuen. Alle ausser einem: Barack Obama kommt erst nach dem Ende seiner Amtszeit dazu.

 

  

 

  

 

Wir bummeln ein wenig durch die nette City und sind zufrieden mit unserer Entscheidung. Man muss ja nicht immer fahren. Und alles koennen wir sowieso nicht ansehen. Eine Slideshow zu Rapid City ist hier zu finden.

 

  

 

  

 

Nach einem Shopping-Stop bei Kohl’s geht es heute ins Outback Steakhouse zum Abendessen. Wir frieren, denn die Klimaanlage ist auf Schockfrosten eingestellt. Dennoch ist das Essen super, mein geliebtes New York Strip Steak ist zart und mager, so wie ich es mag. Sylvia entscheidet sich fuer Chicken on the barbie, auch das schmeckt richtig klasse.

 

Danach geht es zurueck zu unserem Hotel, wo wir den Abend gemuetlich am Pool verbringen. Mittlerweile haben wir ein paar verschiedene M&M-Sorten gehamstert, die Packung mit den Riesen-M&Ms ist schon halb leer! Man muss nur die Augen offenhalten, dann finden sich sogar in kleinen, alten Hotelzimmern interessante Fotomotive – so wie die Klopapierrolle von Wausau… was haben wir gelacht!

 

  

 

Hotel/Motel:

Days Inn Rapid City

Fruehstueck:

Ja

free WiFi:

Ja

Bewertung:

Maessig

 

 

Temperatur

28°C

Gefahrene km:

365

 

 

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