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  Around the Rocky's 2014 Teil 1                                  (Tag 1)   (Tag 2)   (Tag 3)   (Tag 4)

 

Donnerstag, 26.06.2014 (Tag 1) - ...und Abflug!

 

Endlich geht es los. Abflug zu unserer sechsten gemeinsamen USA-Reise. Beim Blick auf den Kalender stellen wir fest, dass dieses Datum heute fuer uns eine Besonderheit hat: letztes Jahr sind wir am 26.06. von Atlanta aus zurueckgeflogen. Somit betreten wir den amerikanischen Boden auf den Tag genau ein Jahr spaeter wieder. So ein Zufall…

 

Wir haben uns vorgenommen, heute besonders wachsam zu sein. Erstmals fliegen wir mit einer amerikanischen Fluglinie. Vor gut zwei Wochen haben wir die Meldung gelesen, dass die Abmessungen fuer das Handgepaeck deutlich verschaerft wurden. Unsere Trollys haben gluecklicherweise genau die richtigen Masse, es sollte also kein Problem geben. Hoffentlich…

 

  

 

Aufpassen muessen wir auch beim Gepaeck! Es wurde uns erzaehlt, dass United gerne mal Zusatzgebuehren fuer das Reisegepaeck auf den Anschlussfluegen berechnet. Wir haben uns vergewissert, dass alles bis zum Zielflughafen bezahlt ist und hoffen auch hier, dass wir keine Probleme bekommen werden.

 

Zu guter Letzt ist da auch noch unser Mietwagen. Obwohl wir mit Dollar noch nie Probleme hatten, sind wir durch verschiedene Berichte im Internet leicht verunsichert, ob dieser Anbieter noch immer eine gute Wahl ist. Naja – wir werden sehen.

 

Unser Wecker klingelt um 4.30 Uhr. Wir haben eigentlich ganz gut geschlafen, die Koffer sind fertig gepackt und wir sind startklar. Nach einem schnellen Kaffee starten wir um 5.00 Uhr nach Muenchen. Unsere Katze Flo und Hase Daisy haben wir gestern zur Urlaubsbetreuung zu Bekannten gebracht, sie sind also bestens versorgt. Trotzdem faellt es uns jedes Jahr schwer, uns von den beiden zu trennen. Aber dort sind sie bestens aufgehoben.

 

Die Autobahn ist relativ frei, wir kommen ohne Stau und Pannen puenktlich in Freising an. Um sieben Uhr werden wir dann von unseren Freunden zum Flughafen chauffiert. An dieser Stelle einmal ein ganz dickes Dankeschoen an Trixi und Wolfgang, weil sie uns jedes Jahr zum Flughafen bringen und wieder abholen. So einen Service hat schliesslich nicht jeder!

 

Der Online-Check In gestern hat leider nicht geklappt, so muessen wir etwas zeitiger am Schalter sein. Wir waren schon verunsichert, da es bisher noch nie Probleme beim Online-Check In gab, aber wie sich auf Nachfrage bei United Airlines herausstellte, funktioniert das nur, wenn man schon einmal mit United geflogen ist. Die Paesse muessen zumindest einmal vom Personal durch das Lesegeraet gezogen werden, erst dann klappt es online auch. Aha, wieder was gelernt.

 

Beim Check In haben wir nicht mal 10 Minuten Wartezeit, auch die Schlangen bei den Sicherheitskontrollen sind sehr kurz. So bleibt uns genuegend Zeit fuer ein kleines Fruehstueck, das allerdings nicht ganz billig ist. Ach was solls – jetzt ist Urlaub.

 

  

 

Das Boarding beginnt um 9.00 Uhr, alles verlaeuft schnell und problemlos. Groesse und Gewicht unseres Handgepaecks interessiert niemanden, diese Sorge war fuer den Flug nach New York zumindest schon mal unbegruendet.

 

Unsere nicht ganz voll besetzte Boeing 767-400 startet mit ein paar Minuten Verspaetung um 9.45 Uhr bei strahlend blauem Himmel ueber Muenchen. Mit 8°C Aussentemperatur ist es aber ganz schoen frisch. Wir haben wieder zwei Plaetze in der letzten Reihe, dort sitzen wir eigentlich am liebsten. Hier kann wenigstens niemand staendig von hinten an unseren Sitzen ruetteln.

 

  

 

Unser erster Eindruck von United bisher ist sehr positiv, der Sitzabstand ist gefuehlt auch nicht kleiner als bei British Airways oder Air France, das Angebot an Filmen in Deutsch ist deutlich groesser. Es sollte uns also nicht langweilig werden.

 

Ich sehe mir 3 days to kill und Jack Ryan – Shadow Recruit an, Sylvia Winter Tales und Labour day. Obwohl es zwischenzeitlich sehr bewoelkt geworden ist, verlaeuft der Flug weitestgehend ruhig. Ab und zu mal etwas Kopfsteinpflaster, aber nicht weiter schlimm. Angenehm ueberrascht waren wir heute auch vom Essen. Das flugzeugtypische Chicken-Menue war ausgezeichnet, auch der Salat richtig gut.

 

  

 

Nach knapp neun Stunden Flugzeit erreichen wir den Newark Intl. Airport von New York um 12.45 Uhr Ortszeit. Wartezeit bei der Immigration: 5 (Fuenf!) Minuten, unsere Koffer laufen auch schon munter ueber das Band, Wartezeit beim Zoll: keine! Klasse. Laeuft ja wie am Schnuerchen bisher. Unser Gepaeck ist schon wieder auf der Reise, waehrend wir mit dem Bus von Terminal B zum Terminal C fahren muessen.

 

  

 

Auch hier geht alles schnell und problemlos. Wir haben einen fantastischen Blick auf die Skyline von New York, nehmen uns Zeit fuer ein paar Fotos und einen Cappu. Boarding fuer unseren Weiterflug nach Las Vegas beginnt um 14.30 Uhr Ortszeit, unsere Boeing 737-800 ist nicht ganz ausgebucht.

 

  

 

Der Start verzoegert sich leider etwas, aber um kurz vor halb vier sind wir dann endlich in der Luft. Auf unserer Route sind wohl einige schwere Gewitter unterwegs, denen unser Pilot gerne ausweichen wuerde, soweit das moeglich ist. Lassen wir uns mal ueberraschen, wie rauh der Flug wird.

 

Kurze Zeit spaeter kommt es tatsaechlich zu heftigen Turbulenzen, die fast bis Las Vegas anhalten. Trotzdem landen wir puenktlich um 17.30 Uhr Ortszeit. Prima. Beim Landeanflug haben wir einen tollen Blick auf den Lake Mead und den Hoover Dam, vom Las Vegas Strip sehen wir leider nichts.

 

  

 

Bei der Gepaeckausgabe geht es auch ratzfatz, das Shuttle zum Rental Car Center wartet ebenfalls schon auf uns.

 

 

Dort angekommen erstmal ein Schock: ca. 50 Leute vor uns am Schalter von Dollar, nur ein einziger Schalter geoeffnet. Doch Gott sei Dank oeffnen nach und nach weitere Schalter, bis sich dann endlich vier Mitarbeiter um den Kundenansturm kuemmern. Komisch: bei Alamo und National steht niemand! Gar keiner! Haben wir auch noch nicht gesehen. Wartezeit nun eine gute Stunde. Naja – was solls – wir sind doch in Urlaub.

 

Erstaunlicherweise wird dieses Mal gar nicht versucht, uns ein anderes Fahrzeug aufzuschwatzen, auch bei den Versicherungen nur eine kurze Nachfrage – dann ist alles erledigt. In der Garage dann die Enttaeuschung: es gibt keinen Grand Cherokee. Angeblich gab es eine Rueckrufaktion, keine Mietwagenfirma haette derzeit auch nur einen da. Stattdessen bleibt uns die Wahl zwischen zwei Standart-SUVs, beide mit ca. 30.000 Meilen und teilweise sogar mit kleineren Dellen. Die wollen wir nicht!

 

  

 

Der Mitarbeiter ueberlegt kurz und fuehrt uns dann zu einem wahren SUV-Monster: ein Chevrolet Traverse LT mit drei Sitzreihen, vollautomatischem Allrad und 3,6-Liter Motor mit 288 PS. Meilenstand: 2303! Rueckfahrkamera und Satellitenradio inclusive! Aufpreis: KEINER! So gefaellt uns das schon besser. Mal sehen, ob am Ende des Urlaubs die Begeisterung noch genauso gross ist!  

 

  

 

Wir schnappen uns den Chevi, schliessen unser Navi an und fahren zum Walmart. Erster Einkauf, dann endlich fahren wir zu unserem Hotel: dem Hard Rock Hotel und Casino. Check In geht schnell, um 22.00 Uhr sitzen wir schon im Hard Rock Cafe und essen zu Abend.

 

  

 

  

 

Gegen Mitternacht Ortszeit – etwa neun am Freitagmorgen in Deutschland – fallen wir muede ins Bett. Was fuer ein laaanger Tag!

 

Hotel/Motel:

Hard Rock Hotel Las Vegas

Fruehstueck:

Nein

free WiFi:

Ja

Bewertung:

Klasse!

 

 

Temperatur

36°C

Gefahrene km:

16

 

 

Freitag, 27.06.2014 (Tag 2) - Schon wieder Zeitumstellung

 

Um 6.30 Uhr werden wir wach. Prima, wir haben immerhin sechseinhalb Stunden durchgeschlafen. Das reicht eigentlich gut aus, um das Jetlag schnell zu verdauen. Wir sehen aus dem Fenster, blicken auf's Hofbraeuhaus und freuen uns, dass der Urlaub endlich da ist.

 

  

 

Fruehstueck gibt es heute bei Mr. Lucky’s, einem Restaurant im Hard Rock Hotel. Belgische Waffeln mit frischen Erdbeeren und Eiern. Voll lecker, aber verdammt teuer. Gut, dass dies das einzige Mal ist, wo wir kein Fruehstueck bei den vorgebuchten Uebernachtungen dabei haben.

 

  

 

Wir bummeln noch etwas durch das Casino, dann packen wir unsere sieben Sachen zusammen und duesen kurz vor halb neun los in Richtung Hoover Dam.

 

  

 

  

 

Die 30°C-Marke haben wir jetzt schon geknackt! Passt.

 

  

 

Nach einem kurzen Fotostop am Lake Mead laufen wir um halb zehn zur grossen Talbruecke, die den Colorado River direkt vor dem Hoover Dam ueberquert – die Mike O’Callaghan - Pat Tillman Memorial Bridge.

 

  

 

Die Aussicht ist absolut fantastisch. Die Bruecke ist 580 Meter lang und 268 Meter hoch – uns wird fast schwindelig, als wir so nach unten schauen. Der Blick auf den Hoover Dam und den Lake Mead ist einfach klasse.

 

  

 

Da wir vor drei Jahren den Dam schon besichtigt haben, reicht uns die Aussicht von hier oben und so fahren wir um zehn Uhr weiter. Eine kleine Slideshow zum Hoover Dam und zum Hoover Dam Bypass 2011 und 2014 ist hier zu finden.

 

  

 

Nach etwa einer Stunde sind wir in Kingman angekommen. Dort verlassen wir die Interstate und fahren durch den Ort auf die historische Route 66. Wir nehmen uns ein wenig Zeit, um ein paar Fotos zu machen, bevor wir der Route 66 weiter folgen.

 

  

 

Diese fuehrt ueber Peach Springs bis nach Seligman und ist weniger spektakulaer, als man vielleicht erwarten wuerde. Direkt am Strassenrand kurz vor Peach Springs sehen wir einen Koyoten, der allerdings so schuechtern ist, dass er sofort reissaus nimmt, als wir verlangsamen und versuchen, ihn zu fotografieren. Schade.

 

 

In Peach Springs goennen wir uns eine kleine Pause, kaufen einen kleinen Magnet-Pin und futtern ein Eis. In Seligman angekommen nehmen wir uns wieder Zeit fuer ein paar Fotos, Sylvia muss in den Knast und ich darf mal eine moderne Kutsche besteigen... Eine Slideshow zu diesem Stueck der Route 66 ist hier zu finden.

 

  

 

  

 

Anschliessend fahren wir ueber die Interstate 40 weiter bis nach Williams. Dort sehen wir im wirklich sehenswerten historischen Ortskern ein kleines Cafe – das „Cafe 326“ – und beschliessen, eine kurze Pause einzulegen. Nach einer kleinen Staerkung mit einem leckeren Cappuccino und Cinamon Rolls bummeln wir noch gemuetlich ein paar Blocks die Strasse entlang, dann setzen wir unseren Weg fort zum Grand Canyon.

 

  

 

Eigentlich war fuer heute ein Hubschrauber-Rundflug geplant. Allerdings haben wir unterwegs einfach zu oft gebummelt und dadurch zu viel Zeit verloren. Erst gegen 15.45 Uhr sind wir am Grand Canyon Airport, der naechste moegliche Flug waere erst eine gute Stunde spaeter moeglich. Das ist uns einfach zu knapp. Also beschliessen wir, den Rundflug auf eine der naechsten USA-Reisen zu verschieben. Wir kommen ja sicher wieder…

 

  

 

Nach dem Kauf des National Park Passes fahren wir am South Rim entlang nach Osten. Immer wieder halten wir an den View Points an und bestaunen diese riesige Schlucht.

 

 

Da wir bereits vor drei Jahren hier waren (eine kleine Slideshow davon ist hier zu finden), sind die Stops allerdings kuerzer als gewoehnlich. Denn eigentlich wollten wir nach dem Rundflug ohne grosse Pausen schnell weiter.

 

  

 

Am Strassenrand sehen wir einen riesigen Hirsch stehen. Unglaublich, wie gross der ist. Ein Pferd ist nichts dagegen.

 

Slideshows und Infos zum Grand Canyon N.P.

 

  

 

Die letzte Etappe bringt uns dann ueber Cameron und Tuba City nach Kayenta, das wir ziemlich genau um 9.00 Uhr abends erreichen. Eigentlich erst acht – aber die Uhren gehen hier schon nach Mountain Time. Mangels groesserer Auswahl essen wir im McDonalds noch eine Kleinigkeit zu Abend, bevor wir um kurz nach zehn unser Zimmer beziehen. Hier eine kleine Uebersichtskarte des heutigen Tages. Wir werden auch zwischendrin Uebersichtskarten zeigen - nicht jeden Tag, aber immer wieder mal, dann eben fuer mehrere Tage.

 

 StepMapUSA2014-01USA2014-01
 

Das Wetherill Inn ist ein einfaches Motel mit gesalzenen Preisen. Die Zimmer sind in Ordnung, sauber und in vernuenftigem Zustand. Zu dem Preis, den man hier verlangt, bekommt man anderswo zwar wesentlich mehr fuer sein Geld, aber da es hier nicht allzu viel Auswahl gibt so nahe am Monument Valley, kann man einfach etwas mehr verlangen.

 

Schweren Herzens haben wir Page nur von fern zugewunken. Dieses Jahr passt es nicht in unseren Reiseplan, aber wir waren ja vor drei Jahren schon dort. Das naechste Mal werden wir aber bestimmt wieder bei unserem geliebten Lake Powell vorbeifahren.

 

Hotel/Motel:

Wetherill Inn Kayenta

Fruehstueck:

Ja

free WiFi:

Ja

Bewertung:

Ganz o.k.

 

 

Temperatur

35°C

Gefahrene km:

724

 

 

Samstag, 28.06.2014 (Tag 3) - Vier Staaten und 'ne Burg

 

Um sieben Uhr wachen wir auf, sind fit und haben wirklich gut geschlafen. Prima! Von unserem Zimmer hat man einen schoenen Blick nach Kayenta.

 

  

 

Nach einem maessigen Fruehstueck starten wir gegen acht Uhr unsere heutige Etappe. Allerdings anders, als man erwarten wuerde. Das Monument Valley liegt zwar ganz in der Naehe, da wir dort jedoch bereits vor drei Jahren waren, fuehrt uns unser Weg heute in eine andere Richtung. Das erste Mal klemmt sich Sylvia hinters Steuer unseres SUV’s und kommt auf ihren ersten Meilen in den Staaten ganz gut zurecht mit diesem Monster.

 

  

 

  

 

  

 

Nach einigen kurzen Stops erreichen wir um 10.00 Uhr das Four Corners Monument. Dies ist der einzige Punkt in den USA, an dem vier Bundesstaaten aneinander stossen. Wir sind im Indianergebiet, so wundert es natuerlich nicht, dass rund um das Monument ueberall kleine Staende sind, an denen die Navajos handgemachten Schmuck, Pfeile, Messer usw. verkaufen. Eine kleine Slideshow zu Four Corners ist hier zu finden.

 

  

 

Wir bleiben eine gute Stunde zum Fotografieren und bummeln, dann geht es weiter nach Cortez. Das ist auch fuer mich Neuland, denn nach meinem ersten Besuch von Four Corners vor 15 Jahren ging die Fahrt dann weiter nach Moab.

 

  

 

  

 

Mittags essen wir bei Subways ein Footlong Sandwich, halten kurz an unserem Hotel, sind aber zum Einchecken noch zu frueh dran. War uns eigentlich klar! Auf der Suche nach einem vernuenftigen Kaffee stossen wir auf das kleine und nette Spruce Tree Espresso House. Der Cappu dort schmeckt prima, doch dann geht es gleich weiter zum 10 Meilen entfernten Mesa Verde National Park.

 

  

 

Um 13.00 Uhr starten wir am Parkeingang die etwa 25 Meilen lange Fahrt bis zum Ende der Strasse, die sich ueber zahlreiche Serpentinen den Berg hinauf windet. Allein schon der Weg bis zu den ersten Viewpoints ist klasse. Und wir sehen eine grosse Pute auf der Strasse, die sich aber brav an die Geschwindigkeitsbegrenzung haelt...

 

  

 

Neben ein paar kleineren Aussichtpunkten ist unser Hauptziel der Cliff Palace Loop. Dieser ist 6 Meilen lang und hat einige tolle Viewpoints zu bieten, von denen aus man die Felsenhaeuser der Anasazi Indianer super bewundern kann. Die Ruinen wurden 1880 entdeckt und etwa auf das Jahr 1200 datiert.

 

  

 

  

 

Eine ganze Reihe mehr oder weniger gut erhaltener Gebaeude koennen von den Viewpoints aus angesehen werden, die groesste Siedlung ist das Cliff Palace, das wir nur liebevoll „Indianer-Burg“ nennen. Dieses kann mit einer von Rangern gefuehrten Tour besichtigt werden, aber Sylvia hat keine Lust. So verzichten wir auf die kurze Wanderung und begnuegen uns mit Fotos von oben.

 

  

 

  

 

Auf dem Rueckweg zum Parkausgang halten wir immer wieder mal und geniessen die tolle Fernsicht.

 

Slideshow und Infos zum Mesa Verde NP

 

  

 

Schneebedeckte Berge am Horizont lassen uns vermuten, dass wir schon die ersten Auslaeufer der Rocky Mountains sehen. Sicher sind wir aber nicht.

 

  

 

Gegen halb sechs sind wir wieder zurueck in Cortez und stoppen kurz bei Walmart, dann beziehen wir unser Zimmer im Baymont Inn & Suites. Endlich mal ein Zimmer im Erdgeschoss mit Parkplatz vor der Tuere. Das Zimmer ist gross und freundlich, wir sind zufrieden.

 

Abendessen gibt es heute gleich nebenan bei Koko’s Friendly Pub, Chickenburger vom Grill mit lecker Salat. Hat klasse geschmeckt, auch der Preis war in Ordnung. So soll es sein.

 

  

 

Um kurz vor acht sind wir dann zurueck auf unserem Zimmer, endlich mal etwas mehr Zeit zum Sichern der Fotos und Reisebericht schreiben.

 

Hotel/Motel:

Baymont Inn & Suites Cortez

Fruehstueck:

Ja

free WiFi:

Ja

Bewertung:

Prima

 

 

Temperatur

31°C

Gefahrene km:

340 km

 

 

Sonntag, 29.06.2014 (Tag 4) – Was fuer `ne Road?

 

Um kurz vor halb sieben werden wir heute wach, gehen fruehstuecken mit leckeren Waffeln und starten dann unsere Fahrt um viertel vor acht nach Moab. Schneller als gedacht, denn eigentlich haben wir nicht damit gerechnet, vor halb neun wegzukommen.

Nach einem kurzen Stop beim Utah-Welcome Sign erreichen wir gegen halb zehn den Wilson Arch.

 

 

StepMap USA 2014 02USA 2014 02
 

  


Wir nehmen uns eine halbe Stunde Zeit, bis unter den beeindruckenden Steinbogen zu klettern. Der Aufstieg ist nicht sonderlich anspruchsvoll, doch bei steigenden Temperaturen durchaus schweisstreibend.

 

  

 

  

 

Weitere zehn Minuten spaeter sind wir am beruehmten HOLE N‘THE ROCK angekommen, das uns eine weitere halbe Stunde kostet. Was solls, wir sind ja frueh genug dran! Wir stoebern im Souvenir-Shop und laufen ein wenig ueber das Gelaende, dann aber heisst es weiterfahren.

 

  

 

  

 

Da es zum Einchecken im Motel viel zu frueh ist, lassen wir Moab links liegen und fahren in den Dead Horse Point State Park. Bei einem State Park gilt natuerlich der National Park Pass nicht, so bleibt uns nichts anderes uebrig, als die $10 Eintritt zu bezahlen.

 

  

 

Kurze Zeit spaeter sind wir an den Aussichtspunkten und es bleibt uns erstmal die Spucke weg. Die Felswaende fallen senkrecht ab, der Blick auf die Schleife des Colorado River ist grandios.

 

  

 

Die Aussicht ist durchaus vergleichbar mit dem Horseshoe Bend nahe Page, man ist von der Schleife eben nur weiter weg. Allerdings sind die feuerroten Felsen hier fast noch schoener. Unsere zehn Dollar sind gut angelegt… Eine kleine Slideshow ist hier zu finden.

 

  

 

Kurz nach halb eins fahren wir im Anschluss in den Canyonlands National Park. Nach dem Visitor Center kommt der Shafer Trail Overlook, unser erster und einziger Stop an der Hauptstrasse. Bereits von oben ist die Strasse – ach was – der Feldweg grandios. Allein vom Hinsehen bekommt man wackelige Knie.

 

  

 

Aber das kann uns nicht abhalten. Wir fahren das Stueck zurueck bis fast zum Parkeingang, wo die Shafer Trail Road abzweigt. Und dann geht’s abwaerts. Aber sowas von abwaerts… Es ist ziemlich genau 13.00 Uhr, als wir die befestigten Strassen verlassen.

 

  

 

Der Shafer Trail windet sich in Serpentinen den Berg hinunter, die Felswaende fallen neben uns senkrecht ueber gefuehlt mehrere hundert Meter ab. Der Verlauf der Dirtroad geht teilweise auf ueberhaengenden Felsvorspruengen in die Tiefe – immer am Abgrund entlang.

 

  

 

Der Zustand des Weges ist Gott sei Dank einwandfrei, er ist auch etwas breiter als erwartet. Nichtsdestotrotz ist es ein mehr als mulmiges Gefuehl, besonders wenn Gegenverkehr kommt. Dann quetscht man sich nahe an den Abgrund bzw. an die Felsen und sollte besser nicht runter sehn. Eine Slideshow vom Shafer Trail ist hier zu finden!

 

  

 

  

 

 

 

Nach einer dreiviertel Stunde sind wir unten angekommen und der Wahnsinn ist vorbei. Dachten wir… Der Weg gabelt sich in den White Rim Trail und die Potash Road, die zuruek nach Moab fuehrt. Der White Rim Trail ist endlos lang, mehrere Stunden kann man auf dieser Dirtroad durch den National Park fahren. Das haben wir zwar nicht vor, trotzdem fahren wir in diese Richtung.

 

  

 

Wir sind ueberrascht, dass der Weg an manchen Stellen aehnlich beeindruckend ist wie der Shafer Trail. Es geht zwar nicht ganz so tief hinunter, die Strecke ist aber stellenweise genauso abschuessig und in deutlich schlechterem Zustand.

 

  

 

Jedenfalls reicht ein Sturz in die Schlucht hier genauso aus, um das zeitliche zu segnen. Die Aussicht hier ist ebenfalls klasse. Und immer wieder sehen wir einzelne Bagger und andere Baufahrzeuge herumstehen und fragen uns, wie die da hergekommen sind und wozu… Eine Slideshow zum White Rim Trail ist hier zu finden.

 

  

 

  

 

 

 

Eine halbe Stunde nach der Weggabelung sind wir an unserem Ziel angekommen, dem Musselman Arch. Dieser riesige Natursteinbogen fasziniert uns auf den ersten Blick. Besonders deswegen, weil er bestimmt 50 Meter hoch ist und zu Fuss ueberquert werden kann.

 

  

 

Das lass ich mir natuerlich nicht nehmen. Obwohl er ca. zwei Meter breit ist, bekommt man beim Blick in die Tiefe unweigerlich weiche Knie. Sagenhaft. Sylvia fotografiert fleissig, aber ueber den Arch zu laufen traut sie sich dann doch nicht.

 

  

 

Um kurz vor drei Uhr nachmittags sind wir zurueck an der Gabelung und fahren auf die Potash Road. Entfernung nach Moab sind etwas mehr als 50 km, gut die Haelfte davon ist unbefestigt. Haetten wir gewusst, was uns erwartet, wir haetten es uns zweimal ueberlegt, ob wir diese „Strasse“ wirklich fahren sollen. Wir haben zwar vorher im Internet viel ueber die Potash Road gelesen, aber all das gibt den Zustand des Weges nicht annaehernd wieder.

 

  

 

Es geht ueber feinsten Sand, schroffen Fels, Schotterpiste oder … irgendwie ueber gar nichts. Tiefe Graeben, extreme kurze Steigungen, Schlagloecher, Felsen mitten auf dem Weg und niemand ausser uns. Wir sind allein. Scheinbar ist keiner so verrueckt, diesen Weg zu fahren. Obwohl unser SUV Allrad und eine grosse Bodenfreiheit hat, kommen wir mehrmals an die Grenzen des Machbaren.

 

  

 

In Zeitlupe kaempfen wir uns den Weg entlang, der beaengstigend und faszinierend schoen zugleich ist. Die feuerroten Sandsteinfelsen rund um uns herum sind unbeschreiblich, sie scheinen im gleissenden Sonnenlicht richtiggehend zu gluehen. Wir sind in einem Backofen, denn mittlerweile haben wir die vierzig Grad-Marke ueberschritten.

 

  

 

  

 

Irgendwann sehen wir den Colorado River und wissen, dass es nun nicht mehr weit zur Teerstrasse sein kann. Es geht vorbei an der Kane Creek Potash Mine, deren endlos lange Verdunstungsbecken wie bunte Farbklekse in der roten Landschaft aussehen. Man kann diese Becken sowohl vom Flugzeug aus als auch auf Satellitenfotos sehn. Irre!

 

  

 

Nach mehr als zweieinhalb Stunden Abenteuer erreichen wir dann endlich wieder festen Boden unter den Fuessen – will sagen – Teer unter den Raedern. Was fuer 'ne Road... Es waren die verruecktesten 16 Meilen, die wir je gefahren sind. Im Vergleich zur Potash Road ist der Shafer Trail ein Kinderspiel. Dass wir unseren Mietwagen wieder heil auf festen Boden gebracht haben, ist fast ein kleines Wunder. Nur unsere Styropor-Kuehlbox hat das Geholpere nicht ueberstanden und laeuft jetzt aus. Gut, dass wir so etwas schon geahnt haben und gleich zwei von den Dingern gekauft haben.

 

  

 

Fuer alle, die mit dem Gedanken spielen, die Potash Road zu fahren: tut es… nein, tut es nicht! Tut es… oder Nein, besser doch nicht! Ach was weiss ich. Es ist gefaehrlich fuer den Wagen, ohne Allrad und viel Bodenfreiheit sowieso nicht machbar. Wer es aber trotzdem wagen moechte, der wird mit einer der schoensten Landschaften belohnt, die man sich vorstellen kann. Eine Panne moechte ich aber hier nun wirklich nicht haben! Sylvia war so angespannt, dass sie sogar das Filmen vergessen hat! Naja, bei dem Gewackel waere das sowieso nichts geworden. Eine Slideshow zur Potash Road ist hier zu finden.

 

  

 

Kurz vor sechs sind wir zurueck in Moab und beziehen unser Zimmer im Best Western Greenwell Inn. Wir sind zufrieden, schoene Zimmer und ein klasse Pool mit Badewannentemperatur. Nach einem kleinen Spaziergang durch Moab essen wir im ZAX Restaurant zu Abend. Dann gehen wir noch ein wenig im Pool planschen und geniessen den lauen Abend!

 

  

 

Es ist Sylvias erster Besuch von Moab, mein dritter. Ich habe ihr vorgeschwaermt, wie toll dieser nette kleine Ort ist und hatte schon Bedenken, sie wuerde meine Begeisterung vielleicht nicht teilen. Aber Irrtum. Auch sie findet Moab einfach super!

 

Hotel/Motel:

Best Western Greenwell Inn

Fruehstueck:

Ja

free WiFi:

Ja

Bewertung:

Klasse

 

 

Temperatur

41°C

Gefahrene km:

341

 

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