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Südwesten 2011 Teil 4   

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Freitag, 27.05.2011

 

Nach dem Fruehstueck und Check out machen wir noch einen kurzen Stop bei Starbucks, bevor es Richtung San Francisco weitergeht (Diashow). Urspruenglich war geplant, wenigstens zwei Tage hier zu verbringen. Da wir – insbesondere aufgrund des Wetters – unsere Route ein wenig umgestellt hatten, ist uns der Tag hier nun leider verloren gegangen. Sylvia wollte auf keinen Fall noch einen kalten und windigen Tag haben – und dafuer ist San Francisco ja beruehmt-beruechtigt.

 

     

 

Ueber die Oakland Baybridge, eine zweistoeckige Bruecke ueber die Bucht, erreichen wir die Stadt bereits am Vormittag. Unser erster Stop ist am Hafen bei Pier 39. Hier – am Ende dieses Piers hat man einen tollen Blick auf Alcatraz. Ausserdem ist hier auch die beruehmte Seehundkolonie von San Francisco zuhause. Die muss man unbedingt gesehen haben!

 

     

 

Direkt am Anfang des Piers ist auch das Hard Rock Cafe San Francisco untergebracht, wo wir zu Mittag essen. Im Anschluss bummeln wir am Hafen entlang bis Fisherman’s Wharf, bevor wir zur Golden Gate Bridge aufbrechen.

 

     

 

Nach ein wenig Warten auf einen Parkplatz laufen wir ueber dieses beeindruckende Bauwerk bis zum ersten Pfeiler. Wie erwartet blaest der Wind kalt und unangenehm. Die Aussicht auf die Stadt ist aber grossartig!

 

     

 

Unser naechster Halt ist der Coit Tower, danach geht es in die Lombard Street, die von den Einwohnern liebevoll „kruemmste Strasse der Welt“ genannt wird.

 

     

 

Als Letztes fahren wir auf die Twin Peaks, die einen sagenhaften Ausblick auf San Francisco bieten.

 

 

Michael war schon mehrfach hier und wuerde gerne noch einige andere Highlights anfahren, aber dafuer reicht uns die Zeit einfach nicht. Also machen wir uns am spaeten Nachmittag auf den Weg und verlassen San Francisco Richtung Sueden.

 

  

 

In Santa Clara finden wir ein schoenes Best Western, Abendessen gibt’s heute bei KFC. Nach einem abendlichen Abstecher zu Kohls und zum Best Buy geht’s ab ins Bett.

 

Gefahrene km: 250

 

Samstag, 28.05.2011

 

Unsere letzten beiden vollen Urlaubstage sind angebrochen. Und diese werden in die Geschichte als Pleiten, Pech und Pannen-Tage eingehen – so viel sei vorab schon mal verraten. Aber der Reihe nach:

 

Am Morgen beginnen wir mit Shoppen in den Gilroy Outlets. Die sind relativ gross und haben eine gute Auswahl. Und es ist Memorial Day Weekend – da gibt es immer tolle Angebote und Rabatte. Dieses Mal bleibt es nicht nur beim Schauen, dieses Mal kaufen wir auch ein. Es ist bereits fast 13.00 Uhr, als wir in Richtung Monterey starten.

 

Als wir Monterey erreichen, sehen wir auf mehreren Warnschildern, dass der Hwy 1 in gut 65 Meilen wegen eines Erdrutsches gesperrt ist. Kein Durchkommen, vorher abfahren ist auch nicht moeglich. Nach einem kurzen Beratungs-Stop beschliessen wir schweren Herzens, umzudrehen und ueber die 101 bis Templeton zu fahren. Dort wollen wir nach San Simeon, um eine Uebernachtungsmoeglichkeit zu suchen und evtl. Hearst Castle zu besichtigen.

 

 

Dort angekommen haben wir Pech. Der Bus zum Schloss ist gerade abgefahren und naechsten Busse sind bereits voll. Die Wartezeit ist zu lange, um dann noch nach einem Hotel zu suchen. Am Memorial Day Weekend ist das sowieso nicht ganz einfach. Also machen wir uns auf die Suche nach einer Bleibe fuer die Nacht. Doch dann der naechste Schock: Die guenstigen Motels sind ausgebucht, die ganz schaebigen ebenfalls, nur in zwei hochpreisigen Motels gibt es noch was – fuer um die $300,00. Na toll! Kurze Beratung, dann entscheiden wir uns zum Weiterfahren.

 

In San Luis Obispo zeigt sich ein ganz aehnliches Bild, der naechste Versuch ist dann in Santa Maria. Wir haben mindestens in 12 Hotels und Motels gefragt – ohne Erfolg! Warum? Am Memorial Day Weekend findet hier eine Car-Show statt.

 

 

Es ist alles ausgebucht, vom teueren Hotel bis zu Absteige. Wir finden tatsaechlich noch zwei Motels, die man eigentlich am Liebsten nur von aussen sehen moechte, entscheiden uns trotzdem, wenigstens die Zimmer anzusehen. Ein grosser Fehler! Dazu spaeter noch mehr.

 

  

 

Die Zimmer sind schaebig, vor der Tuere sitzen eine Reihe muskelbepackter, taetowierter Latino-Rocker um einen improvisierten Grill und machen Party. Laute Musik, Bier und Geschrei. Nichts wie weg. Zu erwaehnen waere noch, dass die liebevoll restaurierten Oldtimer auf der Car-Show echt klasse gewesen waeren – unter anderen Umstaenden! Aber naja.

 

Es ist schon spaet – und wir haben noch immer keine Uebernachtungsmoeglichkeit. Entlang der Kueste ist an diesem Wochenende sowieso nichts zu bekommen, also beschliessen wir, auf direktem Weg weiter nach L.A. zu fahren und hoffen, wenigstens dort etwas zu bekommen. Hat ja auch was Positives – wir koennen morgen wenigstens den gestrichenen Tag in den Universal Studios nachholen!

 

Kurz vor halb zwoelf nachts erreichen wir ein Best Western nahe des Airports und hoffen… vergebens! Der nette Herr am Schalter erzaehlt uns, dass alles ausgebucht ist! Nicht nur hier – ueberall in der naeheren Umgebung.

 

Nach freundlichem Bitten kann er uns dann doch noch helfen! Ein Freund von ihm arbeitet in einem Comfort Inn in Lawndale. Nach einem kurzen Anruf reserviert er uns das letzte Zimmer dort! Eine Yacuzzi-Suite fuer $120,00 pro Nacht! Fast geschenkt! Dort angekommen ist der Mann am Empfang sichtlich zerknirscht – es waren in der letzten halben Stunde noch mehrere Anfragen fuer das Zimmer – er haette leicht das Doppelte verlangen koennen! Uns ist das erst einmal egal!

 

Wir legen unsere Kreditkarte vor – und Michael‘s Pass… Wo ist der Pass? Pass ist weg! Um Himmels Willen, der Pass ist weg. Uebermorgen geht unser Flieger und der Pass ist weg! Was nun? Wir checken mit Sylvia’s Pass ein und zermartern uns den Kopf. Dann faellt es uns wieder ein: in einem der Motels in Santa Maria haben wir fuer die Besichtigung des Zimmers den Pass hinterlegen muessen! Und der Typ an der Rezeption hat ihn uns nicht mehr zurueck gegeben, als wir den Schluessel wieder abgegeben haben. Katastrophe!

 

Den Namen des Motels wissen wir nicht mehr, war ja keine Kette, sondern ein NoName-Dingens. Also fangen wir nachts um 1.00 Uhr das Googlen an. Strasse fuer Strasse gehen wir Santa Maria durch, bis wir das Motel wieder gefunden haben. Wir sind uebermuedet und aufgebracht, deswegen bitten wir den Mann an der Rezeption, fuer uns dort anzurufen und zu fragen, ob der Pass da ist. Und – tatsaechlich – er ist da. Wir vereinbaren, den Pass morgen gegen Mittag abzuholen und fallen dann voellig fertig ins Bett! Wenigstens ist das Zimmer o.k.!

 

Und Sorry - nach Santa Maria war uns an diesem Tag die Lust vergangen, noch irgendwelche Fotos zu schiessen...

 

Gefahrene Km: 700

 

Sonntag, 29.05.2011

 

Pleiten, Pech und Pannen-Tage Teil 2: Die Fahrt nach Santa Maria dauert mehr als drei Stunden. Einfache Strecke etwa 270 km. Wir stehen bereits um viertel vor sieben auf und fruehstuecken schnell. Dann starten wir notgedrungen wieder nach Norden! Wegen des Memorial Days ist auch heute jede Menge Verkehr.

 

  

 

Ziemlich genau um elf Uhr vormittags sind wir dann da – und der Pass ist auch da! Gott sei Dank! Schnell bei McDonalds eine Kleinigkeit essen, dann mit Vollgas zurueck nach L.A. Unseren Besuch der Universal Studios koennen wir natuerlich vergessen, aber wenigstens fuer einen ausgiebigen Bummel durch Universal City sollte es reichen.

 

     

 

Kurz nach halb drei sind wir dann wieder zurueck und schlendern gemuetlich den Universal City Walk entlang. Abendessen im Hard Rock Cafe, dann geht’s zurueck zum Motel.

 

 

Wir freuen uns schon auf unsere Yacuzzi-Suite. Ein entspannendes Bad in diesem riesigen Ding ist genau das, was wir nach der Aufregung der beiden irren Tage brauchen.

 

Bereits als wir in unsere Strasse einbiegen, faellt uns auf, dass saemtliche Ampeln ausser Betrieb sind. Kein gutes Zeichen… In unserem Motel angekommen stellen wir fest, dass tatsaechlich der Strom weg ist. Langsam wird es dunkel und wir muessen die Koffer fuer die Rueckreise packen. Ohne Licht schwierig. Naja – wird schon wieder kommen der Strom. Machen wir erst einmal ein gemuetliches Bad im Yacuzzi. Doch – wie soll es anders sein – kein Yacuzzi. Es funktioniert natuerlich keine Elektrik in dem Teil, das war klar. Aber das wir auch kein warmes Wasser haben, schockiert uns dann doch. Nicht mal lauwarm! Eiskalt! Ohne Strom geht nichts, absolut gar nichts. Ausser eiskalt duschen vielleicht.

 

Mittlerweile war es dann stockdunkel geworden, die Mitarbeiter des Motels bemuehten sich um ein Notstromaggregat und verteilten Leuchtstaebe. Strom wurde fruehestens fuer den naechsten Morgen erwartet. An Koffer packen war nicht zu denken, eiskalt duschen wollten wir nach diesem „Frier“-Urlaub erst Recht nicht. Also ging es schmutzig ins Bett – Igitt.

 

Eine Zusammenfassung dieser Reise in tabellarischer Form mit Entfernungsangaben und einer kleinen Karte haben wir in unserem Downloadbereich eingestellt. Wer also diese oder eine aehnliche Runde selbst fahren moechte, kann sich das dort als pdf runterladen und noch mal in Ruhe ansehen.

 

Gefahrene Km: 550

 

Montag, 30.05.2011

 

Gott sei Dank – der Strom ist wieder da! Mit ihm auch wieder lauwarmes Wasser, so koennen wir wenigstens Duschen! Dann heisst es fruehstuecken und Koffer packen. Ein wenig frustriert ueber die letzten beiden Tage verlassen wir unser Motel und fahren zur Mietwagenstation. Auf dem Weg dorthin sehen wir zufaellig ein IHOP und beschliessen, uns ein zweites ausgiebiges Fruehstueck zu goennen! Klasse - aber auf die Kalorien sollte man besser nicht schauen.

 

 

Die Rueckgabe des Mietwagens verlaeuft problemlos, allerdings vergessen wir die Scheibenhalterung fuer uns Navi im Fahrzeug. Naja – es gibt schlimmeres. Gegen 13.00 Uhr sind wir am Airport angekommen, Koffer aufgeben und dann warten.

 

Der Flug mit British Airways startet puenktlich und verlaeuft dann ohne weitere Zwischenfaelle.

 

 

Gut so – denn davon hatten wir ja schon mehr als genug…. Am naechsten Morgen heisst es dann in London noch einmal Umsteigen in die Maschine nach Muenchen, alles klappt reibungslos.

 

Schlusswort:

 

Manchmal waere weniger sicher mehr! In diesem Fall meinen wir die Menge an gefahrenen Kilometern und die Anzahl der besuchten Sehenswuerdigkeiten. 7.200 Kilometer in etwas mehr als zweieinhalb Wochen sind schon absolut irre. Eigentlich viel zu viel. Der Grund dafuer war, dass Michael bereits dreimal im Suedwesten war und Sylvia so viel wie moeglich zeigen wollte. So konnten wir vieles nur oberflaechlich ansehen, was uns andererseits aber einen guten Grund liefert, bald wieder zurueck zu kommen! Dann werden wir sicher auch verpasste Highlights wie zum Beispiel Moab und den Arches National Park mitnehmen – oder vielleicht auch den Yellowstone! Mal sehen.

 

An manchen Tagen war es schon sehr stressig, bereut haben wir die Mega-Runde aber nicht! Wir werden auf jeden Fall bald wieder kommen – dann aber mit mehr Zeit. Oder mit einer lockereren Routenplanung!

E N D E

 

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